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Verspätete Bahncard und trotzdem ermäßigter Preis?

cc by flickr/ Rauchbier

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Wohl fast jeder war schon einmal in der Situation gewisse Erm√§√üigungen gebucht zu haben, doch die entsprechenden Belege kommen einfach nicht zum erwarteten Termin. Was macht man in solch einer Situation? Schlie√ülich hat man f√ľr entsprechende Leistungen bereits gezahlt! Mit einer deutlich zu sp√§t eintreffenden Bahncard musste sich das Amtsgericht M√ľnchen besch√§ftigen.

In dem konkreten Fall hatte eine Frau eine Bahncard 50 bestellt und bereits bezahlt. Diese kam und kam nicht und war auch noch nicht da, als die vorläufige Bahncard zum Selbstausdrucken bereits abgelaufen war. Da die Kundin ja bereits bezahlt hatte, buchte sie ein Ticket zum ermäßigten Preis und zeigte die entsprechenden Belege beim Schaffner vor, dass sie auf ihre Bahncard 50 warte.

Dieser stufte sie jedoch als Schwarzfahrerin ein und verlangte den vollst√§ndigen Fahrpreis von ihr. In der Regel haben Schwarzfahrer, die doch im Besitz eines g√ľltigen Tickets sind, eine Woche Zeit, dieses bei der Deutschen Bahn nachzureichen. Daf√ľr zahlen sie eine Verwaltungsgeb√ľhr von sieben Euro. Die Kundin musste jedoch noch weitere Monate auf ihre Bahncard warten, so dass diese Frist weit √ľberschritten war, bis sie die Karte vorlegen konnte.

Das Gericht beschloss am Ende, dass die Frau nichts f√ľr die deutliche Versp√§tung bei der Zusendung der Bahncard k√∂nne. Sie habe f√ľr die Leistung bezahlt und das Eintreffen habe nicht in ihrem, sondern dem Ermessen der Deutschen Bahn gelegen. So muss die Kundin lediglich die sieben Euro Verwaltungsgeb√ľhr bezahlen.

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