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Autokauf: Zu hoher Verbrauch berechtigt zu R√ľckgabe

cc by flickr/ matze_ott

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Angesichts steigender Spritpreise und wachsendem Umweltbewusstsein sind die Verbrauchswerte f√ľr viele Autok√§ufer ein entscheidendes Argument. So h√§ngt der tats√§chliche Verbrauch nat√ľrlich immer von individuellen Faktoren ab, jedoch darf ein bestimmter Wert auch nicht √ľberschritten werden. Verbraucht das Fahrzeug deutlich mehr, als im Prospekt angegeben, so kann der Wagen unter Umst√§nden wieder zur√ľckgegeben werden.

Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor. Im konkreten Fall hatte ein Mann in einem Bochumer Autohaus einen Neuwagen im Wert von rund 20.300 Euro erworben. Im Verkaufsprospekt war der durchschnittliche Verbrauch nach dem g√§ngigen EU-Messverfahren angegeben. Schon nach kurzer Zeit stellte der K√§ufer jedoch fest, dass der Wagen deutlich durstiger war. Das Autohaus versuchte den Mangel zu beheben, jedoch ohne Erfolg. Am Ende trat der Mann vom Kaufvertrag zur√ľck, was der Verk√§ufer so nicht akzeptieren wollte.

Das Autohaus begr√ľndete die Verbrauchswerte durch die individuelle Fahrweise sowie die Zusatzausstattung. Das Gericht sah dies am Ende jedoch anders und entschied in Teilen zu Gunsten des K√§ufers: Nat√ľrlich k√∂nne man nicht davon ausgehen, dass der Verbrauch exakt wie im Prospekt sei, jedoch liege eine Abweichung von √ľber zehn Prozent wie in diesem Fall deutlich √ľber dem Toleranzbereich. Eine R√ľckgabe ist also m√∂glich, jedoch entschied das Gericht, dass 3.000 Euro vom eigentlichen Kaufpreis angezogen werden m√ľssten. Dies m√ľsse der Kl√§ger als Entsch√§digung f√ľr die bisherige Nutzung des Fahrzeugs zahlen.

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