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Bahn: Entschädigung auch bei Verspätungen durch höhere Gewalt?

cc by flickr/ Rauchbier

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Zahlreiche Deutsche regen sich immer wieder √ľber Versp√§tungen bei der Bahn auf. In anderen L√§ndern ist die Situation jedoch meist nicht wirklich besser. Schon bald k√∂nnten die Rechte f√ľr Reisende in der EU jedoch in Sachen Entsch√§digungen bei Versp√§tungen gest√§rkt werden. Jedenfalls zeichnet sich am Europ√§ischen Gerichtshof ein Urteil ab, nach dem Entsch√§digungen in Zukunft auch bei Verz√∂gerungen durch h√∂here Gewalt Pflicht werden sollen.

Konkret geht es dabei um die Allgemeinen Gesch√§ftsbedingungen der √Ėsterreichischen Bundesbahnen, die Entsch√§digungen in F√§llen h√∂herer Gewalt ausschlie√üen. Der EU-Generalanwalt hat sich in dem Verfahren f√ľr eine Entsch√§digungspflicht unter solchen Umst√§nden ausgesprochen. Laut Experten folgt das Gericht in den meisten F√§llen den Empfehlungen des Generalanwalts. Das Urteil w√ľrde sich logischerweise auf alle Bahnen in der EU auswirken.

Nach der aktuellen EU-Verordnung stehen Kunden bei einer Versp√§tung von 60 Minuten 25 Prozent des Fahrpreises zu, bei 120 Minuten sogar 50 Prozent. Bei Wartezeiten von mehr als einer Stunde m√ľssen die Bahnen f√ľr Erfrischungen sorgen und bei Bedarf haben Reisende in solchen F√§llen sogar Anspruch auf ein Hotelzimmer. Bei Ausf√§llen muss eine Transport-Alternative von der Bahn organisiert werden. Die Deutsche Bahn hat sich bereits zum m√∂glichen EU-Urteil ge√§u√üert und betont, dass durch eine Entscheidung f√ľr eine Entsch√§digung in F√§llen h√∂herer Gewalt die Bahn gegen√ľber anderen Verkehrstr√§gern benachteiligt werde.

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