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Bei der Krankenkasse in der Kreide: Zinsen werden gesenkt

cc by flickr/ Images_of_Money

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Laut aktuellen Zahlen können immer mehr Deutsche ihre Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr zahlen. Insgesamt belaufen sich die Schulden der Versicherten bei den Kassen auf fast 2,2 Milliarden Euro. Hinzu kommen weitere 2,4 Milliarden Euro, die dadurch zustande gekommen sind, dass sich Arbeitgeber aufgrund von zum Beispiel Zahlungsschwierigkeiten die Sozialversicherungsbeiträge nicht mehr leisten können.

Wer als Einzelperson die Krankenkassenbeitr√§ge nicht mehr aufbringen kann, musste bisher sage und schreibe f√ľnf Prozent Zinsen im Monat zahlen! Alleine dieser Umstand treibt die meisten immer weiter in die Schuldenspirale. In dieser Woche beschloss das Bundeskabinett den Jahreszins von 60 Prozent auf nun zw√∂lf Prozent zu senken. Es wird also wie bei den Arbeitgebern nur ein Prozent im Monat f√§llig.

In den Augen vieler Experten l√∂st dies jedoch nicht das grunds√§tzliche Problem: Die meisten s√§umigen Zahler sind Selbstst√§ndige, die die hohen Beitr√§ge oft nur schwer aufbringen k√∂nnen. Dies liegt unter anderem am Mindestbeitrag. Wer zum Beispiel nur 700 Euro Einnahmen im Monat hat, muss trotzdem rund 300 Euro f√ľr Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, da man als freiwillig versicherter Selbstst√§ndiger auf entsprechende Mindesteinnahmen gesch√§tzt wird, egal wie weit man unter dem Betrag liegt. Wer hier nicht das Gl√ľck hat, zum Beispiel in der K√ľnstlersozialkasse zu sein, hat schnell gro√üe Probleme. Zwar kann man beantragen, dass der Beitrag heruntergesetzt wird, was jedoch viele Kassen einfach ablehnen.

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