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Schmerzensgeld f√ľr Mobbing-Opfer!

cc by flickr/ Sander van der Wel

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Mobbing ist ein Problem, das erst seit wenigen Jahren wirklich in der breiten √Ėffentlichkeit angesprochen und diskutiert wird. F√ľr Betroffene ist der psychische Druck am Arbeitsplatz, in der Schule oder an √§hnlichen Orten durch Mobbing oft so gro√ü, dass sie in Depressionen verfallen und sich psychotherapeutisch behandeln lassen m√ľssen. Das Arbeitsgericht Siegburg hat nun einem Mobbing-Opfer Schmerzensgeld zugesprochen.

In dem konkreten Fall war ein ausgebildeter Industriekaufmann seit dem Jahr 1992 in der IT-Abteilung eines Unternehmens angestellt. Der Mann leitete den Bereich zunächst bis seine Hierarchieebene aufgrund einer Umstrukturierung abgeschafft wurde. Seitdem hatte er es immer schwerer im Team und sprach seit 2006 immer wieder seinen Vorgesetzten an, dass er nicht ausgelastet sei.

Dies beschleunigte das Mobbing jedoch nur noch. Er musste Aufgaben erledigen, wie EDV-Schrott zu sortieren, vor allen Kollegen seinen Generalschl√ľssel abgeben oder seinen bisherigen Schreibtisch r√§umen. Die Lage spitzte sich immer mehr zu, so dass der Angestellte sich psychotherapeutisch behandeln lassen musste und Ende 2010 sogar arbeitsunf√§hig wurde. Daraufhin klagte er auf Schmerzensgeld, da er seine Pers√∂nlichkeitsrechte verletzt sah. Das Gericht gab ihm Recht und sprach dem Mann 7.000 Euro Schmerzensgeld zu, da er systematisch ausgegrenzt und seine W√ľrde wieder und wieder verletzt wurde. Entscheidend f√ľr den Anspruch auf Schmerzensgeld ist, dass die Gesamtschau der Handlungen zeigt, dass diese Ausgrenzung auch wirklich stattgefunden habe, was hier eindeutig der Fall war.

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