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Vergewaltigung ist kein Arbeitsunfall

cc by flickr/ Images_of_Money

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Wem auf dem Weg zur Arbeit oder von dieser nach Hause etwas zust√∂√üt, der ist in den meisten F√§llen gesetzlich unfallversichert. Jedoch gibt es auch hier nat√ľrlich Ausnahmen. Eine Vergewaltigung muss zum Beispiel nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen. Dies geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichts in Kassel hervor.

In dem konkreten Fall ging es um eine Frau, die auf ihrem Heimweg von der Arbeit vor ihrem Haus von ihrem Ex-Partner vergewaltigt wurde. Da es sich um den Weg von der Arbeitsstelle nach Hause handelte, forderte die Frau, die seitdem unter psychischen Problemen leidet, Unfallrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Dies wurde ihr jedoch verweigert.

Die Richter sahen dies am Ende genauso, da T√§ter und Opfer eine pers√∂nliche Beziehung hatten. Sie folgten damit nicht der Argumentation der Anw√§lte der Frau, nach der der Mann sie nur auf dem Heimweg von der Arbeit habe vergewaltigen k√∂nnen, da sie sonst nie alleine aus dem Haus gehe. Der T√§ter wurde √ľbrigens wegen schwerer Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren mit anschlie√üender Sicherungsverwahrung verurteilt. Die Frau kann nun nur noch Rente nach dem Opferentsch√§digungsgesetz beantragen.

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