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√Ąrztefehler: Schmerzensgeld statt Nachbesserung

cc by flickr/ heipei

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Nach Schätzungen des Medizinischen Dienstes sehen sich rund 40.000 Versicherte pro Jahr mit ärztlichen Behandlungsfehlern konfrontiert, die dann vor Gericht landen. In solch einem Fall gibt es kein Recht auf Nachbesserung von Seiten des entsprechenden Arztes, sondern den Patienten stehen Schmerzensgeld und Schadenersatz zu.

Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Jena hervor, auf das die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins hinweist. In dem konkreten Fall ging es um eine Patientin, die von ihrem Zahnarzt eine Krone und ein Inlay eingesetzt bekommen hatte. Kurz darauf musste sie in der Nacht wegen starker Schmerzen zu einer Notbehandlung. Dabei zeigte sich, dass unter der F√ľllung und dem Zahnersatz Karies vorhanden war, den der behandelnde Zahnarzt nicht entdeckt hatte.

Das Gericht entschied in diesem Fall, dass es hier kein Recht auf Nachbesserung gebe, vielmehr bestehe ein Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadenersatz. Nach solch einem Fehler sei das Verh√§ltnis zwischen Arzt und Patient gest√∂rt und Patienten m√ľssten sich deshalb nicht noch einmal bei dem entsprechenden Arzt in Behandlung geben.

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