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Nach Unfall: Selbstständige in der Beweispflicht

cc by flickr/ heipei

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Wer bei der Arbeit einen Unfall erleidet, muss f√ľr die dadurch entstehenden Kosten in der Regel nicht selbst aufkommen. Selbstst√§ndige haben dabei immer wieder deutlich mehr Probleme. So manch einer greift dabei aus Not zu nicht ganz koscheren Mitteln. Laut einem Urteil des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt geht der Betroffene leer aus, wenn dieser nicht genau darlegen kann, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelt.

In dem konkreten Fall ging es um einen selbstst√§ndigen H√§ndler mit Baumaschinen, der sich bei der Montage selbst am Auge mit einem Schraubenzieher verletzte. Obwohl seine private Krankenversicherung ihm kurz vorher gek√ľndigt hatte, wurde er im Krankenhaus als Privatpatient aufgenommen. Auf dem verletzten Auge ist der Mann nun fast blind.

Im Nachhinein behauptete der Mann, er sei zum Zeitpunkt des Unfalls bereits bei der neu gegr√ľndeten Firma seines Bruders als kaufm√§nnischer Angestellter t√§tig gewesen. Die Berufsgenossenschaft erkannte dies jedoch nicht an und weigerte sich daher f√ľr die Kosten aufzukommen. Die Richter sahen dies am Ende √§hnlich: Man habe nicht beweisen k√∂nnen, dass die angebliche Firma des Bruders zu diesem Zeitpunkt bereits existiert habe. Zudem widersprachen sich die Zeugenaussagen und es lagen Arbeitsvertr√§ge in unterschiedlichen Versionen vor.

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