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K√ľndigung wegen m√∂glicher Schwangerschaft?

cc by flickr/ jphintze

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Immer wieder kann man leider auch heute noch erleben, dass Frauen aufgrund ihrer Familienplanung Schwierigkeiten im Job haben. Eine Kosmetikerin bekam aufgrund einer besonders deutlichen Lage 10.800 Euro wegen Diskriminierung zugesprochen.

In dem vor dem Landesarbeitsgericht D√ľsseldorf verhandelten Fall wollte eine Kosmetikerin ihren Chef eigentlich nur darum bitten, dass ihre Arbeitszeit erh√∂ht werde. Darauf folgte eine E-Mail, in der ihr ihr Chef schrieb, ob angesichts ihrer anstehenden Heirat eine Schwangerschaft zu erwarten sei. Der Betreff der Mail lautete w√∂rtlich ‚ÄěBerufs- vs. Familienplanung‚Äú. Der Arbeitgeber erh√∂hte die Arbeitszeit nicht, sondern k√ľndigte der Frau! Noch im G√ľtetermin vor Gericht √ľberreichte der Chef ihr die K√ľndigung.

Die Kosmetikerin bekam daraufhin am Ende die erw√§hnte Entsch√§digung zugesprochen, da in den Augen des Gerichts in diesem Fall der Diskriminierungsgrund ‚Äěpraktisch auf dem Tablett‚Äú serviert worden war. Der Arbeitgeber hatte sich zwar noch versucht zu erkl√§ren, dass die Schwangerschaft kein Grund f√ľr die abgelehnte Arbeitszeiterh√∂hung war, sondern vielmehr mangelnder Umsatz. Das Gericht sah dies jedoch anders.

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