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Selbstbedienungskassen: Bewusst falsches Einscannen ist Diebstahl

cc by wikimedia/ Schumin

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Noch gibt es in Deutschland nur an wenigen Orten Kassen, an denen man selbst zahlen kann. Die SB-Kassen sollen Personalkosten reduzieren und lange Warteschlangen ersparen. Die Anschaffung ist jedoch teuer und die Betrugsmöglichkeiten der Kunden um so höher. So stehen zum Beispiel an immer mehr Selbstbedienungskassen wieder Mitarbeiter.

An Kassen, an denen keine Mitarbeiter darauf achten, was man scannt, ist die Versuchung nat√ľrlich gro√ü, einfach g√ľnstigere Produkte einzuscannen. Hier sollte man sich jedoch bewusst sein, dass dies als Diebstahl gewertet wird! Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor. In dem konkreten Fall hatte ein Mann an einer SB-Kasse einen ‚ÄěPlayboy‚Äú im Wert von f√ľnf Euro mitgenommen und daf√ľr an der Kasse den herausgerissenen Strichcode der Tageszeitung ‚ÄěWAZ‚Äú gescannt, die nur 1,20 Euro kostet. Auf diese Weise ‚Äěerwarb‚Äú er sp√§ter noch das Magazin ‚ÄěStern‚Äú zu einem g√ľnstigeren Preis.

Dies kam heraus und der Mann musste sich vor Gericht verantworten. Während das Landgericht Essen sein Verhalten noch als strafbarer Computerbetrug wertete, sah das Oberlandesgericht dies anders und bewertete es als Diebstahl. Der Mann habe ja nicht die Datenverarbeitung der Kasse selbst manipuliert. Die Geldstrafe in Höhe von 100 Euro, die die Vorinstanz verhängt hatte, wurde bestätigt.

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