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Spesen: Partnerin nicht mit abrechnen!

cc by flickr/ micora

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Bei vielen Gesch├Ąftsessen ist es durchaus ├╝blich seinen Partner bzw. seine Partnerin mitzubringen. Bei einigen Veranstaltungen ist die Anwesenheit sogar ausdr├╝cklich erw├╝nscht. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass man die Reisespesen auch f├╝r den Partner oder die Partnerin ├╝ber die Firma mitabrechnet. Nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz riskieren Arbeitnehmer dadurch ihre fristlose K├╝ndigung.

In dem konkreten Fall war ein 38-j├Ąhriger Verkaufsleiter mit seiner Lebensgef├Ąhrtin (seiner heutigen Ehefrau) zu einer Einweihungsfeier eines wichtigen Kunden seines Unternehmens eingeladen. Das Paar reiste dorthin, ├╝bernachtete im Doppelzimmer und lie├č sich nat├╝rlich vor Ort verk├Âstigen. Sp├Ąter reichte der Mann die kompletten Rechnungen f├╝r ihn und seine Freundin bei der Buchhaltung ein und lie├č sich den entsprechenden Betrag ohne Abzug ├╝berweisen.

Dem Management kam der Betrag nicht passend vor und so ├╝berpr├╝fte man bisherig eingereichte Rechnungen des Arbeitnehmers. Dabei kam heraus, dass er schon h├Ąufiger die Bewirtung seiner Lebensgef├Ąhrtin abgerechnet hatte. Die Folge war die fristlose K├╝ndigung und der Fall landete vor Gericht. Dieses sah im Verhalten des Angestellten eine verm├Âgensrechtliche Straftat zum Nachteil des Arbeitgebers. Dies sei ein gewichtiger Grund f├╝r eine sofortige Entlassung, egal wie hoch die entsprechende Summe ist.

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