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Arbeitgeber-Tipps: Neuerungen bei Lohnsteuer und Sozialversicherung 2014

cc by wikimedia / Reinhold Gerstetter

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F├╝r Unternehmen aller Art sind Gesetzes├Ąnderungen von gro├čer Bedeutung. Insbesondere um finanzielle und arbeitsrechtliche Komplikationen zu vermeiden, sollten Arbeitgeber sich stets ├╝ber die f├╝r sie relevanten Novellen informieren. Schon seit Beginn des Jahres 2014 gelten einige ├änderungen hinsichtlich der Lohnsteuer und der Sozialversicherung. Zahlreiche Infoportale im Internet geben detaillierte Hinweise zu den ├änderungen im Sozialversicherungs- und Steuerrecht. Eine knappe Zusammenfassung folgt in diesem Artikel.

Vorverlegung der Jahresmeldung

Zun├Ąchst wurde der Abgabetermin f├╝r die sogenannte Jahresmeldung vorverlegt. Der Grund sind Ver├Ąnderungen in der ├ťbermittlungs- und Datenerfassungsverordnung. Statt am 15. April muss die Meldung nun bereits bis zum 15. Februar eingereicht werden.

An diesem Termin muss der Krankenkasse das im Kalenderjahr 2013 erwirtschaftete Arbeitsentgelt gemeldet werden. Hierbei spielt insbesondere die korrekte Einordnung der Entgeltbetr├Ąge eine gro├če Rolle. Folgende Dinge sind f├╝r die betroffenen Arbeitgeber entscheidend:

Gleitzonenregelung

Mitarbeiter mit Gleitzonen bekommen ihre Verg├╝tung nach der entsprechenden Formel berechnet. Verzichten die Arbeitnehmer auf diese Regelung bei der Bemessung ihrer rentenversicherten Beitr├Ąge, muss in der Jahresmeldung ihr komplettes (Brutto-) Arbeitsentgelt dokumentiert sein.

Minijobber

Auch die sogenannten Minijobber sind nun in der Rentenversicherung versicherungspflichtig. Wie allgemein bekannt kann ihre Verg├╝tung h├Âchstens 450 Euro pro Monat betragen. In der Jahresmeldung m├╝ssen als Mindestbemessungsgrundlage 175 Euro/ Monat angegeben werden.

Doch wie Gleitzonen-Mitarbeiter k├Ânnen auch Minijobber sich von der Regelung befreien lassen. Dann muss der Arbeitgeber wiederum die tats├Ąchlich erwirtschafteten Summen in der Jahresmeldung eintragen.

Aushilfen

Auch Aushilfen m├╝ssen in die Jahresmeldung integriert werden. Bei ihnen m├╝ssen nur f├╝r die Unfallversicherung die tats├Ąchlichen Eink├╝nfte ├╝bermittelt werden. Ansonsten besteht f├╝r sie keine Beitragspflicht. Dies bedeutet, dass ansonsten als beitragspflichtiges Entgelt 0 Euro eingetragen werden m├╝ssen.

Weitere Mitarbeiter

Der Arbeitgeber muss f├╝r jeden Arbeitnehmer das rentenversicherungspflichtige (Brutto-) Gehalt bis zur Beitragsbemessungsgrenze in der Renten- und der Arbeitslosenversicherung angeben. Dabei unterscheidet sich die Bemessungsgrenze seit der deutschen Einigung immer noch. In Ostdeutschland liegt sie bei 58.800 Euro, im Westen bei 69.600 Euro.

ELStAM

Die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale, kurz ELStAM, werden im Zuge des B├╝rokratieabbaus durch den Gesetzgeber ab 2014 Pflicht. Grunds├Ątzlich soll so Zeit und Geld gespart werden. Es reduziert vor allem die Nutzung von Papier massiv. Dennoch sollte man Papierdokumente vor Ablauf des Jahres 2014 noch nicht entsorgen.

F├╝r den Abruf der ELStAM ben├Âtigt man neben dem Geburtsdatum seiner Arbeitnehmer und deren Steueridentifikationsnummer auch die Angabe, ob sie ihre Besch├Ąftigung im Haupt- oder im Nebenverh├Ąltnis aus├╝ben.

Sachbezugswerte

Bei Jugendlichen, Auszubildenden, aber auch bei erwachsenen Mitarbeitern gelten ab 2014 ge├Ąnderte Sachbezugswerte f├╝r Verpflegung und Unterbringung. Monatlich stehen hier f├╝r das Fr├╝hst├╝ck statt wie im vorherigen Jahr 48 nun 49 Euro fest. Der Satz f├╝r das Mittagessen wurde gegen├╝ber 2013 um zwei Euro auf 90 Euro erh├Âht. Der komplette Bezugswert im Monat betr├Ągt nun 224 Euro. Au├čerdem steigt der Wert f├╝r eine unentgeltlich ├╝berlassene Unterkunft um f├╝nf Euro auf 221 Euro.

Beitragsbemessungsgrenzen

Grunds├Ątzlich steigt der Beitrag, je h├Âher die Eink├╝nfte liegen. Das Unternehmen bezahlt dabei die H├Ąlfte der Beitr├Ąge. Die Bemessungsgrenzen der Beitr├Ąge beziehen sich sowohl auf Kranken- oder Pflegeversicherung wie auf Renten- und Arbeitslosenversicherung.

K├╝nstlersozialabgabe

Zum Schluss sollten Arbeitgeber noch den Anstieg der K├╝nstlersozialabgabe auf 5,2 Prozent (vorher: 4,1 Prozent) beachten. Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass die K├╝nstlersozialkasse (KSK) keinen Zahlungseingang ├╝berpr├╝ft, der auf alle Einkommen berechnet werden muss. Die KSK setzt aber auf der Grundlage der 2013 angegebenen Entgelth├Âhe die im Voraus zu leistenden Zahlungen f├╝r ├ťbersetzer, Autoren, Grafiker oder Web-Designer fest.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass geeignete Software f├╝r Buchhaltung, Controlling oder Steuererkl├Ąrung vielen Unternehmen die Handhabung ihrer Finanzen erleichtert. Die hier erl├Ąuterten Novellen werden dabei durch Aktualisierungen automatisch integriert, was dem Arbeitgeber Zeit, Personal und letztendlich auch Geld spart.

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