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Archiv für die Kategorie ‘Finanzen’

Urlaub auf Zypern: Experten raten ausreichend Bargeld mitzunehmen

28. März 2013
cc by wikimedia/ Jeandunston

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Wenn in den kommenden Ostertagen die gro√üe Reisewelle beginnt, dann zieht es durchaus den einen oder anderen Deutschen nach Zypern. Doch angesichts der angespannten Lage auf der Insel machen sich einige Deutsche Sorgen. Experten geben generell f√ľr Reisende Entwarnung, jedoch sollte man mit einer ausreichenden Menge Bargeld anreisen.

Wenn nach der fast zwei Wochen andauernden Sperre die Banken wieder √∂ffnen, rechnen viele mit Chaos. Die Regierung r√§t den Zyprern ruhig zu bleiben, doch die Auswirkungen werden sich erst noch zeigen. Schon jetzt gibt es lange Warteschlangen an den Geldautomaten. Wartezeiten von √ľber einer Stunde sind keine Seltenheit.

Vielerorts kommt man zudem mit ec- oder Kreditkarte nicht mehr weit, denn die meisten H√§ndler betonen, dass ihnen Bargeld lieber w√§re. Man sollte also durchaus gen√ľgend Bargeld im Gep√§ck haben. Dies gilt vor allem f√ľr Individualreisende, die auf eigene Faust das Land entdecken. Hier raten Experten dazu, den R√ľckflug bereits in Deutschland zu buchen. Pauschalreisende, die die meiste Zeit im Hotel verbringen, werden die wenigsten Probleme haben. Vor Anfeindungen m√ľssen sich Deutsche laut Fachleuten keine Sorgen machen, jedoch sollte man am besten keine politischen oder wirtschaftlichen Diskussionen mit Einheimischen anfangen.

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Skurriler Fall: Jobcenter will wegen 15 Cent vor Bundessozialgericht ziehen

26. März 2013
cc by flickr/ micora

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In deutschen Gerichten t√ľrmen sich seit einiger Zeit die Akten zu den verschiedensten Hartz-IV-F√§llen. W√§hrend die einen ihre Berechtigung haben, gibt es dabei aber auch F√§lle, bei denen man am gesunden Menschenverstand zweifeln k√∂nnte. Solch ein Umstand bewegt momentan auch die Netzgemeinde, denn ein Jobcenter m√∂chte tats√§chlich wegen 15 Cent vor das Bundessozialgericht ziehen!

In dem eigentlichen Fall ging es konkret um einen Hartz-IV-Empf√§nger, der mehr Leistungen in H√∂he von rund 100 Euro forderte. Vor dem Sozialgericht Nordhausen kam er damit nicht durch. Die Richter sprachen ihm lediglich einen Anspruch auf 15 Cent wegen Rundungsfehlern von Seiten des Jobcenters des Unstrut-Hainich-Kreises in Th√ľringen zu.

Das Jobcenter weigert sich jedoch, diese 15 Cent zu zahlen und zog vor das Th√ľringer Landessozialgericht. Die Richter lehnten diesen Fall jedoch ab und entschieden zudem, dass das Jobcenter eine Missbrauchsgeb√ľhr in H√∂he von 600 Euro zahlen m√ľsse. Dies reicht jedoch offenbar immer noch nicht, denn es wurde eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde eingereicht, durch die nun das Bundessozialgericht in Kassel √ľber eine m√∂gliche Revision entscheiden muss…

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DropShipping: Der Weg zum zuverlässigen Lieferanten

22. März 2013
Quelle: dropshipping.de

Quelle: dropshipping.de

Wer sich als Online-H√§ndler f√ľr das DropShipping-Modell entscheidet, der spart sich unter anderem Zeit und Geld f√ľr Lager, Versand und Co., denn der eigentliche Lieferauftrag geht direkt an einen Gro√üh√§ndler, der die Ware an den Kunden schickt. Als Verk√§ufer vermittelt man quasi nur zwischen Kunden und Lieferant. Um so wichtiger ist nat√ľrlich bei diesem Gesch√§ftsmodell, dass die Gro√üh√§ndler auch wirklich zuverl√§ssig sind.

Die Suche nach einem entsprechenden Geschäftspartner kann sich also am Anfang durchaus schwierig gestalten, vor allem weil viele Lieferanten nicht offen damit werben, dass sie DropShipping anbieten. Wer bereits im Online-Handel aktiv ist, sollte also ruhig seine bisherigen Lieferanten fragen, ob sie dieses Prinzip anbieten oder dieses vielleicht in ihr Angebot mit aufnehmen wollen.

Ansonsten bleibt einem nat√ľrlich die Recherche im Internet: Entweder man kontaktiert jeden potentiellen H√§ndler einzeln und fragt nach DropShipping oder man nutzt direkt die Datenbank des Portals dropshipping.de. Hier finden sich zahlreiche DropShipping Gro√üh√§ndler aus Deutschland, die in verschiedene Kategorien aufgeteilt sind.

Generell sollte man seine Lieferanten nat√ľrlich mit gro√üer Sorgfalt ausw√§hlen, denn kommt die Ware zu sp√§t beim Kunden an, ist sie fehlerhaft oder verschmutzt, wirkt sich dies auf einen als Verk√§ufer aus!

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EU-B√ľrger: Doppeltes Kindergeld m√∂glich

18. März 2013
cc by flickr/ heymarchetti

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Laut Paragraph 65 des Einkommenssteuergesetzes kann man in Deutschland kein Kindergeld beziehen, wenn man bereits diese Leistungen in einem anderen Land in Anspruch nimmt. Das Finanzgericht K√∂ln hat nun jedoch entschieden, dass diese Regelung so ausgelegt werden muss, dass die ausl√§ndischen Leistungen mit dem deutschen Kindergeld verrechnet werden. Der mehrfache Bezug von Kindergeld ist damit f√ľr EU-B√ľrger m√∂glich.

Damit hat das Gericht die Rechtsprechung des Europ√§ischen Gerichtshof konkretisiert. Hier ging es um einen polnischen Saisonarbeiter, der laut EuGH nicht g√§nzlich vom deutschen Kindergeld ausgeschlossen werden darf. Das K√∂lner Finanzgericht hat diese Regelung nicht nur auf bestimmte F√§lle bezogen, sondern sie gelte grunds√§tzlich f√ľr alle EU-B√ľrger, die von ihrem Freiz√ľgigkeitsrecht Gebrauch machen.

Konkret bedeutet dies, dass alle B√ľrger aus dem EU-Ausland, die ihren Wohnsitz oder gew√∂hnlichen Aufenthalt nach Deutschland verlegt haben, auch dann Kindergeld in Deutschland beantragen k√∂nnen, wenn sie bereits diesen Anspruch in ihrem Heimatland nutzen. Das Kindergeld in Deutschland wird dann jedoch um die ausl√§ndischen Leistungen gek√ľrzt.

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Bahn: Entschädigung auch bei Verspätungen durch höhere Gewalt?

15. März 2013
cc by flickr/ Rauchbier

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Zahlreiche Deutsche regen sich immer wieder √ľber Versp√§tungen bei der Bahn auf. In anderen L√§ndern ist die Situation jedoch meist nicht wirklich besser. Schon bald k√∂nnten die Rechte f√ľr Reisende in der EU jedoch in Sachen Entsch√§digungen bei Versp√§tungen gest√§rkt werden. Jedenfalls zeichnet sich am Europ√§ischen Gerichtshof ein Urteil ab, nach dem Entsch√§digungen in Zukunft auch bei Verz√∂gerungen durch h√∂here Gewalt Pflicht werden sollen.

Konkret geht es dabei um die Allgemeinen Gesch√§ftsbedingungen der √Ėsterreichischen Bundesbahnen, die Entsch√§digungen in F√§llen h√∂herer Gewalt ausschlie√üen. Der EU-Generalanwalt hat sich in dem Verfahren f√ľr eine Entsch√§digungspflicht unter solchen Umst√§nden ausgesprochen. Laut Experten folgt das Gericht in den meisten F√§llen den Empfehlungen des Generalanwalts. Das Urteil w√ľrde sich logischerweise auf alle Bahnen in der EU auswirken.

Nach der aktuellen EU-Verordnung stehen Kunden bei einer Versp√§tung von 60 Minuten 25 Prozent des Fahrpreises zu, bei 120 Minuten sogar 50 Prozent. Bei Wartezeiten von mehr als einer Stunde m√ľssen die Bahnen f√ľr Erfrischungen sorgen und bei Bedarf haben Reisende in solchen F√§llen sogar Anspruch auf ein Hotelzimmer. Bei Ausf√§llen muss eine Transport-Alternative von der Bahn organisiert werden. Die Deutsche Bahn hat sich bereits zum m√∂glichen EU-Urteil ge√§u√üert und betont, dass durch eine Entscheidung f√ľr eine Entsch√§digung in F√§llen h√∂herer Gewalt die Bahn gegen√ľber anderen Verkehrstr√§gern benachteiligt werde.

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