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Archiv für die Kategorie ‘Finanzen’

Schufa: Bald Privatpersonen-Anfragen per App

15. Oktober 2013
Foto: azubi.net

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Kunden, die einen neuen Handyvertrag oder Stromvertrag abschließen oder einen Kredit beantragen, mĂŒssen in der Regel zunĂ€chst an der Schufa-Auskunft „vorbei“. Umgekehrt können sich jedoch auch Privatpersonen ĂŒber Unternehmen erkundigen. Dieser Service soll laut Medienberichten in Zukunft weiter ausgebaut werden. Dazu gehört auch eine passende App.

Bereits seit dem Jahr 2010 haben Privatpersonen die Möglichkeit, Informationen ĂŒber Unternehmen ĂŒber die Schufa abzufragen. Dies kann zum Beispiel nĂŒtzlich sein, wenn man wissen möchte, ob ein potentieller GeschĂ€ftspartner vertrauenswĂŒrdig ist oder wenn Bewerber, sich in dieser Hinsicht ĂŒber ihren neuen Arbeitgeber informieren wollen.

Wie genau die Schufa diesen neuen Privatkunden-Bereich ausweiten will, ist noch nicht bekannt, ebenso wie die geplante App aussehen wird. Spannend wird dabei sicherlich vor allem der Preis, denn aktuell kostet eine solche Auskunft 28,50 Euro. Zudem wird eine einmalige Anmeldung bei der Schufa fĂŒr 18,50 Euro fĂ€llig.

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Versandapotheken: Keine Rabatte auf preisgebundene Medikamente

11. Oktober 2013
cc by wikimedia/ WĂŒrfel

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Das Internet eröffnet auch im Bereich der Ärzte und Apotheken neue Wege. So ist es absolut keine Seltenheit mehr, dass Kunden ihre Medikamente in Onlineapotheken bestellen und selbst verschreibungspflichtige Arzneimittel bekommt man bei einigen Apotheken mit Sitz im Ausland ĂŒber den Onlinekontakt mit einem Arzt vor Ort. Klar, dass dies deutschen Apotheken ein Dorn im Auge ist.

So wird bereits seit Jahren darum gestritten, dass Medikamente, die in Deutschland der Preisbindung unterliegen, von Versandapotheken deutschen Kunden nicht gĂŒnstiger angeboten werden dĂŒrfen. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Nun bestĂ€tigte dies der Bundesgerichtshof in einem entsprechenden Urteil gegen eine niederlĂ€ndische Versandapotheke.

Die deutschen Apotheken, die geklagt hatten, einigten sich mit dem niederlĂ€ndischen Anbieter darauf die meisten Verfahren fĂŒr erledigt zu erklĂ€ren, da es bereits zahlreiche entsprechende Entscheidungen gab. Sprich: Keine Rabatte mehr auf preisgebundene Arzneimittel fĂŒr deutsche Kunden! Die einzige offene Frage ist aktuell noch, ob dies auch dann gilt, wenn die Arznei bei einer auslĂ€ndischen Versandapotheke bestellt und in einer deutschen Apotheke abgeholt wird.

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Selbstbedienungskassen: Bewusst falsches Einscannen ist Diebstahl

5. Oktober 2013
cc by wikimedia/ Schumin

cc by wikimedia/ Schumin

Noch gibt es in Deutschland nur an wenigen Orten Kassen, an denen man selbst zahlen kann. Die SB-Kassen sollen Personalkosten reduzieren und lange Warteschlangen ersparen. Die Anschaffung ist jedoch teuer und die Betrugsmöglichkeiten der Kunden um so höher. So stehen zum Beispiel an immer mehr Selbstbedienungskassen wieder Mitarbeiter.

An Kassen, an denen keine Mitarbeiter darauf achten, was man scannt, ist die Versuchung natĂŒrlich groß, einfach gĂŒnstigere Produkte einzuscannen. Hier sollte man sich jedoch bewusst sein, dass dies als Diebstahl gewertet wird! Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor. In dem konkreten Fall hatte ein Mann an einer SB-Kasse einen „Playboy“ im Wert von fĂŒnf Euro mitgenommen und dafĂŒr an der Kasse den herausgerissenen Strichcode der Tageszeitung „WAZ“ gescannt, die nur 1,20 Euro kostet. Auf diese Weise „erwarb“ er spĂ€ter noch das Magazin „Stern“ zu einem gĂŒnstigeren Preis.

Dies kam heraus und der Mann musste sich vor Gericht verantworten. WÀhrend das Landgericht Essen sein Verhalten noch als strafbarer Computerbetrug wertete, sah das Oberlandesgericht dies anders und bewertete es als Diebstahl. Der Mann habe ja nicht die Datenverarbeitung der Kasse selbst manipuliert. Die Geldstrafe in Höhe von 100 Euro, die die Vorinstanz verhÀngt hatte, wurde bestÀtigt.

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Abschaffung der RoaminggebĂŒhren wohl vorerst nicht absehbar

30. September 2013
cc by fysik-kemi-tjek rayand

cc by fysik-kemi-tjek rayand

Wohl fast alle Reisenden wĂŒnschen sich heutzutage, dass sie ihr Smartphone im Urlaub oder auf GeschĂ€ftsreisen ebenso sorglos benutzen können wie im Heimatland. Dies ist jedoch dank hoher RoaminggebĂŒhren oft nicht einfach so möglich. Um so erfreuter waren viele, das die EU vor einiger Zeit eine Änderung der GebĂŒhren ankĂŒndigte.

Vor wenigen Wochen war sogar die Rede davon, die RoaminggebĂŒhren ganz abzuschaffen, doch dies steht wohl aktuell noch in den Sternen. Medienberichten zufolge gebe es kein Land, das nicht EinwĂ€nde gegen die geplante Neuregelung habe. Vor allem frage man sich, wie die Mobilfunkunternehmen die dadurch entstehenden EinnahmenausfĂ€lle ausgleichen sollen.

In dieser Woche ist diesbezĂŒglich ein erneutes Treffen mit der EU-Kommission angesetzt. Den aktuellen PlĂ€nen zufolge sollen Handytelefonate sowie die Nutzung des mobilen Internets bereits ab Mitte 2014 im EU-Ausland nicht mehr kosten als im eigenen Land. Da Experten jedoch bezweifeln, dass diese Regelung eine Mehrheit erhalten werde, mĂŒssen Verbraucher wohl noch lĂ€ngere Zeit darauf warten…

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Neues Gesetz gegen „Abzocke“

23. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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So manch ein Verbraucher wurde bereits nervös, wenn unberechtigte Zahlungsaufforderungen oder Schreiben mit hohen AbmahngebĂŒhren ins Haus flattern. Wie bereits das eine oder andere Mal an dieser Stelle berichtet, kommt ein neues Gesetz gegen solche Methoden der „Abzocke“. Dieses hat am vergangenen Freitag den Bundesrat passiert.

Konkret sehen die neuen Regeln vor, dass zum Beispiel Inkasso-Unternehmen in Zukunft genau erklĂ€ren mĂŒssen, fĂŒr wen und warum sie das Geld eintreiben. Die Branche soll zudem grundsĂ€tzlich strenger beobachtet werden. Der Bußgeldhöchstsatz bei VerstĂ¶ĂŸen wurde von 5.000 auf 50.000 Euro erhöht. Bei Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen privater Internetnutzer dĂŒrfen AnwĂ€lte bald nur noch GebĂŒhren in Höhe von maximal 148 Euro berechnen. Bisher wurden hier schnell mehrere hundert Euro fĂ€llig.

Desweiteren sind GewinnspielvertrĂ€ge nur gĂŒltig, wenn sie in Schriftform, also per Fax, Brief oder Mail, abgeschlossen wurden. Am Telefon ist dies nicht mehr möglich. So steigt bei unerlaubten Werbeanrufen das Bußgeld von 30.000 Euro auf 300.000 Euro, was kĂŒnftig auch fĂŒr den Einsatz von automatischen Anrufmaschinen gilt. Die Neuregelungen sollen noch in diesem Herbst in Kraft treten. Nur der Bereich der Inkasso-Schreiben soll im kommenden Jahr neu geregelt werden.

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