Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Finanzen’

Internet: Abmahn-Geb├╝hren f├╝r Privatleute auf 150 Euro begrenzt!

21. August 2013
cc by flickr/ pcsiteuk

cc by flickr/ pcsiteuk

Ende Juni beschloss der Bundestag eine entsprechende ├änderung des Urheberrechts um Verbraucher besser vor der Abzocke im Internet zu sch├╝tzen. Immer wieder hatten Privatpersonen aufgrund von illegal heruntergeladenen oder geteilten Filmen oder Songs Abmahngeb├╝hren von bis zu 3.000 Euro zahlen sollen. Die entsprechende gesetzliche ├änderung ist noch nicht in Kraft, jedoch k├Ânnen Gerichte sie bereits jetzt anwenden.

Dies hat das Amtsgericht Hamburg getan und damit ein wom├Âglich wegweisendes Urteil gef├Ąllt. Es wurde ├╝ber eine gesetzliche Geb├╝hrendeckelung f├╝r Anw├Ąlte in solchen F├Ąllen entschieden. Wie hoch die Anwaltsgeb├╝hren bei Abmahnungen ausfallen, ist abh├Ąngig vom Streitwert. Bei heruntergeladenen Titels war dieser bisher unbestimmt, weshalb einige Anw├Ąlte f├╝r einen einzelnen Musiktitel zum Beispiel 2.000 oder 3.000 Euro berechneten.

Bei privatem Filesharing sind jedoch in Augen des Gerichts maximal 1.000 Euro angemessen. Das bedeutet, dass bei Privatleuten die Abmahn-Geb├╝hren im Normalfall nicht ├╝ber 150 Euro liegen sollten. Das Urteil hatte die Verbraucherzentrale Hamburg erwirkt.

Finanzen , ,

Die Klitschkos f├╝r den Mittelstand – die Kampagne „Champs for Champs“

8. August 2013

Die Klitschkos in unbekannter Umgebung ÔÇô f├╝r ihre neue Kampagne ÔÇ×Champs for ChampsÔÇť suchen die beiden Box-Legenden keine talentierten Nachwuchsboxer, sondern bieten den Helden des Mittelstandes eine B├╝hne.


Worum es geht:
Viele mittelst├Ąndische Unternehmen sind nur innerhalb ihrer Branche bekannt, w├Ąhrend man ihre Namen im Alltag so gut wie nie h├Ârt. Dabei leisten auch diese Unternehmen vieles und verdienen es nach Ansicht der Klitschko-Br├╝der, bekannt gemacht zu werden. Aus diesem Grund bietet ÔÇ×Champs for ChampsÔÇť den Unternehmen eine B├╝hne, um sich selber der ├ľffentlichkeit zu pr├Ąsentieren und f├╝r die Leistungen der eigenen Firma zu werben. Allerdings sollen auch andere Kompetenzen wie Innovationskraft oder soziales Engagement der einzelnen Firmen vorgestellt werden.

Teilnahme und Regelungen:
Wer mit seiner Firma bei ÔÇ×Champs for ChampsÔÇť mitmachen m├Âchte, der kann sich f├╝r die Aktion auf der Homepage der Klitschkos anmelden. Anschlie├čend muss der Chef sein Unternehmen in Textform vorstellen und auch erkl├Ąren, warum er seine Firma f├╝r den ÔÇ×ChampÔÇť h├Ąlt. Alle registrierten Unternehmen stehen dann zum Voting offen und potentielle Kunden bzw. Fans der Klitschko-Br├╝der k├Ânnen f├╝r die einzelnen Firmen abstimmen. Am 11. Oktober werden dann die drei Firmen mit den meisten Stimmen pr├Ąsentiert. F├╝r das Unternehmen auf dem dritten Platz gibt es als Gewinn zehn gro├če Werbeplakate. Die Firma auf Platz 2 bekommt zus├Ątzlich zu den 10 gro├čen Werbeplakaten eine Werbeanzeige in einer regionalen Zeitung geschenkt. Den Erstplatzierten winkt dagegen ein Fotoshooting sowie ein Werbespot mit den beiden Klitschkos, welcher danach in einem regionalen Kino pr├Ąsentiert und eine Woche lang ausgestrahlt wird. Auf diese Weise soll nicht nur der Bekanntheitsgrad der Unternehmen auch au├čerhalb der Branche gesteigert, sondern auch potenzielle Kunden gewonnen werden.

Finanzen ,

H├Âhere Geb├╝hren f├╝r Anw├Ąlte und Notare!

5. August 2013
cc by flickr/ jphintze

cc by flickr/ jphintze

Das letzte Mal wurden die Geb├╝hren f├╝r Rechtsanw├Ąlte im Jahr 2004 erh├Âht. Seit dem 1. August 2013 gilt das zweite Kostenrechtsmodernisierungsgesetz, welches daf├╝r sorgt, dass nicht nur die Geb├╝hren f├╝r Anw├Ąlte und Notare steigen, sondern auch Gerichtskosten teurer werden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft rechnet dabei im Bereich der Rechtsschutzversicherungen mit einer Ausgabensteigerung um 16 Prozent, also rund 375 Millionen Euro.

Begr├╝ndet wird diese Anpassung bei den Notaren mit einer veralteten Geb├╝hrentabelle aus dem Jahr 1986, bei den Anw├Ąlten mit wachsender Konkurrenz und dabei weniger Prozessen und vielen Gerichten f├Ąllt es immer schwerer ihre Kosten zu decken. Dies wird nun auf die B├╝rger und die Rechtsschutzversicherungen umgelegt.

Anwaltsgeb├╝hren steigen laut Experten auf diese Weise um im Schnitt zw├Âlf Prozent, die Notarkosten um 15 Prozent und Gerichtskosten um 18 Prozent. Scheidungen werden damit in Zukunft also ebenso teurer wie Arbeitsrechtsprozesse, zum Beispiel im Bereich K├╝ndigungsschutz, oder Immobilienk├Ąufe. Rechtsschutzversicherungen werden zudem langfristig wohl die steigenden Kosten auf die Beitr├Ąge umlegen.

Finanzen , ,

Ärztefehler: Schmerzensgeld statt Nachbesserung

31. Juli 2013
cc by flickr/ heipei

cc by flickr/ heipei

Nach Sch├Ątzungen des Medizinischen Dienstes sehen sich rund 40.000 Versicherte pro Jahr mit ├Ąrztlichen Behandlungsfehlern konfrontiert, die dann vor Gericht landen. In solch einem Fall gibt es kein Recht auf Nachbesserung von Seiten des entsprechenden Arztes, sondern den Patienten stehen Schmerzensgeld und Schadenersatz zu.

Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Jena hervor, auf das die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins hinweist. In dem konkreten Fall ging es um eine Patientin, die von ihrem Zahnarzt eine Krone und ein Inlay eingesetzt bekommen hatte. Kurz darauf musste sie in der Nacht wegen starker Schmerzen zu einer Notbehandlung. Dabei zeigte sich, dass unter der F├╝llung und dem Zahnersatz Karies vorhanden war, den der behandelnde Zahnarzt nicht entdeckt hatte.

Das Gericht entschied in diesem Fall, dass es hier kein Recht auf Nachbesserung gebe, vielmehr bestehe ein Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadenersatz. Nach solch einem Fehler sei das Verh├Ąltnis zwischen Arzt und Patient gest├Ârt und Patienten m├╝ssten sich deshalb nicht noch einmal bei dem entsprechenden Arzt in Behandlung geben.

Finanzen , ,

Surf-Geschwindigkeit: Bundesnetzagentur misst noch einmal

26. Juli 2013
cc by flickr/ Vibrant Spirit

cc by flickr/ Vibrant Spirit

Wie vor wenigen Monaten berichtet, hatte die Bundesnetzagentur mit Hilfe von rund einer Viertelmillionen Internet-Nutzer gemessen, ob die Anbieter die Geschwindigkeits-Versprechen beim Surfen auch einhalten. Heraus kam, dass die Anbieter deutlich schnellere Verbindungen versprechen als sie in der Praxis einhalten. Die Bundesnetzagentur m├Âchte nun pr├╝fen, ob sich beim Breitbandanschluss etwas ver├Ąndert hat.

Bis zum Jahresende haben Kunden die M├Âglichkeit, hier ihren Breitbandanschluss testen zu lassen und sehen wie schnell er wirklich ist. Die Messdaten werden dabei alle vollst├Ąndig dargestellt. Die Ergebnisse flie├čen in die Studie der Bundesnetzagentur ein.

Bei der letzten Studie zeigte sich, dass Daten oft deutlich langsamer ├╝bertragen werden, als die in der Werbung angegebenen Maximalgeschwindigkeiten. Zudem wurde moniert, dass fast alle Anbieter flexible Angaben zur nutzbaren Bandbreite machen. Kunden m├╝ssten hier genauer und verst├Ąndlicher informiert werden. Die Bundesnetzagentur fordert au├čerdem, dass Anbieter K├╝ndigungsrechte und Entsch├Ądigungsanspr├╝che deutlicher kommunizieren sollten.

Finanzen , , , ,