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Archiv für die Kategorie ‘Finanzen’

Geldabheben mit dem Personalausweis

24. April 2013
Quelle: wikimedia

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Seit einiger Zeit haben BundesbĂŒrger die Möglichkeit die Online-Funktionen des neuen Personalausweises freizuschalten. Laut Experten ist die Anzahl derer, die dies nutzen, bisher verschwindend gering. Die einen wissen zu wenig darĂŒber, die anderen haben Sicherheitsbedenken. So wird natĂŒrlich nach neuen Wegen gesucht, die Online-Dienste den Leuten schmackhaft zu machen.

Vor wenigen Wochen hat die Bundesdruckerei im Rahmen der Messe Cebit ein Pilotprojekt gestartet, mit dem es möglich ist, mit dem Personalausweis Geld am Automaten abzuheben. DafĂŒr muss man natĂŒrlich im Besitz eines neuen Ausweises sein und sich fĂŒr die Online-Dienste registriert haben. Der Automat arbeitet mit einem kontaktlosen LesegerĂ€t, das bedeutet, dass man den Ausweis nur auf eine Platte legt und nicht mehr in einen Schlitz einfĂŒhrt. Damit der Ausweis nicht vergessen wird, spuckt der Automat erst dann Geld aus, wenn das Dokument wieder entfernt wurde.

ZunĂ€chst muss man sich beim Automaten anmelden, wobei die Kontonummer fĂŒr das Konto, von dem man Geld abheben möchte, abgefragt wird. Bei jedem Abheben muss die sechsstellige PIN des Ausweises eingegeben werden. Abgewickelt werden die GeschĂ€fte ĂŒber die Biw-Bank, die den entsprechenden Betrag als Lastschrift vom angegebenen Konto abbucht. Zu Beginn gilt ein Limit von 200 Euro am Tag und 1.000 Euro in der Woche. Aktuell findet man solch einen Automaten im Foyer der Bundesdruckerei in Berlin. Im Laufe des Jahres sollen weitere Standorte dazukommen.

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Scope will US-Ratingagenturen Konkurrenz machen

16. April 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Bekanntermaßen haben die großen Ratingagenturen in den USA, Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s einen großen Einfluss auf die Weltwirtschaft und das internationale Finanzwesen und werden in diesem Zusammenhang immer wieder mit Ereignissen wie der Finanzkrise in direkten Zusammenhang gebracht. FĂŒr unter anderem Europa ist dieser große Einfluss mehr und mehr ein Problem, so dass es nur eine Frage der Zeit war bis es die ersten ernsthaften VorstĂ¶ĂŸe fĂŒr eine europĂ€ische Ratingagentur gibt.

Bisherige AnlĂ€ufe sind bis jetzt gescheitert, wie zuletzt Unternehmensberater Roland Berger mit seinem Projekt. Am heutigen Dienstag nimmt nun Scope seine TĂ€tigkeit als europĂ€ische Ratingagentur auf. Bisher kannte man das Unternehmen vor allem fĂŒr seine Bewertungen von mittelstĂ€ndischen Unternehmen und Fonds. Zu Beginn wolle man von 40 bis 80 Finanzinstituten umfassende Ratinganalysen durchfĂŒhren. Generell wolle man eine breite Palette an Ratings anbieten.

Scope gebe sich dabei nicht mit einer Nischenrolle zufrieden, sondern wolle sich auf Augenhöhe mit den drei großen US-amerikanischen Ratingagenturen bewegen. Sitz der Sparte ist in London und geleitet wird sie von Sam Theodore, der bereits fĂŒr Moody’s und die EuropĂ€ische Bankenaufsichtsbehörde EBA tĂ€tig war.

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Hartz IV: VW-Bus gilt nicht als Unterkunft

6. April 2013
cc by wikimedia/ ONordsieck

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Seit Jahren steigen die Mieten und die Energiekosten in Deutschland. Wie einige Studien inzwischen gezeigt haben, wurde der Hartz-IV-Satz jedoch nicht ausreichend an diese immer weiter laufende Entwicklung angepasst. So gehen Experten davon aus, dass immer mehr Hartz-IV-EmpfĂ€nger auf einem Campingplatz landen um der Obdachlosigkeit zu entgehen. Ob dies rechtens ist und fĂŒr welche Leistungen hier das Jobcenter aufkommt, ist umstritten.

Eigentlich ist ein Erstwohnsitz auf einem Campingplatz nicht zulĂ€ssig, trotzdem wird dies von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. WĂ€hrend die Kommunen zum Beispiel in ThĂŒringen die Kosten erstatten, gilt dies nicht in Sachsen-Anhalt. Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts ist ein Wohnmobil als Unterkunft anerkannt, auf einen umgebauten Pkw wie einen VW Bus trifft dies jedoch laut dem Landessozialgericht Rheinland-Pfalz nicht zu.

Ein umgebauter Pkw garantiere keine PrivatsphĂ€re und sei damit keine Unterkunft, auf die der Inhaber AnsprĂŒche auf Hartz-IV-Leistungen habe. In dem konkreten Fall verlangte ein Mann ohne festen Wohnsitz, der in einem VW Bus lebte, vom zustĂ€ndigen Jobcenter verschiedene Ersatzteile fĂŒr das Fahrzeug sowie eine Pauschale fĂŒr die Heizung und die Übernahmen der Kfz-Steuer.

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Lottopanne: Wenn aus Freude Frust wird

5. April 2013
cc by wikimedia/ Iamhere

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In dieser Woche kam es zu einer Art historischer Panne beim Lotto. Bei der Ziehung am Mittwoch waren zwei Kugeln steckengeblieben und sind damit nicht in der Trommel gelandet. Das ZDF stellte viel zu spĂ€t fest, dass die Ziehung ungĂŒltig war. So dachten fĂŒr einige Minuten ein paar wenige, sie hĂ€tten im Lotto gewonnen, was dann jedoch nicht der Fall war!

Nun stehen in solch einem Fall natĂŒrlich Fragen im Raum zum Beispiel nach SchadensansprĂŒchen. GrundsĂ€tzlich werden die Lottozahlen „ohne GewĂ€hr“ verkĂŒndet. Das bedeutet, dass die Verantwortlichen fĂŒr solche Fehler nicht haften mĂŒssen. Die einzige Möglichkeit wĂ€re, eine Schadensersatzforderung wegen der genommenen Gewinnfreude einzureichen, die jedoch hier in Deutschland im Gegensatz zu zum Beispiel den USA wenig Aussichten auf Erfolg hat.

Noch hĂ€rter kann die Situation fĂŒr vermeintliche Gewinner sein, die vielleicht in einer Kurzschlusshandlung ihren Job gekĂŒndigt haben oder anderen Menschen Teile vom Gewinn versprochen haben. Eine KĂŒndigung muss stets schriftlich erfolgen, eine E-Mail oder ein Anruf beim Chef reichen da nicht aus. Wer jedoch einen Brief losgeschickt hat, sollte unbedingt einen Widerruf hinterherschicken. MĂŒndliche Schenkungsversprechen sind ĂŒbrigens ungĂŒltig. Es muss hier eine notarielle Beglaubigung vorliegen.

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Festgeld: Zum Teil durchaus sinnvolle Angebote

2. April 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Momentan haben es Sparer alles andere als leicht. Die Zinsen bei sicheren Anlageformen wie Tages- oder Festgeld sind auf einem historischen Tiefstand und liegen damit unterhalb der Inflationsrate. Das bedeutet, dass das Geld stetig an Kaufkraft verliert, denn Zinsen sollten immer nach Möglichkeit ĂŒber der Inflationsrate liegen, um diese mindestens auszugleichen.

Trotzdem rĂ€t die unabhĂ€ngige Finanzberatung FMH Kunden, durchaus die Augen nach guten Festgeldangeboten offen zu halten. Einige Banken wĂŒrden derzeit durchaus Angebote mit Zinsen oberhalb der Inflationsrate von aktuell 1,5 Prozent anbieten. Wer sein Geld zum Beispiel ein Jahr oder drei Jahre fest anlegt, muss sich in dieser Zeit keine Sorgen um die Zinsen machen, denn beim Festgeld bleiben diese konstant.

Zu beachten ist allerdings, dass einige Banken nicht automatisch darĂŒber informieren, dass das Festgeld auslĂ€uft. Wer sich hier nicht selbst darum kĂŒmmert, dem kann es passieren, dass das Institut das Geld autokratisch fĂŒr noch einmal den selben Zeitraum anlegt.

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