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Archiv für die Kategorie ‘Futures’

Deutschland bekommt immer mehr BilliglÀden

1. Juni 2010

In Zeiten der Krise erleben Discounter und Ein-Euro-LĂ€den einen erneuten Aufschwung. Immer mehr Menschen mĂŒssen sparen und suchen daher wieder verstĂ€rkt den Weg zu gĂŒnstigeren LĂ€den. So wird es auch niemanden wundern, dass große Ketten wachsen und wachsen.

So erweitert beispielsweise der Billiganbieter Tedi immer mehr seinen Kundenstamm, ist inzwischen sogar deutscher MarktfĂŒhrer in diesem Segment und expandiert in Windeseile. Laut eigenen Angaben eröffnet jeden zweiten Werktag in Deutschland eine neue Tedi-Filiale. Derzeit gibt es rund 1.000 Zweigstellen mit circa 6.000 Mitarbeitern, viele davon in Teilzeit. In nĂ€chster Zeit soll sich das Angebot auf rund 2.000 LĂ€den verdoppeln.

Dieses Wachstum könnte aber auch mit einem kleinen Umdenken in der Branche zu tun haben, denn immer mehr eröffnen Filialen in guter Lage und mit einem klaren Konzept. Das Durcheinander eines Ein-Euro-Ladens soll also bald der Vergangenheit angehören. Immer seltener werden Rest- und Sonderposten eingekauft, sondern viel eher bei spezialisierten Billigwaren-Herstellern in Asien.

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Rettungsplan fĂŒr Griechenland steht!

12. April 2010

Wie es aussieht, konnten sich am Sonntag in BrĂŒssel die Finanzminister des Euro-Gebiets auf Details fĂŒr die Hilfe fĂŒr das hoch verschuldete Griechenland einigen. Es sei aber noch nicht ganz klar, wann dieser Notfallplan greifen wĂŒrden, denn laut Angaben des Vorsitzenden der Ministerrunde, Jean-Claude Juncker, habe Greichenland noch nicht nach konkreten Mitteln gefragt.

So ist der Plan der Euro-LÀnder wohl eher eine grundsÀtzliche Einigung auf mögliche Hilfen. Tritt dieser Fall ein, wollen die Staaten im ersten Jahr 30 Milliarden Euro aufbringen, falls soviel nötig sein sollte. Diese Hilfen sollten dann noch vom Internationalen WÀhrungsfonds ergÀnzt werden.

Auch auf die ZinssĂ€tze konnten sich die Minister einigen: Knapp fĂŒnf Prozent Zinsen seien fĂŒr einen Kredit fĂŒr drei Jahre fĂ€llig. Subventionierte Zinsen soll es fĂŒr Griechenland nicht geben. Durch diese frĂŒhzeitige Einigung erhoffen sich die Minister im Ernstfall schneller handeln zu können.

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Wertvolle Ballen

7. Oktober 2009

Wegen der weltweiten Rezession wurde Baumwolle billiger. Jetzt steigen Nachfrage und Preise wieder. Baumwolle ist einer der wichtigsten Grundstoffe der Textilindustrie. Im Zuge der Wirtschaftskrise wurden weniger Textilien produziert und verkauft. Die Bekleidungshersteller in großen ProduzentenlĂ€ndern wie China, Indien und der TĂŒrkei schraubten ihre Baumwollimporte zurĂŒck.

Die Preise der Faser an den SpotmĂ€rkten und jene der Baumwoll-Futures an den Terminbörsen fielen. Allerdings dĂŒrfte die Zeit preiswerter Baumwolle vorbei sein. So prognostiziert die SociĂ©tĂ© GĂ©nĂ©rale, dass mittelfristig eine Stabilisierung einsetzen könnte, wenn sich die Weltwirtschaft erholt. Gleichzeitig wird mit großer Wahrscheinlichkeit das Angebot sinken, da die ErnteertrĂ€ge in der Saison 2009/2010 zurĂŒckgingen, wie das International Cotton Advisory Committee (ICAC) mitgeteilt hat. So ist zum Beispiel in der TĂŒrkei, dem siebtgrĂ¶ĂŸten Baumwollproduzenten der Welt, die AnbauflĂ€che um 25 Prozent geschrumpft. Auch die Konkurrenz von lukrativeren Agrarprodukten wie Bioobst und -gemĂŒse fĂŒhrt zu sinkenden AnbauflĂ€chen.Folge: Die Preise fĂŒr Lieferungen im Dezember 2009 sind auf Basis des entsprechenden Futures (U.S. Cotton No. 2) der Inter Continental Exchange in New York von zirka 0,46 Dollar pro Pound (=0,456 Kilogramm) im MĂ€rz 2009 auf aktuell zirka 0,60 Dollar gestiegen. Die Kontrakte fĂŒr das Jahr 2010 liegen schon bei zirka 0,63 Dollar (MĂ€rz) und 0,65 Dollar (Mai) pro Pound.

FĂŒr Anleger, die auf eine weitere Preissteigerung der weißen Naturfaser setzen, bieten sich Investments in Tracker-Zertifikate auf den Futurepreis an. Mutigere Investoren setzen auf Hebelprodukte. Allerdings können bei Zertifikaten auf Rohstoffe grundsĂ€tzlich Rollverluste entstehen. Die Gefahr droht auch bei Baumwolle wegen der aktuellen Contango-Situation, in welcher der aktuelle Future gĂŒnstiger ist als die folgenden.

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Futures – Weizen, Mais und Soja bieten viel Potential

22. MĂ€rz 2009

futuresSĂ€mtliche Grains bieten, nach einem Rekordjahr 2008 und einem darauf folgenden Absturz, wieder viel Potential fĂŒr Bewegungen nach oben. Letztes Jahr erreichte der Preis fĂŒr ein Scheffel Weizen im MĂ€rz den Rekordpreis von ca. 1250 ct / Scheffel. Auch die beiden anderen Grains, nĂ€mlich Soja und Mais, stiegen in ungeahnte Höhen, wenn auch ein wenig spĂ€ter als Weizen. Soja erreichte sein Hoch im Juli 2008 und Mais Ende Juni/ Anfang Juli.

Einer der HauptgrĂŒnde fĂŒr den Anstieg waren die sehr geringen LagerbestĂ€nde zum Ende des GeschĂ€ftsjahres 2007/08. Diese beliefen sich auf nur 114 Mio. Tonnen Weizen weltweit, die geringsten LagerbestĂ€nde seit ĂŒber 30 Jahren. Diese Tatsache, gepaart mit weiteren preistreibenden Faktoren, ließ den Weizenpreis sowie die Preise fĂŒr alle Grains in ungeahnte Höhen schießen.

Letztes Jahr war die Meinung noch sehr verbreitet, dass vor allem China und Indien sich den Marktturbulenzen entziehen werden können und dafĂŒr die Nachfrage, der in die Rezessionen geratenen Wirtschaften kompensiert werden kann. Ein Trugschluss wie wir heute wissen.

Weitere preistreibende fundamentale Aspekte waren der explodierende Ölpreis, der sich auf die Transportkosten auswirkte sowie Preise fĂŒr DĂŒngemittel, die sich binnen Jahresfrist nahezu verdoppelten. Des Weiteren kamen natĂŒrlich diverse Investoren und Spekulanten hinzu, die auf diesen „fahrenden Zug“ mit aufsprangen und so die Preis weiter trieben.

Mit den ersten Schockwellen der Finanzkrise geriet auch der Weizenpreis (sowie auch die Preise fĂŒr Soja und Mais) stark unter Druck. Ein Grund hierfĂŒr war die weltweite EintrĂŒbung des Wirtschaftsklimas, welches unweigerlich zu weniger Nachfrage fĂŒhrte. Diese Entwicklung ĂŒbertrug sich auch in den Agrarsektor.

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