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Archiv für die Kategorie ‘Geldanlage’

Sparer-Pauschbetrag und Abgeltungssteuer: Wann muss wer zahlen?

10. Dezember 2009

Immer, wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, müssen die meisten unweigerlich über ihre Finanzen nachdenken: Die Steuererklärung steht an und auch die Bank macht die Jahresabrechnung. Seit dem 1. Januar 2009 hat sich so manches in Sachen Sparvermögen geändert. Also, was war nochmal die Abgeltungssteuer oder der Sparer-Pauschbetrag und wann muss ich zahlen?

Der Sparer-Pauschbetrag ist nichts anderes als der Sparerfreibetrag, hier hat sich lediglich der Name geändert. Er liegt immer noch bei 801 Euro pro Jahr für Alleinstehende und folglich bei 1.602 Euro für Ehepaare. Bis zu dieser Grenze kann jeder Kapitalerträge pro Jahr einnehmen, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen. Voraussetzung hierfür ist aber, dass man bei der Bank rechtzeitig einen Antrag stellt! Das geht inzwischen in den meisten Fällen auch schnell per Online-Banking.

Doch wie viel Geld kann ich sparen ohne Abgeltungssteuer zahlen zu müssen? Das ist von den jeweiligen Zinsen abhängig: Liegt der Zinssatz beispielsweise bei 2% ist für ledige eine Geldanlage bis zu 40.050n Euro steuerfrei möglich. Bei Ehepaaren verdoppelt sich jeweils einfach der Betrag.

Bei einem Zinssatz von 3% kann man 26.700 Euro anlegen und liegt er bei 4% sind 20.025 Euro noch im Rahmen.

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Triodos Bank: Neue Bank mit neuem Konzept

6. Dezember 2009

Da könnte man doch meinen, dass momentan während der Finanzkrise nicht gerade der beste Zeitpunkt ist um mit seiner Bank zu expandieren und neue Kunden zu werben. Doch die niederländische Triodos Bank beweist, dass man mit anderen und vor allem vertrauenswürdigen Konzepten sich durchaus auf dem Markt behaupten kann. Man lässt einfach alles weg, was die anderen Banken falsch gemacht haben…

Nun hat genau diese Bank ihre erste Filiale in Deutschland eröffnet. Die Triodos Bank ist also keine normale Bank. Hier können die Kunden genau sehen, was aktuell mit ihrem Geld geschieht, nämlich meist nur Gutes. So hat sich die Bank dazu verpflichtet, “Geld ausschließlich zur Finanzierung von Unternehmen, Institutionen und Projekten zu verwenden, die zum Wohle von Mensch und Umwelt beitragen – indem sie beispielsweise aus den Bereichen erneuerbare Energien, Naturkost, nachhaltige Immobilien, soziale Dienstleistungen oder Mikrofinanzierung kommen.”

Auf der Website findet man alle Firmen und Projekte, in die investiert werden. Größtmögliche Transparenz heißt das Prinzip. Unternehmen, die zum Beispiel an Tierversuche, der Waffenindustrie, Glücksspielen oder Kernenergie beteiligt sind, wird kein Kredit gewährt. Es sollen nur Projekte gefördert werden, die der Gesellschaft, der Kultur oder der Umwelt dienen.

Zunächst kann man als Privatkunde bei der Triodos Bank nur ein Tagesgeldkonto und einen Sparplan eröffnen. Bis Ende nächsten Jahres sind aber auch ein Girokonto oder Investmentfonds geplant. Auch Angebote für Geschäftskunden sollen folgen.

Eine tolle Idee und ein wirklich vorbildliches Projekt. Da könnte man glatt wieder einer Bank Vertrauen schenken…

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Immer mehr Anleger setzen auf Absolute-Return-Fonds

29. November 2009

Durch die Finanzkrise setzen immer mehr Anleger in Sachen Fonds auf mehr Berechenbarkeit. Sie suchen nach Anlegemöglichkeiten, die einigermaßen hohe Renditen sichern und das auch in harten Zeiten. Daher stehen Absolute-Return-Fonds bei vielen hoch im Kurs.

Angeblich soll bei diesen das Risiko deutlich geringer als bei Geldmarktfonds sein und das noch bei höheren Renditen. So setzen die Anleger verstärkt auf eine gute Performance und nicht mehr auf irgendwelche vielversprechenden Verpackungen.

Doch leider können auch viele dieser Fonds ihre Versprechen nicht halten. Rund 60% aller Produkte schnitten zwar gut ab, doch vom Rest sollte man die Finger lassen! Eine gute und ausführliche Beratung ist hier ein absolutes Muss. Man sollte sich genau erklären lassen wie der Fonds funktioniert, denn bei so manchen Fondsgesellschaften gibt es keine klare Abgrenzung von Absolute- und Total-Return-Fonds. So sind hinter manchen Fonds einfach normale oder geldmarktnahe Rentenfonds versteckt. Einige setzen wiederum auf den Einsatz von Derivaten und wetten auch auf fallende Kurse.

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Selbstständige und Freiberufler immer noch skeptisch bei Rürup-Rente

3. November 2009

Nach einer aktuellen Umfrage des Hamburger Versicherers Condor fühlt die Mehrheit der Selbstständigen und Freiberufler sich in Sachen Rürup-Rente schlecht informiert. Und das in vielen Fällen zurecht, denn erstens wird das Thema Rürup-Rente häufig vernachlässigt und zweitens, steigt man dann endlich einigermaßen hinter das Modell, wird einem bewusst, dass es auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist.

Vier Jahre nach der Einführung der Rürup-Rente eine bittere Erkenntnis. Fast die Hälfte aller Befragten konnte nicht einmal sagen, ob für sie die Rürup- oder die Riester-Rente das bessere Modell ist. Okay, bei der Auswahl fällt das auch schwer…

Werden momentan die Leute bei der Riester-Rente schon geprellt, da nach Expertentests herauskam, dass bei vielen Angeboten die Gebühren an die Bank höher als die Auszahlungen sind, die man am Ende bekommt, so ist die Rürup-Rente noch komplizierter und teils mit noch mehr Nachteilen verbunden.

Selbstständige und Freiberufler, denen gar nichts anderes übrig bleibt als ihre Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen, können zwar in der Sparphase 68% der eingezahlten Beiträge als Sonderabgaben von der Steuer absetzen, jedoch müssen alle, die nach dem Jahr 2040 in Rente gehen 100% der Rente versteuern. Unterm Strich bleibt dann nicht mehr so viel. Um an die Auszahlungen zu kommen muss man auch mindestens 60 sein, d.h. alle unter 30 haben bei der Rürup-Rente erhebliche Nachteile.

Zusätzlich hat man bei Renteneintritt keine Garantie, dass alle Einzahlungen sicher sind, da die Beiträge entweder in Zinspapiere oder häufiger jedoch in fondsgebundene Versicherungen fließen.

Als Selbstständiger oder Freiberufler bleiben einem dann nicht mehr viele Alternativen um für das Alter vorzusorgen… Trotzdem sollte sich jeder einmal genauestens über die Rürup-Rente und weitere Möglichkeiten informieren und das am besten so früh wie möglich! Eigeninitiative und vor allem Vorsicht sind hier gefragt, denn von offiziellen Stellen kann man nichts erwarten.

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Tagesgeld bleibt weiterhin eine attraktive Geldanlage

27. Oktober 2009

In letzter Zeit haben wir mehrfach darüber berichtet: Die Zinsen beim Tagesgeld lohnen sich nicht mehr wirklich und es ist auch keine Besserung in Aussicht, wohl eher im Gegenteil. Trotzdem halten die Deutschen einer aktuellen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung zufolge an ihren Tagesgeldkonten fest.

50% der 2000 Befragten halten trotz niedriger Zinsen Tagesgeld für eine attraktive Anlageform. 32% könnten sich eine Umschichtung ihrer Anlagen vorstellen und auch das Wohneigentum scheint in der Gunst der Anleger gestiegen zu sein.

Lustigerweise gaben immerhin ganze 18% an, ihr Vermögen am liebsten zuhause unter dem Kopfkissen aufbewahren zu wollen, es dann aber vernünftigererweise doch in sichere Anlageformen wie das Tagesgeld stecken…

Bei den meisten Anlegern hat die Finanzkrise also Spuren hinterlassen, das merkt man auch daran, dass im Durchschnitt nur noch einkommensstarke Haushalte in Aktien oder Fonds investieren.

Und so hat sich logischerweise auch das Sparverhalten leicht gewandelt. 65% wollen wie bisher weiter sparen. Ganze 32% ab jetzt noch mehr ausgeben als vorher und nur 16% geben an mehr als bisher sparen zu wollen.

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