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Archiv für die Kategorie ‘L√∂hne & Geh√§lter’

Nach Ruhestand weiterarbeiten: Verdienstgrenze beachten

29. August 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Schon jetzt reichen vielen √§lteren Menschen ihre Renten nicht mehr aus. So m√ľssen immer mehr von ihnen auch im Ruhestand weiterarbeiten um √ľberhaupt √ľber die Runden zu kommen, was eine aktuelle Studie belegt. In diesem Zusammenhang weist die Deutsche Rentenversicherung Bund darauf hin, dass man unter gewissen Umst√§nden eine Verdienstgrenze beachten muss.

Eine Grenze gibt es f√ľr alle, die vor der gesetzlichen Altersgrenze in Rente gehen, aber noch weiterarbeiten wollen oder m√ľssen. Hier d√ľrfen maximal 400 Euro monatlich dazuverdient werden, ansonsten wird der h√∂here Verdienst mit der Rente verrechnet. Nur zweimal im Jahr darf die Grenze bis zum doppelten Wert, also bis zu 800 Euro, √ľberschritten werden.

Wer mehr Geld hinzuverdienen möchte, hat die Möglichkeit eine sogenannte Teilrente zu beantragen. Dabei gibt es drei Stufen: Die Zwei-Drittel-, die Ein-Halb- und die Ein-Drittel-Teilrente. Die jeweiligen Hinzuverdienstgrenzen werden individuell berechnet. Als Basis dienen die letzten drei Jahresgehälter vor dem Eintritt in die Rente. Einen Unterschied gibt es zudem zwischen den neuen und den alten Bundesländern.

Wer jedoch bereits das gesetzliche Rentenalter erreicht hat, kann dazuverdienen wie viel er oder sie m√∂chte. Der Mehrverdienst muss jedoch versteuert werden. Zudem sollte man sich dabei √ľber m√∂gliche Auswirkungen auf die Krankenversicherungsbeitr√§ge und die Hinterbliebenenrente informieren.

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Minijobber: Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Schwangerschaft

3. Mai 2012
cc by wikimedia/ Nordelch

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Viele deutsche Privathaushalte besch√§ftigen Minijobber zum Beispiel als Putzhilfe. Sie werden damit zum Arbeitgeber, wobei sich viele leider nicht √ľber die damit verbundenen Pflichten im Klaren sind. Der Bund der Steuerzahler weist nun darauf hin, dass Minijobber wie regul√§re Arbeitnehmer auch, ein Recht darauf haben, bei Krankheit oder Schwangerschaft ihren Lohn bezahlt zu bekommen. Ein Umstand, der leider immer wieder vergessen wird.

Was jedoch viele ebenso nicht wissen, ist, dass man als Arbeitgeber von geringf√ľgig Besch√§ftigten im Privathaushalt die M√∂glichkeit hat sich in solchen F√§llen einen Teil oder den kompletten Lohn von der Minijobzentrale zur√ľckzuholen. Laut dem Bund der Steuerzahler erh√§lt man, wenn der Minijobber krank ist, 80 Prozent des weitergezahlten Lohns von der Minijobzentrale zur√ľck. Daf√ľr stellt man den Antrag U1.

Den Antrag U2 stellt man, wenn eine Minijobberin aufgrund von Schwangerschaft ausf√§llt. In diesem Falle erh√§lt man den vollen Lohn zur√ľck sowie die Pauschalbetr√§ge zur Renten- und Krankenversicherung. Die Antr√§ge findet man direkt auf der Website der Minijobzentrale, wo man sie sich einfach herunterladen kann.

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DIW: Jeder dritte junge Deutsche lebt von Niedriglohn!

3. April 2012
cc by flickr/ ninette_luz

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Seit einigen Jahren weisen Experten wie die des Deutschen Instituts f√ľr Wirtschaftsforschung (DIW) immer wieder darauf hin, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland immer gr√∂√üer wird. Dies belegt auch eine erneute Studie des DIW und zeigt dabei auf, dass junge Menschen immer weniger Chancen auf einen beruflichen Aufstieg haben.

Laut der Studie lebt jeder dritte Erwachsene in Deutschland von einem Einkommen, das unter der Niedriglohn-Schwelle liegt. Diese Grenze liegt laut dem Bericht bei zwei Drittel des Durchschnittslohns. Im Westen w√§re dies ein Stundenlohn von 9,53 Euro und in Ostdeutschland ein Wert von 7,22 Euro die Stunde. Bei jungen Menschen liegt der Anteil der Geringverdiener deutlich unter dem deutschen Durchschnitt. Nicht einmal die H√§lfte aller jungen Menschen w√ľrde es innerhalb von f√ľnf Jahren schaffen ein h√∂heres Einkommensniveau zu erreichen.

Die besten Aufstiegsm√∂glichkeiten h√§tten gut ausgebildete junge Erwachsene, die Vollzeit in Unternehmen angestellt sind. Problematisch sei weiterhin die Aufstiegssituation der Frauen. Generell werde die Kluft zwischen Armen und Reichen immer gr√∂√üer: Das obere F√ľnftel der Bev√∂lkerung verf√ľge √ľber ein Einkommen, das 4,5 Mal so hoch sei wie das des unteren F√ľnftels.

Als Gegenma√ünahmen schlagen die Experten des DIW zum Beispiel eine Verm√∂genssteuer von 0,5 Prozent vor. Diese solle gezielt die rund 400.000 Million√§re in Deutschland belasten, was dem Staat j√§hrlich zus√§tzliche 9,4 Milliarden Euro bringen w√ľrde. Auch eine Steuer auf Luxusg√ľter sei denkbar.

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Minijob: Fast alle mit zu geringem Lohn

20. Januar 2012
cc by flickr/ FlubbelEmpire

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Die soziale Schieflage in Deutschland bekommen immer mehr Menschen zu sp√ľren. So hat die Hans-B√∂ckler-Stiftung in neuen Studien gezeigt, dass ganze neun von zehn Minijobber Niedrigl√∂hne beziehen. Vor allem Frauen und Hartz-IV-Empf√§nger geraten immer mehr in die Niedriglohnfalle.

In Deutschland verdienen 1,2 Millionen Menschen weniger als 5 Euro die Stunde. Davon befinden sich laut der Hans-B√∂ckler-Stiftung ganze 58 Prozent in Minijobs! Besonders schlecht bezahlt werden Arbeitnehmer, die neben dem Minijob noch Hartz IV beziehen. Gleichzeitig weist die Stiftung auch darauf hin, dass Minijobber sich nicht mit solchen Hungerl√∂hnen abspeisen lassen m√ľssen.

Grunds√§tzlich stehe Minijobbern der gleiche gesetzliche Tariflohn zu wie anderen Arbeitnehmern. Gibt es in der Sparte keinen Tariflohn, so k√∂nne man sich im Internet √ľber die branchen√ľblichen Geh√§lter informieren. Gleiches gilt auch f√ľr den Tariflohn. Liegt der Lohn ein Drittel unter dem Tariflohn, sei er sittenwidrig und der Arbeitgeber k√∂nne verklagt werden. Vor dem Annehmen eines Minijobs sollte man sich zudem genau √ľber die eigenen Rechte bei der Minijob-Zentrale informieren. Tja, wenn dies alles immer so einfach w√§re… Sind hier nicht vor allem die Unternehmer in die Pflicht zu nehmen?

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Gehälter: Immer noch große Unterschiede zwischen Ost und West

4. Januar 2012
cc by flickr/ coolplatanos

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Schon vor Jahren war klar, dass die Bezahlung im Osten Deutschlands schlechter ist als die im Westen. Daran hat sich immer noch nichts ge√§ndert, was eine Umfrage des Job-Portals Stepstone best√§tigt. Es kommt in Deutschland eben nicht nur darauf an, was man arbeitet, sondern wo man diesen Beruf aus√ľbt.

So verdient jemand in Bayern mit der gleichen Ausbildung und den gleichen Qualifikationen deutlich mehr als seine Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Unterschiede können bis zu 40 Prozent betragen!

Bayern steht mit einem durchschnittlichen Brutto-Jahresverdienst von 51.900 Euro pro Kopf an der Spitze der deutschen Bundesl√§nder, gefolgt von Baden-W√ľrttemberg (50.200 Euro) und Hessen (51.100 Euro). Die ostdeutschen L√§nder hingegen landen im Schnitt unter 40.000 Euro. Den letzten Platz belegt Mecklenburg-Vorpommern mit 32.000 Euro.

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