
cc by flickr/ Images_of_Money
In der vergangenen Woche sorgte eine Studie der Auskunftei Schufa für Aufsehen, die zeigte, dass junge Menschen an sich gute Schuldner sind und fast alle keine Probleme damit haben, ihre Kredite zurückzuzahlen. Doch die größten Kostenfallen wurden in dieser Studie nicht berücksichtigt, auf die nun unter anderem die Verbraucherzentrale Sachsen hinweist.
Die drei häufigsten Gründe, warum Jugendliche bzw. junge Erwachsene in die Schuldenfalle geraten, sind Mobilfunkverträge, der Dispokredit sowie kein ausreichender Versicherungsschutz. Alle drei Gefahren können jedoch umgangen werden. Eine private Haftpflichtversicherung zum Beispiel kostet nur wenige Euro im Monat, bewahrt einen aber bei einem Schaden vor großen finanziellen Problemen, wenn man nicht mehr über die Eltern mitversichert ist.
Viele junge Menschen gehen genauso sorglos mit ihrem Handy wie mit Versicherungen um. Vor allem das stundenlange Surfen im Netz kann zu einer wahren Kostenfalle werden. Eltern sollten unbedingt regelmäßig die Handyrechnung der Kinder kontrollieren. Prepaid-Karten sind eine gute Lösung um zu lernen mit einem gewissen Betrag auszukommen oder es wird ein Tarif gewählt, der auch dem Nutzerverhalten des Handybesitzers entspricht.
Auch der Dispo wird gerne regelmäßig ausgenutzt, doch ist man erst einmal im Minus ist es mit einem kleinen Einkommen nur sehr schwer wieder herauszukommen. Hier hilft das Führen eines Haushaltsbuches. Nur durch solch eine Liste zeigt sich deutlich, für was man sein Geld ausgibt und wie man vielleicht bei gewissen Bereichen sparen kann.
Schulden Geld, Jugendliche, Schuldenfalle, Tipps

cc by flickr/ Images_of_Money
Immer mehr Deutsche sind überschuldet und haben daher bei ihrer Bank ein sogenanntes P-Konto. Dieses soll sicherstellen, dass einem trotz Pfändungen ein gewisser Betrag jeden Monat zum Leben bleibt. Vor zwei Jahren wurden die Pfändungsfreigrenzen das letzte Mal angehoben. Nun wurde endlich eine aktuellere Anpassung beschlossen.
Ab Juli 2013 steigt die Grenze für Alleinstehende auf 1.045,04 Euro pro Monat an. Für einen Unterhaltsgläubiger kommen 393,30 Euro hinzu, für einen zusätzlichen zweiten bis fünften 219,12 Euro. Auf diese Weise sollen auch Unterhaltszahlungen in einem gewissen Rahmen weiterhin gesichert sein.
Die Anpassung der Pfändungsfreigrenzen auf dem P-Konto richtet sich nach der Entwicklung des steuerlichen Freibetrags. Der Grundfreibetrag wurde um 1,57 Prozent angehoben. Die neuen Grenzen beim P-Konto erhöhen natürlich auch die gesicherten Beträge.
Schulden Banken, Geld, Konto, P-Konto, Pfändung

cc by flickr/ Images_of_Money
Laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes war Arbeitslosigkeit im Jahr 2011 der Hauptgrund dafür, dass Privatpersonen mit Schulden zu kämpfen hatten. Große Sorgen macht Experten jedoch auch, dass besonders viele junge Menschen unwirtschaftlich Handeln und deutlich über ihre Verhältnisse leben. Meist liege dies daran, dass diese bereits als Kinder nicht den richtigen Umgang mit Geld gelernt hätten.
27 Prozent aller Menschen, die im Jahr 2011 eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht haben, waren in diese Situation aufgrund von dem Verlust des Arbeitsplatzes geraten. Bei 14 Prozent sei dies auf eine Trennung, Scheidung oder den Tod des Partners zurückzuführen. Zwölf Prozent nannten Sucht, Erkrankung oder einen Unfall als Grund, elf Prozent unwirtschaftliche Haushaltsführung und acht Prozent eine gescheiterte Selbstständigkeit.
Acht Prozent aller, die sich an eine Schuldnerberatung wenden mussten, waren noch keine 25 Jahre alt. Hier war mit 29 Prozent ebenfalls Arbeitslosigkeit der Hauptauslöser, aber auch für ganze 21 Prozent unwirtschaftliche Haushaltsführung. So hätten junge Menschen sogar deutlich häufiger Schulden bei zum Beispiel Telefonanbietern als bei Geldinstituten!
Schulden Geld, Tipps, Umfrage

cc by flickr/ matze_ott
Immer mehr Privatleute in Deutschland haben mit Schulden zu kämpfen. Diese werden meist dadurch zu einem schwerwiegenden Problem, weil sich die Betroffenen in vielen Fällen nicht genug darum kümmern. So verschwinden Mahnungen und sonstige Schreiben zum Teil ungeöffnet in einer Schublade, Bescheide werden nicht ausreichend hinterfragt und der Kontakt mit den Gläubigern wird gar nicht erst aufgenommen.
Doch genau diese Punkte sollte man von Anfang an vermeiden: Zunächst ist es wichtig, sich einen genauen Überblick über die eigenen Schulden zu verschaffen. Dabei sortiert man die einzelnen Rechnungen, Mahnungen und Bußgeldbescheide nach der Höhe der Forderung und nach der Wichtigkeit des Gläubigers.
Zudem sollte man auch alle Bescheide genau kontrollieren. Findet man dabei Unstimmigkeiten, kann man innerhalb einer bestimmten Frist Widerspruch einlegen und so womöglich unnötige zusätzliche Schulden vermeiden. Der Kontakt zu den Gläubigern ist ein weiterer wichtiger Punkt: Hat man zum Beispiel etwas Geld gespart, lassen sich viele auf Raten- oder sogar Teilzahlungen ein. In manchen Fällen geben sich Gläubiger bereits mit 30 oder 50 Prozent der Forderung zufrieden. Dabei sollte man unbedingt die eigene Lage schildern, zum Beispiel Arbeitslosengeld-Bescheide vorlegen, und dabei seinen guten Willen zeigen.
Das soll natürlich nicht heißen, dass Schulden leicht aus der Welt zu schaffen sind, jedoch wenn man den Kopf nicht in den Sand steckt, läuft man in der Regel nicht Gefahr, dass einen die Last irgendwann erdrückt. Hilfe finden Betroffene zum Beispiel bei den Schulderberatungsstellen der Caritas oder der Verbraucherzentralen.
Schulden Schuldnerberatung, Tipps

cc by flickr/ Images_of_Money
Eigentlich hat jeder Bundesbürger das Recht, einmal im Jahr eine kostenlose Schufa-Auskunft zu verlangen um einen Überblick über die persönlichen gespeicherten Daten zu bekommen. Den meisten, die dieses Recht bisher online in Anspruch nehmen wollten, dürfte dies jedoch gar nicht so leicht gefallen sein, denn die Schufa hat das kostenlose Auskunftsformular wirklich sehr gut versteckt.
Daher gingen bei den Verbraucherzentralen etliche Beschwerden ein, da die Schufa einen vor allem zum kostenpflichtigen Angebot lenkt, das immerhin fast 20 Euro kostet. Die Verbraucherzentrale Sachsen hat hier nun das Wort ergriffen und fordert von der Schufa eine sofortige Änderung der Website. Alle, die zu viel bei der Schufa bezahlt haben, sollten sich beim Ombudsmann beschweren.
Jeder Verbraucher sollte regelmäßig seine bei der Schufa gespeicherten Daten überprüfen, denn häufiger als man denkt schleichen sich dort Fehler ein. So kann es passieren, dass man trotz weißer Weste keinen Handyvertrag oder keinen Kredit bekommt. Wichtig ist, dass nur die sogenannte „Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz“ kostenlos ist. Diese finden Privatleute auf der Schufa-Website klein gedruckt ganz unten im Bereich „Produkte“. Klickt man sich dann weiter ist ein kostenpflichtiges Angebot angezeigt und daneben die kostenlose Auskunft grau dargestellt, so dass es fast so aussieht als könne man den Bestell-Button nicht anklicken. Dies ist jedoch möglich! Das entsprechende Formular wird dann ausgedruckt, ausgefüllt und eingeschickt.
Schulden kostenlose Schufa-Auskunft, SCHUFA, Tipps, Verbraucherschützer