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Archiv für die Kategorie ‘Steuern’

Beseitigung von Baumängel gelten nicht als außergewöhnliche Belastung

17. Dezember 2009

Die Beseitigung von Baumängeln kann für den Hausbesitzer schnell ganz schön ins Geld gehen, vor allem da diese Kosten nicht als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzbar sind.

Bei Ereignissen wie Hochwasserschäden etc. kann man die Kosten in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung deklarieren. Warum nicht also auch Sanierungsarbeiten? Das dachte sich auch ein Steuerzahler, der ein Jahrzehnte altes Haupthaus mit Nebengebäude erworben hatte.

Bei der Renovierung stellte er dann aber fest, dass aufgrund von Baumängeln die Dachkonstruktion des Anbaus einzustürzen drohte. Nun musste er also umfassende Sanierungsmaßnahmen, u.a. auch am Fundament, durchführen. In seiner Steuererklärung machte er dann die Ausgaben als außergewöhnliche Belastung geltend.

Das Finanzamt verweigerte dies jedoch, da es sich bei den Kosten um kein außergewöhnliches Ereignis handle.

Der Bundesfinanzhof bestätigte schließlich die Auffassung des Fiskus in einem Urteil: Der Fall sei ganz eindeutig und, ob Baumängel nun gewöhnlich oder ungewöhnlich seien, müssten die Richter nicht entscheiden. Solche Belastungen würden grundsätzlich nicht anerkannt…

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2010 kommen auf viele höhere Steuern zu

8. Dezember 2009

Momentan wird in der neuen Regierung groß über die berühmten Steuerentlastungen diskutiert. Doch in Wirklichkeit sind von der umstrittenen Maßnahme, wenn sie denn überhaupt kommt, am Ende nicht einmal alle betroffen. Ja, Hunderttausende Bürger müssen im nächsten Jahr sogar mit höheren Steuern rechnen. Das hat in diesen Tagen der Bund der Steuerzahler bekannt gegeben.

Vor allem kinderlose Arbeitnehmer der Steuerklasse 3 und einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.685 bis 2.700 Euro müssen im Schnitt mit einer Mehrbelastung von 9,18 Euro jeden Monat rechnen. Rund 3,25 Euro monatlich werden Alleinerziehende (Steuerklasse 2) mit einem Kind und einem Bruttoeinkommen von 1.020 bis 1.200 Euro mehr zahlen müssen.

Diese Beträge kommen durch den Wegfall der sogenannten Günstigerprüfung zustande. Durch diese wird vom Finanzamt die für den Arbeitnehmer günstigste Steuerbelastung aller möglichen Steuerklassen ermittelt. Ab 2010 wird dies nun nicht mehr der Fall sein. Allen Betroffenen bleibt nur noch übrig zum Ende des nächsten Jahres hin die Mehrbelastung durch eine Steuererklärung zurückzufordern. Wer dies nicht tut, hat automatisch Pech… In diesem Fall können wir dem Bund der Steuerzahler nur recht geben: Die Berechnung der Lohnsteuer muss dringend nachgebessert werden!

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Steuer: Nachzahlungen bzw. Rückerstattungen für viele Rentner

7. Dezember 2009

Fast zwei Millionen deutsche Rentner müssen im nächsten Jahr mit Post vom Finanzamt rechnen. Die eine Hälfte kann sich freuen, denn sie erhält einen Teil ihrer Steuer rückerstattet, die andere weniger, denn sie muss nachzahlen.

Seit Oktober reichen alle gesetzlichen und privaten Rentenversicherungen die Daten der Rentner an die Finanzämter weiter, damit diese die Steuerschuld erfassen können. Stichproben haben hierbei nun offenbar gezeigt, dass 22% der Rentner ihre Steuererklärung in den letzten Jahren falsch ausgefüllt haben. Das soll nun korrigiert werden.

Viele Rentner haben zum Beispiel in der Steuererklärung die Kranken- und Pflegekassenbeiträge nicht angegeben oder die Betriebsrente mit der gesetzlichen Rente verwechselt. Aus einer Neuberechnung heraus ergab sich eine durchschnittliche Rückerstattung von 250 Euro pro Jahr. Es können bis zu fünf Jahre zurückgezahlt werden.

Der andere Teil der Rentner muss leider mit einer Nachzahlung von rund 150 Euro pro Jahr rechnen.

Außerdem zeigte die Stichprobe, dass deutlich mehr Rentner eigentlich gar keine Steuern hätten zahlen müssen. Diese Fälle werden aber erst 2011 bearbeitet…

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Für Hauswasseranschlüsse gilt der ermäßigte Steuersatz

24. November 2009

Wer für seinen Hauswasseranschluss Gebühren zahlt, sollte jetzt die Umsatzsteuer prüfen. Denn nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gilt das Legen eines Wasseranschlusses als “Lieferung von Wasser” und fällt somit unter den ermäßigten Steuersatz von 7%.

Dies gilt auch für Reparatur, Wartung und ähnliche Leistungen dieser Art. Doch leider haben die meisten Unternehmen in dem Zeitraum von Januar 2000 bis zum Februar 2009 die volle Umsatzsteuer von 19% berechnet.

Wenn dies bei Hausbesitzern oder Hausbauern der Fall war, kann nun das zu viel gezahlte Geld zurückgefordert werden. Dies macht man am besten bei seinem örtlichen Versorgungsunternehmen unter Nennung von Artikel 48 des Verwaltungsverfahrensgesetzes, “Rücknahme des bestandskräftigen Bescheides”.

Die Versorgungsunternehmen sind zu einer Rückzahlung verpflichtet, also ruhig hartnäckig bleiben!

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Kundengeschenke zu Weihnachten steuerfrei und absetzbar

22. November 2009

Kundengeschenk Steuern Weihnachten by H DickinsZu Weihnachten ist es einfach üblich, dass Firmen ihren Kunden eine Freude in Form eines kleinen Präsents machen. Doch Achtung, die Grenzen dafür sind vom Gesetzgeber eng gesteckt! Im Idealfall wählt man eine Geschenkform, die man selbst als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen kann und für die der Beschenkte keine Steuern zahlen muss.

Geschenke bis 10,00 Euro: Liegen die Netto-Anschaffungskosten eines Geschenks bei maximal 10,00 Euro, so kann der Schenker es ohne Probleme von der Steuer absetzen. Für den Beschenkten ist es steuerfrei.

Geschenke von 10,01 Euro bis 35,00 Euro: Liegen die Netto-Anschaffungskosten für das Präsent zwischen 10,01 Euro und 35,00 Euro kann die Firma sie von der Steuer absetzen. Der Beschenkte muss es jedoch versteuern, es sei denn der Schenker zahlt freiwillig 30% Steuern, dann ist der Empfänger befreit.

Geschenke ab 35,01 Euro: Hier ist das Absetzen von der Steuer nicht möglich. Der Beschenkte müsste auch Steuern zahlen, es sei denn der Schenker zahlt freiwillig 30%, dann ist auch in diesem Fall der Empfänger befreit.

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