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Archiv für die Kategorie ‘Strom & Gas’

BGH: Flexstrom muss Neukunden-Bonus zahlen

18. April 2013
cc by flickr/ loop_oh

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Seit einiger Zeit gab es immer wieder √Ąrger mit dem Stromanbieter Flexstrom, der inzwischen bekannterma√üen Insolvenz anmelden musste. F√ľr Kunden wird das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zwar daher nur ein schwacher Trost sein, aber immerhin k√∂nnte es auch bei anderen Anbietern greifen und daher eine gewisse Signalwirkung f√ľr die Branche haben.

In dem konkreten Fall ging es um einen Neukunden-Bonus, den Flexstrom seinen Kunden versprochen hatte. Schon √∂fter hat man davon geh√∂rt, dass Anbieter diesen nicht zahlen, so auch in diesem Fall. Flexstrom berief sich auf seine Vertragsklauseln, in denen stand, dass man den Neukunden-Bonus nach einem Jahr nur erhalte, wenn man innerhalb des ersten Belieferungsjahres nicht k√ľndige.

Die betroffenen Kunden hatten die Vertr√§ge jedoch zum Ablauf des ersten Belieferungsjahres gek√ľndigt, weshalb Flexstrom den Bonus nicht verrechnete. Die Richter des BGH sahen dies am Ende jedoch wie die Verbraucher. Die Klausel sei so formuliert, dass juristisch nicht vorgebildete Personen sie so lesen k√∂nnen, dass sie einen Anspruch auf den Bonus haben, wenn der Vertrag mindestens ein Jahr l√§uft. Der Bonus muss also gezahlt werden.

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Hartz-IV-Regelsatz reicht nicht f√ľr Stromkosten

20. März 2013
cc by flickr/ tetedelacourse

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Mit den steigenden Strompreisen haben nat√ľrlich vor allem diejenigen zu k√§mpfen, die eh schon an allen Ecken und Enden sparen m√ľssen. Vor allem bei Hartz IV kommen die Anpassungen der Regels√§tze schon lange nicht mehr hinter den rasant steigenden Preisen hinterher. Dies hat das Vergleichsportal Check24 ermittelt.

Knapp 32 Euro bekommt ein Hartz-IV-Empf√§nger im Monat f√ľr Strom. Die Realit√§t sieht laut Check24 jedoch ganz anders aus: Ein Ein-Personen-Haushalt zahlt in Deutschland in Wirklichkeit im Schnitt 42 Euro im Monat f√ľr Strom. In Ostdeutschland ist es sogar durchschnittlich ein Euro mehr, im Westen ist der Wert etwas geringer.

Die h√∂chsten Stromkosten f√ľr einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 1.500 Kilowattstunden wurden mit im Schnitt fast 44 Euro in Th√ľringen festgestellt. Rheinland-Pfalz und Brandenburg sind √§hnlich teuer. Am g√ľnstigsten kommt der Strom mit 39 Euro monatlich Single-Haushalten in Bremen. In allen F√§llen lag der Durchschnitt jedoch deutlich √ľber dem Hartz-IV-Regelsatz!

Meist k√∂nnen Hartz-IV-Empf√§nger auch nicht zu einem g√ľnstigeren Anbieter wechseln, da die meisten Anbieter die Bonit√§t der m√∂glichen Kunden pr√ľfen und Arbeitslose dabei oft schlechte Karten haben. Sie bekommen oft nur Tarife mit Vorkasse angeboten, die sie sich mit einem Schlag nicht leisten k√∂nnen und bei denen das Risiko besteht, dass das Unternehmen Pleite geht und das Geld damit weg ist.

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Erneut √Ąrger f√ľr Flexstrom: Versp√§tete Jahresendabrechnungen

25. Februar 2013
cc by flickr/ tetedelacourse

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Der Stromanbieter Flexstrom sorgt wieder einmal f√ľr Schlagzeilen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat den Energieanbieter abgemahnt, da sich zahlreiche Kunden aufgrund von versp√§teten Jahresabrechnungen beschwert hatten. Von ‚Äěerheblichen‚Äú Verz√∂gerungen ist die Rede.

F√ľr Grundversorger wie Stadtwerke gilt die Regelung, dass Jahresabrechnungen innerhalb von sechs Wochen nach Ende des entsprechenden Abrechnungszeitraums erstellt werden m√ľssen. Guthaben m√ľssen unverz√ľglich erstattet oder mit dem n√§chsten f√§lligen Abschlag verrechnet werden. In den Augen der Verbrauchersch√ľtzer gilt dies auch f√ľr neue Energieanbieter wie eben Flexstrom.

Die versp√§teten Jahresendabrechnungen seien ein kostenloser Kredit f√ľr das Unternehmen und w√ľrden so einen Wettbewerbsvorteil gegen√ľber anderen Anbietern darstellen, die sich an die gesetzlichen Regelungen halten. Flexstrom weist diese Vorw√ľrfe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen von sich. Es sei im Gegenteil eher so, dass die sp√§ten Endabrechnungen einen Nachteil f√ľr Flextsrom darstellen w√ľrden, da h√§ufiger Nachzahlungen von Seiten der Kunden f√§llig seien als, dass diese Guthaben zur√ľckbekommen w√ľrden.

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Strompreise: Grundversorger mit Erhöhungen um 40 Prozent seit 2007

20. Februar 2013
cc by flickr/ -5m

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Dass die Strompreise kontinuierlich ansteigen, ist leider f√ľr uns alle keine Neuigkeit mehr. Trotzdem vergleichen viele Deutsche immer noch nicht regelm√§√üig die Preise und wechseln dementsprechend die Anbieter und das, obwohl vor allem die Tarife der Grundversorger am teuersten sind.

Das Vergleichsportal Check24 hat ermittelt, dass seit dem Jahr 2007 die Grundversorger ihre Preise um satte 39 Prozent angehoben haben. Zahlte ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden 2007 noch im Schnitt 993 Euro, so sind es heute satte 1.377 Euro. Alleine in den letzten zwölf Monaten seien die Grundversorgertarife um zwölf Prozent gestiegen.

Generell sind die wachsenden Kosten aber nat√ľrlich nicht nur ein Problem der Grundversorger, sondern aller Anbieter auf dem Markt. Die anderen Energieanbieter haben ihre Preise in den letzten Jahren um knapp 31 Prozent angehoben. Trotzdem l√§sst sich durch regelm√§√üiges Vergleichen und Wechseln einiges sparen!

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Tochterunternehmen von Flexstrom: Stadtwerke entziehen Netzzugang

28. Januar 2013
cc by flickr/ loop_oh

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Das Unternehmen Flexstrom geriet bekanntlich in letzter Zeit immer wieder in die Schlagzeilen, da es offenbar Zahlungsprobleme und andere Konflikte gab. Nun haben die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) den beiden Tochterunternehmen L√∂wenzahn Energie und Optimal Gr√ľn den Netzzugang gesperrt, da diese angeblich die Netzgeb√ľhren gar nicht oder nur unregelm√§√üig bezahlt haben.

Flexstrom ger√§t auf diese Weise weiter in die Kritik und wehrt sich gleichzeitig gegen diese Ma√ünahme. Die Saldi bei den Stadtwerken seien ausgeglichen und es gebe teilweise sogar noch ein Guthaben in f√ľnfstelliger H√∂he. Die Vorw√ľrfe der WDW seien haltlos und die K√ľndigung absolut unbegr√ľndet, weshalb man ein Missbrauchsverfahren bei der Bundesnetzagentur anstrengen wolle.

Bis sich beide Parteien geeinigt haben, rutschen die betroffenen Kunden in die Grundversorgung und m√ľssen damit die Stromkosten an die Stadtwerke entrichten und das auch, wenn sie bereits in Vorkasse gegangen sind.

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