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Archiv für die Kategorie ‘Versicherung’

Versicherung: Gesundheitsfragen stets korrekt beantworten!

28. Februar 2013
cc by flickr/ Sander van der Wel

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Wer zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, der muss im Vorfeld einige Gesundheitsfragen beantworten. Diese sollten Verbraucher auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen und sie so korrekt und gewissenhaft wie möglich beantworten, denn sonst riskiert man im Ernstfall seine Versicherungsleistungen. Immer wieder kommt es zu solchen Streifällen wie beispielsweise vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe.

In dem konkreten Fall hatte ein Bauschlosser und Lagerarbeiter 2001 eine Berufsunf√§higkeitsversicherung abgeschlossen. Bei den Gesundheitsfragen gab er jedoch an, dass er in den letzten 10 Jahren an keiner Krankheit, gesundheitlichen St√∂rung oder an anderen Beschwerden gelitten hat. Er gab bei den Arztbesuchen lediglich eine Behandlung von ‚ÄěAngina‚Äú an.

Tats√§chlich wurde er w√§hrend der 1990er Jahre jedoch mehrfach wegen durchaus ernster Beschwerden behandelt, dazu geh√∂rten unter anderem Schulterbeschwerden, ein Hexenschuss, eine Bindehautentz√ľndung, eine H√§morrhoidalthrombose sowie die Behandlung aufgrund eines festgestellten Belastungssyndroms.

Als er 2011 wegen Berufsunf√§higkeit Leistungen aus der Versicherung beantragte, kamen all diese Erkrankungen und Beschwerden bei der Pr√ľfung heraus und die Auszahlung der Rente wurde abgelehnt. Die Richter sahen dies am Ende genauso wie der Versicherer: Das Verhalten des Mannes l√§ge den Verdacht auf arglistige T√§uschung nahe. Das Argument, dass dieser sich nicht mehr an die Krankheiten erinnern k√∂nne, wurde so nicht akzeptiert.

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Gesetzliche Unfallversicherung: Nur eingeschriebene Studenten sind abgesichert

14. Februar 2013
cc by flickr/ this.is seba

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Nicht jeder, der an einer Universit√§t Veranstaltungen besucht, ist automatisch ein immatrikulierter Student. Seit Jahrzehnten gibt es daher Streitigkeiten um die Frage, ob auch f√ľr nicht eingeschriebene Studierende bei einem Unfall die gesetzliche Unfallversicherung zust√§ndig ist. Diese Debatten hat nun das Bundessozialgericht beendet.

Immatrikulierte Studenten stehen genauso wie Arbeitnehmer unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Laut der aktuellen h√∂chstrichterlichen Entscheidung gilt dies nicht f√ľr Personen, die an der Universit√§t gewisse Veranstaltungen besuchen, aber dort nicht eingeschrieben sind.

In dem konkreten Fall hatte eine Frau bis zum Jahr 1988 Kunstgeschichte studiert. Nach ihrem Studium besuchte sie im darauffolgenden Wintersemester eine Vorlesung und ein Seminar. Im Januar 1989 besuchte sie auf eine Empfehlung hin einen freiwilligen Gastvortrag und wurde auf dem Heimweg von der Universität vergewaltigt. Jahre später hatte sie immer noch mit den psychischen Folgen zu kämpfen und forderte daher von der zuständigen Berufsgenossenschaft eine Entschädigung.

Als Studentin sei sie auf dem Heimweg von der Universität versichert gewesen. Die Uni und auch am Ende die Richter sahen dies jedoch anders: Nur immatrikulierte Studenten seien den Ausbildungsregelungen einer Hochschule unterworfen und damit versichert.

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Lebensversicherung: K√ľrzungen werden wohl nicht m√∂glich sein

7. Februar 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Die Pl√§ne der schwarz-gelben Regierung, die Auszahlungssumme von Lebensversicherungspolicen zu k√ľrzen, werden wohl nicht in die Tat umgesetzt werden. W√§hrend im Bundestag ein solcher Beschluss bereits gefasst worden war, verhinderte der Bundesrat eine Durchsetzung. Daher bildete der Vermittlungsausschuss eine Arbeitsgruppe, die sich laut Medienberichten offenbar nicht einigen kann.

SPD und Gr√ľne hatten sich deutlich gegen die Pl√§ne gestellt. W√§hrend die SPD offenbar noch zu Kompromissen bereit w√§re, lehnen die Gr√ľnen solche K√ľrzungen ab und stellen sich damit auf die Seite der Verbrauchersch√ľtzer, die diesen Schritt ebenfalls heftig kritisieren. Bei aktuell auslaufenden Vertr√§gen w√ľrden K√ľrzungen teilweise zu hohen Verlusten f√ľr die Versicherten f√ľhren.

Die schwarz-gelbe Regierung will nach eigenen Angaben auf diese Weise die Branche der Lebensversicherer unterst√ľtzen. Jedoch haben laut den Verbrauchersch√ľtzern Untersuchungen ergeben, dass die Versicherer ausreichende Sicherheitspuffer gebildet h√§tten und trotz der schlechten Zinslage ihren Verpflichtungen nachkommen k√∂nnen. Es gebe keinen Grund f√ľr zus√§tzliche K√ľrzungen.

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Unfall auf U-Bahn-Zugang: Schmerzensgeld bei Schnee und Eis

5. Februar 2013
cc by wikimedia/ Jcornelius

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Hausbesitzer m√ľssen in Deutschland bei Schnee und Eis ihrer R√§umpflicht nachkommen. Dies gilt laut eines Urteils des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg in besonderem Ma√üe auch f√ľr die Betreiber von U-Bahnen. Kommt es durch eine Verletzung der Streupflicht zu einem Unfall, so muss der Betreiber Schmerzensgeld zahlen.

In dem konkreten Fall war eine Frau an der Berliner U-Bahn-Station Kurf√ľrstendamm gest√ľrzt und hatte sich dabei verletzt. Der Grund daf√ľr war, dass die obersten Stufen verschneit und voller Eis waren und nicht gestreut wurde. Der U-Bahn-Betreiber verwies darauf, dass der beauftragte Winterdienst seiner Pflicht alle drei Stunden nachkommen w√ľrde.

Die Richterin sprach der verletzten Frau jedoch ein Schmerzensgeld in H√∂he von 2.600 Euro und zus√§tzlich 700 Euro f√ľr Verdienstausf√§lle und eine Haushaltshilfe zu. Ein Drei-Stunden-Rhythmus sei an einem der gr√∂√üten U-Bahnh√∂fe in der gr√∂√üten Stadt Deutschlands mitten im Winter zu wenig. Der Frau wurde jedoch eine Teilschuld von 25 Prozent zugesprochen, da sie den Handlauf nicht benutzt hatte.

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Wieder neue Rabattverträge bei Medikamenten

1. Februar 2013
cc by flickr/ Fillmore Photography

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Viele Experten appellieren bereits seit Jahren an die Politik das Gesundheitswesen in Deutschland von Grund auf zu reformieren. So manch einem sind dabei unter anderem die Arznei-Rabattvertr√§ge ein Dorn im Auge, die es seit mittlerweile rund sechs Jahren gibt. Diese f√ľhren zum Beispiel dazu, dass viele gesetzlich Versicherte mit chronischen Erkrankungen regelm√§√üig ihre Medikamente umstellen m√ľssen.

Zum heutigen 1. Februar 2013 ist es wieder einmal soweit und √ľber 40 Innungs- und Betriebskrankenkassen versorgen ihre Millionen von Versicherten mit neuen Rabatt-Arzneimitteln f√ľr mehr als 150 Wirkstoffe. Dies f√ľhrt dazu, dass die Patienten immer wieder auf neue Medikamente eingestellt werden m√ľssen, was vor allem schwer kranke und √§ltere Mernschen oft √ľberfordert. Die Apotheker m√ľssten hier immer mehr Aufkl√§rungsarbeit leisten. Es d√ľrfe auf keinen Fall zu der Situation kommen, dass Patienten ihre Medikamente selbst absetzen, nur weil sie verunsichert sind, so der Deutsche Apothekerverband. Die Patienteninteressen m√ľssten bei Rabattvertr√§gen stets Vorrang haben.

Seit dem 1. April 2007 sind Kassen dazu verpflichtet mit den Herstellern gewisse Preisnachl√§sse zu verabreden, da ein- und derselbe Wirkstoff oft in verschiedenen Mitteln angeboten wird. Diese Rabattvertr√§ge werden immer wieder neu verhandelt. Apotheker m√ľssen dann das Mittel ausgeben, f√ľr das die Kasse des Patienten einen Rabatt verabredet hat. Bei einigen Medikamenten wird die Zuzahlung ausgesetzt oder herabgesetzt, bei zwei Dritteln aller Mittel sind jedoch f√ľr die Patienten die normalen Zuzahlungen f√§llig.

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