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Archiv für die Kategorie ‘Versicherung’

Unzul√§ssige Klauseln: Allianz mit Millionen-R√ľckzahlungen

21. Januar 2013
cc by flickr/ micora

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Die Verbraucherzentrale Hamburg hat sich vor Gericht bereits gegen unzul√§ssige Vertragsklauseln von einigen gro√üen Versicherern gewehrt. Nun war man auch bei der Allianz erfolgreich. Bereits im Sommer 2011 hatte das Oberlandesgericht Stuttgart einige Klauseln in Vertr√§gen der Kapitallebens- und Rentenversicherung der Allianz f√ľr unzul√§ssig erkl√§rt. Eine Beschwerde des Konzerns vor dem Bundesverfassungsgericht wurde nun zur√ľckgezogen, so dass der Versicherer R√ľckzahlungen in H√∂he von mehreren Millionen leisten muss.

Man habe f√ľr diesen Fall insgesamt 117 Millionen Euro eingeplant, so ein Sprecher der Allianz. Man sei sich jedoch sicher, nicht die volle Summe brauchen zu werden. Ein Grund daf√ľr liegt sicherlich darin, dass sich einige Betroffene selbst melden m√ľssen, damit die R√ľckzahlungen flie√üen. Die Verbraucherzentrale Hamburg r√§t also allen nach M√∂glichkeit von ihrem Recht Gebrauch zu machen.

Betroffen sind rund eine Million Allianz-Kunden, die in den Jahren 2001 bis 2007 ihre Kapitallebens- oder Rentenversicherung fr√ľhzeitig gek√ľndigt oder beitragsfrei gestellt haben. Vor allem Letztere k√∂nnen mit Nachzahlungen rechnen. Hier werden die beitragsfreien Leistungen offenbar automatisch erh√∂ht. Alle, die vorzeitig gek√ľndigt haben, m√ľssen sich selbst an die Allianz wenden!

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Verschreibungsfreie Medikamente: Krankenkasse muss nicht zahlen

17. Januar 2013
cc by flickr/ Fillmore Photography

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Ob ein Medikament verschreibungspflichtig ist oder nicht, dar√ľber wird in erster Linie nach der Sicherheit des Arzneimittels entschieden. So kommt es jedoch vor, dass ein Medikament freiverk√§uflich ist und trotzdem f√ľr eine gewisse Therapie geeignet und wichtig ist. In solch einem Fall ist die Krankenkasse nicht dazu verpflichtet, die Kosten f√ľr das Medikament zu √ľbernehmen, wie das Bundesverfassungsgericht entschied.

Konkret ging es in dem Fall um einen Mann, der an einer chronischen Atemwegserkrankung litt. Sein Hausarzt behandelte dies mit einem schleimlösenden Medikament, das fast 30 Euro im Monat kostete, seit dem Jahr 2004 aber nicht mehr im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten ist. Trotz ärztlicher Verschreibung lehnte daher die Kasse die Übernahme der Arzneimittelkosten ab.

Der Mann bekam in keiner der Instanzen Recht und seine Verfassungsbeschwerde wurde nicht zur Entscheidung angenommen. F√ľr die Richter des Bundesverfassungsgerichts sei es mit dem Grundgesetz vereinbar, dass Kassen verschreibungsfreie Medikamente aus dem Leistungskatalog ausschlie√üen. Zumutbare Eigenleistungen k√∂nne man auf die Versicherten √ľbertragen. In diesem Fall lag offenbar auch kein sozialer H√§rtefall vor.

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Online-Kredit РAbzocke oder doch seriös ?

15. Januar 2013

Kreditvergleich

Kreditvergleich

Die Online-Angebote, gerade im Bereich der Schufa-freien Kredite klingen meist sehr verlockend. Aber man h√∂rt oder liest st√§ndig davon, dass Antragsteller von trickreichen Artgenossen √ľber den Tisch gezogen werden. Bei reinen Kreditvergleichportalen wie www.afinu.de ist das Risiko geringer, als bei schufafreien Krediten, die wom√∂glich auch aus dem Ausland kommen.
Woran erkennt man nun also ob der Antrag bei einem Kreditanbieter gestellt wird, der seriös arbeitet oder ob der Antrag nur benutzt werden soll um dem Kunden ein paar oder sogar hunderte Euro aus der Tasche zu ziehen? Ich empfehle Ihnen auf ein paar Merkmale des Anbieters zu achten:

Ein Blick in das Impressum der Webseite ist dabei oberste Pflicht. Dort muss die komplette Anschrift des Kreditanbieters angegeben sein.
Ist die Adresse des Anbieters nicht in Deutschland oder sogar außerhalb der EU, sollten Sie lieber die Finger davon lassen.

Zudem sollte vom Anbieter auch eine Genehmigung f√ľr das Vermitteln von Krediten im Impressum vermerkt sein, das erkennt man beispielsweise an einer Formulierung wie ‚ÄěGewerbeerlaubnis nach ¬ß34c wurde erteilt durch ‚Ķ.‚Äú.
Ist diese Gewerbegenehmigung nicht ersichtlich, ist der Anbieter nicht empfehlenswert.

Ist es der Fall, dass der Anbieter auf irgendeine Weise Vorkosten verlangt, lässt sich zur Sicherheit, Produkte wie Zahlungsträger unterschreiben oder besteht auf den Abschluss von Versicherungen oder Vermögenswirsamen Anlagen oder sonstiger Produkte, ist meist ein Haken an der Sache.

Ein sehr verbreitetes Vorgehen ist das versenden von Verträgen per Nachnahme, wovon Sie auf jeden Fall auch die Finger lassen sollten.

Achtung beim lesen des Vertrages! Sehr oft steht in den Vertr√§gen anderes als im vorausgegangenen Angebot, oder auch „Trickw√∂rter“, die Sie bei oberfl√§chlichem Lesen leicht verwechseln k√∂nen. Ein gutes Beispiel daf√ľr ist die Finanzsanierung. Eine Finanzsanierung hat nichts mit Finanzierung eines Kredits zu tun und daher sollten Sie vorsichtig sein, was Sie unterschreiben.

Ein weiteres Merkmal ist der unerw√ľnschte Besuch an der Haust√ľr, wenn Sie dies nicht ausdr√ľcklich gew√ľnscht haben, sollten Sie sich das Ganze nochmal √ľberdenken, denn Vertr√§ge k√∂nnen auch √ľber den Postweg durchgef√ľhrt werden.

Wenn auf diese Merkmale geachtet werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit von einem unseri√∂sen Anbieter √ľbers Ohr gehauen zu werden, schon deutlich geringer. Vollkommen auszuschlie√üen ist es allerdings trotzdem nicht, denn auch unseri√∂se Anbieter kennen diese Verfahren und achten darauf, nach au√üen nicht unseri√∂s zu wirken.

Deshalb empfehle ich Ihnen, nach Kundenmeinungen oder Erfahrungen zu schauen oder um ganz sicher zu gehen einen Besuch bei einem Berater.

Versicherung

Versicherungsvertrieb: Tchibo scheitert mit Berufung

4. Januar 2013
Quelle: Wikimedia

Quelle: Wikimedia

Wir hatten bereits vor einiger Zeit √ľber das Verfahren gegen die Kaffeekette Tchibo berichtet, in dem ein Wirtschaftsverein aus D√ľsseldorf gegen unerlaubte Vermittlergesch√§fte klagte. Tchibo verlor bereits vor dem Landgericht und vor wenigen Wochen auch vor dem Oberlandesgericht Hamburg.

Bis Ende 2010 hatte das Unternehmen auf seiner Website auf Versicherungsangebote des Direktanbieters Asstel verwiesen. Über einen Link gelangte man direkt zur Seite um zum Beispiel eine Haftpflicht- oder eine Hausratversicherung abzuschließen. Darin sah der Wirtschaftsverein ein Vermittlergeschäft, wozu man eine Erlaubnis benötigt, die Tchibo jedoch nicht vorweisen konnte.

Tchibo sah sich jedoch eher als Tippgeber und nicht als Vermittler, was jedoch in den Augen der Richter nicht zutraf. Tchibo darf nun also endg√ľltig keine Versicherungen mehr anbieten bzw. darauf verweisen. Die einzige M√∂glichkeit w√§re eine Revision vor dem Bundesgerichtshof.

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Mobbing: Keine Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung

2. Januar 2013
cc by flickr/ Sander van der Wel

cc by flickr/ Sander van der Wel

Auch wenn in den Medien nicht mehr so stark dar√ľber berichtet wird, etliche Deutsche leiden nach wie vor unter Mobbing, wie zum Beispiel durch Kollegen am Arbeitsplatz. Auf Zahlungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung k√∂nnen Betroffene jedoch nicht hoffen, wie das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt entschied.

In dem konkreten Fall wurde eine Frau an ihrem Arbeitsplatz von ihren Kollegen √ľber einen l√§ngeren Zeitraum gemobbt, was bei ihr zu massiven psychischen Problemen f√ľhrte. Ein Psychologe diagnostizierte daraufhin bei der Frau eine Depression aufgrund der deutlichen Belastung am Arbeitsplatz. Die Frau verlangte daher von der gesetzlichen Unfallversicherung eine Entsch√§digung.

Die Richter sahen dies am Ende jedoch anders: Mobbing sei nat√ľrlich ein schwerwiegendes Problem, jedoch k√∂nnten die Folgen weder als Berufskrankheit noch als Arbeitsunfall gelten, da Mobbing √ľberall, sowohl in allen Berufsgruppen als auch privat vorkommen k√∂nne und zudem nicht auf ein einzelnes Ereignis zeitlich beschr√§nkt sei.

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