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Archiv für die Kategorie ‘Versicherung’

Krankenkasse muss nicht fĂŒr E-Bike aufkommen

26. September 2012
cc by wikimedia/ 2can

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Galten E-Bikes frĂŒher vor allem als Fortbewegungsmittel fĂŒr Senioren, so wandelt sich dieses Bild nach und nach. Immer mehr Menschen entscheiden sich zum Beispiel aus GrĂŒnden des Umweltschutzes fĂŒr ein Elektrorad. Auch wer krank ist, kann davon profitieren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Krankenkasse fĂŒr das Fahrzeug aufkommen muss, wie das Sozialgericht Oldenburg entschied.

In dem konkreten Fall litt eine Frau unter schweren Kniebeschwerden und musste auf einer Seite bereits eine Prothese eingesetzt bekommen. In einer Ă€rztlichen Bescheinigung riet ihr ihr OrthopĂ€de ausdrĂŒcklich zu einem E-Bike als beste Form der Fortbewegung und zur Erhaltung ihrer MobilitĂ€t. Die Krankenkasse sah dies jedoch anders und weigerte sich, die Kosten von fast 2.000 Euro fĂŒr das Elektrorad zu ĂŒbernehmen.

Die Richter sahen dies am Ende genauso: E-Bikes seien inzwischen zu einem alltĂ€glichen Gebrauchsgegenstand geworden und seien damit nicht direkt auf die BedĂŒrfnisse von Kranken ausgerichtet. Zudem werden sie nicht ĂŒber Hilfsmittellieferanten wie SanitĂ€rhĂ€user angeboten. Krankenkassen mĂŒssten nur fĂŒr Hilfsmittel zahlen, die direkt mit der Gesundheit und der medizinischen Rehabilitation des Versicherten zu tun haben.

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ÜberschĂŒsse der Krankenkassen: TK zahlt PrĂ€mie aus

19. September 2012
cc by flickr/ tuev_sued

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Bereits seit einer Weile wird immer wieder öffentlich ĂŒber die Verwendung der erwirtschafteten ÜberschĂŒsse der gesetzlichen Krankenversicherungen diskutiert. WĂ€hrend die einen lieber auf StabilitĂ€t und bessere Leistungen setzen, fordert unter anderem die Politik immer wieder einen Teil der ÜberschĂŒsse in Form von PrĂ€mien an die Versicherten zurĂŒckzuzahlen. Nach einigen kleinen Krankenkassen folgt letzterem Vorschlag nun auch die Techniker Krankenkasse (TK) und ist damit die erste Große, die diesen Weg geht.

Noch sei nicht genau klar, wie hoch die PrĂ€mie sein werde und wer sie bekommt. Experten rechnen jedoch mit rund 100 Euro fĂŒr ein Jahr. So manch einen Versicherten wird diese RĂŒckzahlung natĂŒrlich freuen, doch deutliche Kritik an den PlĂ€nen gibt es natĂŒrlich wie immer ebenfalls: Viele betonen nun, dass solch eine PrĂ€mie versteuert werden muss. Zudem wollen einige Kassen lieber RĂŒcklagen fĂŒr die Zukunft bilden, denn die sieht im Bereich der Krankenversicherungen bekanntlich generell nicht besonders rosig aus.

Andere große Kassen werfen der TK unter anderem eine „Geiz-ist-geil-MentalitĂ€t“ vor. Stattdessen sollte man lieber seine Leistungen erweitern. GrundsĂ€tzlich muss man sagen, dass solche Maßnahmen jede Kasse fĂŒr sich entscheidet. Versicherte sollten daher durchaus, soweit möglich, ein Auge darauf werfen, was mit ÜberschĂŒssen in der eigenen Krankenkasse passiert.

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Krankenkassen: Keine Werbung mit Rabattgutscheinen

17. September 2012
cc by flickr/ heipei

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Dass die gesetzlichen Krankenkassen in Konkurrenz zueinander stehen, dĂŒrfte allen klar sein. So buhlen sie immer wieder um neue Kunden und lassen sich dabei einiges einfallen. Rabattgutscheine fĂŒr zum Beispiel MöbelhĂ€user oder einen Friseurbesuch dĂŒrfen dazu jedoch nicht gehören. Dies entschied das Sozialgericht Berlin, wie die Deutsche Anwaltauskunft berichtet.

In dem konkreten Fall ging es um eine Krankenkasse, die ihren neuen Kunden Sonderkonditionen und Rabatte bei Dritten vermittelte. So gab es zum Beispiel den Besuch in einem Möbelhaus oder einem BekleidungsgeschĂ€ft gĂŒnstiger. Das alles lief unter der Bezeichnung Wellness, Sport, Bewegung und Gesundheit. Dagegen zogen sechs Ersatzkassen vor Gericht, da sie die Aktionen als Verstoß gegen die Regeln des Wettbewerbs der Krankenkassen werteten.

Die Richter gaben ihnen am Ende Recht. NatĂŒrlich wĂŒrden Krankenkassen in einem Konkurrenzkampf stehen, jedoch dĂŒrften sie sich dabei nicht aller Möglichkeiten des freien Marktes bedienen. Sie mĂŒssten sich vor allem um die Gesundheit der Versicherten kĂŒmmern.

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Unisex-Tarife: Bei diesen Versicherung gibt es Änderungen

6. September 2012
cc by flickr/ falonaj

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Bereits vor einigen Jahren hat der EuropĂ€ische Gerichtshof entschieden, dass eine Unterscheidung zwischen Mann und Frau im Bereich der Versicherungen nicht mit dem Ziel der Gleichbehandlung zu vereinbaren und daher rechtswidrig ist. SpĂ€testens ab dem 21.12.2012 gelten deshalb die neuen Unisex-Tarife. Welche Versicherungen sind jedoch davon betroffen, fĂŒr wen wird die EinfĂŒhrung teurer und wer profitiert davon?

In Sachen Altersvorsorge und Rentenversicherungen mussten Frauen aufgrund ihrer statistisch höheren Lebenserwartung bisher höhere BeitrĂ€ge zahlen. Durch die Unisex-Tarife wird es fĂŒr sie demnach gĂŒnstiger, wĂ€hrend MĂ€nner aufgrund der Angleichung mit höheren BeitrĂ€gen rechnen mĂŒssen. Ähnlich verhĂ€lt es sich auch bei der privaten Krankenversicherung, wo Frauen aufgrund der höheren Lebenserwartung und der Geburten mehr zahlten. Hier sinken fĂŒr Frauen ebenfalls die BeitrĂ€ge, wĂ€hrend es fĂŒr MĂ€nner eine Anpassung nach oben geben wird.

GĂŒnstiger werden die BeitrĂ€ge fĂŒr Frauen auch bei der BerufsunfĂ€higkeitsversicherung und fĂŒr MĂ€nner teurer. Die hohen BeitrĂ€ge fĂŒr Frauen wurden in diesem Bereich bisher damit erklĂ€rt, dass sie statistisch eher berufsunfĂ€hig werden als MĂ€nner.

Jedoch gibt es natĂŒrlich auch Versicherungen, von denen MĂ€nner von den Unisex-Tarifen profitieren. Dies ist bei der Kfz-Versicherung der Fall. Da MĂ€nner statistisch gesehen deutlich mehr UnfĂ€lle bauen als Frauen, zahlten sie bisher mehr. Mit den Unisex-Tarifen werden die BeitrĂ€ge fĂŒr MĂ€nner sinken, wĂ€hrend sie fĂŒr Frauen ansteigen werden. Auch bei der Risiko-Lebensversicherung wird es in Zukunft fĂŒr MĂ€nner gĂŒnstiger und fĂŒr Frauen teurer. Bis jetzt zahlten MĂ€nner hier aufgrund der geringeren Lebenserwartung mehr als Frauen.

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Hausrat- und GebÀudeversicherung: Die hÀufigsten SchÀden im Haushalt

4. September 2012
cc by flickr/ widhalmt

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SchÀden am GebÀude oder im Haushalt können jeden treffen, daher sorgen die meisten Deutschen auch entsprechend vor. Rund 70 Prozent aller Deutschen haben zum Beispiel eine Hausratversicherung abgeschlossen. Diese gehört zwar nicht zu den wichtigsten Policen, kann sich jedoch vor allem bei wertvollem Hausrat durchaus lohnen. Doch was sind die hÀufigsten SchÀden im Haushalt? Dies wollte das Portal Immobilienscout mithilfe einer Studie des Marktforschungsunternehmen Innofact herausfinden.

Das Ergebnis könnte durchaus den einen oder anderen ĂŒberraschen, denn die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen wie Feuer oder Diebstahl landen im Ranking ganz hinten. 30 Prozent der Befragten sagten, dass sie schon einmal oder mehrfach Opfer von WasserschĂ€den waren. Damit sind RohrbrĂŒche, ausgelaufene Waschmaschinen und Co. an erster Stelle der SchĂ€den im Haushalt.

Mit 13 Prozent folgt dahinter Schimmelbildung. Diese wird leider nicht immer von der Versicherung ĂŒbernommen, wenn zum Beispiel falsches LĂŒften fĂŒr den Schimmel verantwortlich ist. Ähnlich sieht es auch mit Platz drei aus: der defekten Heizung, die zwölf Prozent der Befragten bekannt vorkam. Hier ist eher die GebĂ€udeversicherung zustĂ€ndig. Ebenfalls zwölf Prozent hatten schon einmal mit UnwetterschĂ€den zu tun, die durch kaputte Fenster oder vollgelaufene Keller entstanden waren. Sieben Prozent sorgten sich wegen Risse in WĂ€nden und Decken und jeweils fĂŒnf Prozent hatten schon einmal mit SchĂ€den durch Diebstahl oder Feuer zu tun.

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