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Archiv für die Kategorie ‘Zinsen’

Zu hohe Dispo-Zinsen: Aigner lehnt Obergrenze ab

20. Juli 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Bereits einige Male haben wir an dieser Stelle von den in den Augen von vielen Kunden und Verbraucherschützern viel zu hohen Dispozinsen berichtet. Mit Spannung erwarteten daher viele, die von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner in Auftrag gegebene Studie. Diese bestätigte zwar das Ergebnis der hohen Dispozinsen, wird jedoch wohl nicht viel Änderung bringen.

Der Studie zufolge haben vier von fünf Haushalte einen Dispo-Kreditrahmen eingerichtet. Jeder sechste Haushalt nimmt diesen in regelmäßigen Abständen in Anspruch. Insgesamt waren die Konten der Deutschen im April dieses Jahr um fast 41 Milliarden Euro im Dispo. Vier von fünf Verbrauchern empfinden dabei die Zinsen als zu hoch. Diese liegen in Deutschland im Schnitt zwischen elf und zwölf Prozent.

Eigentlich mĂĽssten die Banken die Zinsen an einen Referenzwert, wie den EZB-Leitzins oder den Euribor, koppeln, doch das tun nur die wenigsten. Stattdessen leihen sie sich derzeit gĂĽnstig Geld, verlangen dabei jedoch sehr hohe Dispozinsen. VerbraucherschĂĽtzer und Politiker der Opposition fordern daher, eine gesetzlich festgelegte Obergrenze fĂĽr die Dispozinsen. Dies lehnt Ministerin Aigner jedoch ab. Aktuell gĂĽnstige Angebote wĂĽrden auf diesem Wege nur teurer werden. Zudem stehe es jedem Kunden frei, zu einer Bank mit besseren Zinsen zu wechseln.

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Entwicklung der Bauzinsen in 2012

19. Dezember 2011
Eigenheim

Eigenheim - flickr/seier+seier

Bei der Entwicklung der Bauzinsen für das Jahr 2012 gehen die meisten Experten davon aus, dass sich die Zinsen weiter nach unten entwickeln. Der Grund dafür sei zum einen die Schuldenkrise in Europa und zum anderen die Abschwächung der Konjunktur.
Da der Leitzins der EZB Bank noch Potenzial nach unten hat, sei der Abwärtstrend bei den Bauzinsen noch nicht ausgeschöpft. Es wird davon ausgegangen, dass es 2012 eine weitere Senkung bei den Leitzinsen geben wird.

Da sich die Bauzinsen 2011 schon auf sehr niedrigem Niveau befunden haben, ist davon auszugehen, dass es nur eine äußerst geringe Korrektur nach unten geben wird.
Wer vor hat 2012 ein Haus zu bauen oder eine Immobilie zu erwerben, sollte dies mit einer Zinsfestschreibung auf lange Jahre tun, da es weiterhin wahrscheinlich ist, dass die Bauzinsen in Zukunft wieder steigen könnten. Eine lange Zinsfestschreibung, sorgt dabei für eine Planungssicherheit und für günstige Zinsen auf längere Sicht.

Wer über eine Baufinanzierung nachdenkt, sollte möglichst schnell handeln, da die Konditionen auf dem Markt zurzeit sehr gut sind. Absolut empfehlenswert ist es bei der Finanzierung auch Sondertilgungen zu vereinbaren. In vielen Fällen werden diese sogar von den Banken kostenlos ermöglicht. Dadurch besteht die Möglichkeit sein Darlehen schon vorzeitig abzulösen.

Durch den zurzeit sehr niedrigen Leitzins der EZB Bank, erwarten Experten auch 2012 bei den Bauzinsen einen historischen Tiefststand. Davon werden nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatleute profitieren, die Vorhaben in die eigenen Wände zu investieren.
Die Einsparungen, die man durch die geringen Zinskosten erhält, sollte man dabei verstärkt in einen höheren Eingangstilgungssatz stecken, dadurch würden die Zinskosten deutlich verkürzt und der Weg zur Schuldenfreiheit wäre nicht so lang.

Aber auch ein verschärfter Wettbewerb bei den Kreditgesellschaften sorgt für attraktive Konditionen bei den Bauzinsen. Denn durch die höheren Auflagen bei den Eigenkapitalregelungen sind die Institute gezwungen stärker auf den Bereich der Baufinanzierung zu setzen. Um einen Überblick über die Zinskonditionen zu behalten, empfehlen wir die Nutzung vom einem der kostenlosen Darlehensrechner, die von verschiedenen Anbietern im Netz zu finden sind.

Baufinanzierung, Zinsen , , ,

Leitzins wieder auf 1 Prozent – Folgen für die Sparer?

9. Dezember 2011
cc by flickr/ falonaj

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Der leichte Höhenflug des Leitzinses ist offenbar schon wieder vorbei. Erst im November wurde er von 1,5 Prozent auf 1,25 Prozent gesenkt. Nun setzt die EZB ihn erneut auf nunmehr nur noch 1,00 Prozent herunter. Der Leitzins ist also wieder auf seinem Stand wie vor gut einem Jahr. Was bedeutet dies für die Sparer?

Normalerweise sind wir es ja gewöhnt, dass mit dem Leitzins auch die Sparzinsen steigen oder fallen. Die unabhängige Finanzberatung FMH rechnet laut dem Nachrichtensender n-tv jedoch dieses Mal nicht damit, dass die Zinsen fallen werden. Ein Grund dafür sei die Neuregelung, dass Banken risikobehaftete Anlagen mit mehr Eigenkapital absichern müssen. Dies tritt 2013 in Kraft. So konzentrieren sich die Banken mehr auf Finanzierungen, die nicht so risikoreich sind, was eben auch das Sparvermögen von privaten Kunden einschließt.

Diese können sie jedoch nur halten, wenn sie einigermaßen gute Konditionen bieten. Auch in Sachen Kredite werden die Kunden weiter profitieren, denn hier werden die Zinsen wohl vorerst auf einem Niedrigstand bleiben, was auch laut den Experten für Bereiche wie Baugeld weiterhin gelten soll.

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Leitzins bei 1,25 Prozent – Meinungen geteilt

7. November 2011
cc by flickr/ Paul!!!

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Mit diesem Schritt haben in der vergangenen Woche wohl nur wenige gerechnet. Kaum hat der Italiener Mario Draghi den bisherigen EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet abgelöst, beschließt er in seiner ersten Zinssitzung, dass der Leitzins von 1,5 auf 1,25 Prozent gesenkt wird. Dies soll vor allem den krisengebeutelten Ländern Griechenland, Spanien, Portugal und Italien zugute kommen, jedoch sind mit dieser Entscheidung noch lange nicht alle einverstanden.

Der Dax reagierte auf die Senkung des Leitzinses mit einem kräftigen Plus und viele glauben, dass der neue Leitzins vor allem den Immobilienmärkten in den oben erwähnten Krisenländern helfen wird. Andere wiederum werfen Draghi vor, sich von der Politik lenken zu lassen und bezeichnen diesen Schritt als ersten groben Schnitzer. Vor allem in Deutschland ist die Kritik nicht zu überhören.

Die meisten hatten nach den Anhebungen des Leitzinses frĂĽhestens im Dezember mit Ă„nderungen gerechnet. Gleichzeitig gehen einige Experten nun davon aus, dass die Inflation in den kommenden Monaten nicht steigen wird.

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Finanztest: Dispozinsen immer noch häufig zu hoch

21. September 2011
cc by flickr/ Public Domain Photos

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Vor einigen Monaten hatte die Zeitschrift „Finanztest“ schon einmal moniert, dass die meisten Banken für einen Dispokredit sehr hohe Zinsen verlangen. Nun hat „Finanztest“ für die Oktober-Ausgabe wieder insgesamt 1.610 Banken und Sparkassen nach der Höhe der Dispozinsen gefragt. Viele Geldinstitute haben gar nicht erst geantwortet. Kein Wunder, denn bei den übrigen konnten die Experten sehen, dass sich in der Zeit nicht viel getan hat.

So verlangen beispielsweise die Sparkasse MĂĽnchen oder die Volksbank Braunlage satte 14,75 Prozent Zinsen fĂĽr den Dispokredit. Die Targobank liegt bei ihren Angeboten Extra- und Classic-Konto bei 14,7 Prozent.

Es gibt jedoch auch einige wenige Geldinstitute, die reagiert haben. Bei 174 Konten stellten die Experten geringere Zinsen als vor einem Jahr fest. Insgesamt fielen nur 73 Institute positiv auf, bei denen die Zinsen unter zehn Prozent liegen. Die Deutsche Skatbank gehört beispielsweise mit nur sechs Prozent dazu oder auch die DAB Bank mit 6,95 Prozent sowie die DKB und die SKG Bank mit jeweils 7,9 Prozent.

Im vergangenen Sommer wurde die Verbraucherkreditrichtlinie verabschiedet. Darin wird festgelegt, dass sich die Banken bei den Dispozinsen am EZB-Leitzins oder dem Euribor orientieren mĂĽssen. Dies haben laut „Finanztest“ auch einige getan. Gut 150 Banken haben mit dem steigenden Leitzins die Dispozinsen noch erhöht! 200 Institute haben sich gar nicht daran gehalten. Laut der Richtlinie mĂĽssen nämlich nur Zinssenkungen weitergegeben werden und so machen sich einige Geldinstitute hier den Spielraum zunutze…

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