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Archiv für 2009

Nur die wenigsten nutzen die betriebliche Altersvorsorge

30. Dezember 2009

Nach einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGovPsychonomics im Auftrag der Versicherungskammer Bayern nutzt nur jeder f√ľnfte Deutsche die M√∂glichkeit in die betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen. In Zeiten von steigender Altersarmut, der Finanzkrise und wachsendem Druck auf dem Arbeitsmarkt ein fast schon erschreckende Ergebnis.

Vor allem diejenigen, die im Alter aufgrund der momentanen wirtschaftlichen Entwicklung wahrscheinlich am meisten gef√§hrdet sind, nutzen kaum ihre M√∂glichkeiten f√ľr sp√§ter vorzusorgen. In der Gruppe der unter 30-J√§hrigen nutzen nur 12% die betriebliche Altersvorsorge.

Generell gibt es gravierende Unterschiede bei den Geschlechtern: Während 24% der Männer ihre Rente aufbessern, tun dies nur 15% der Frauen.

Hierbei besteht dringend gr√∂√üerer Aufkl√§rungsbedarf von Seiten des Arbeitgebers, denn gerade die betriebliche Altersvorsorge bietet f√ľr die meisten gute M√∂glichkeiten: Jeder, der einzahlt, sorgt nicht nur f√ľr das Alter vor, sondern spart gleichzeitig auch noch Sozialabgaben und Steuern! Auf diesem Gebiet sollte sich jeder schlau machen!

Arbeitsrecht, Sparen , , ,

Kakaopreis durch Spekulationen auf Höchststand

26. Dezember 2009

Der Kakaopreis erlebte im Jahre 2009 ungeahnte Höhen. Er ist auf den Warenterminbörsen in New York und London auf fast bis zu 2.200 Euro/t gestiegen. Schuld ist eine Verlagerung des Börsengeschäftes auf Rohstoffzertifikate. Spekulanten, Banken und Fonds glauben zur Zeit auf den Rohstoffmärkten deutlich höhere Gewinne erzielen zu können als mit anderen Investments. Das niedrige Zinsniveau trägt mit dazu bei, dass auch deutsche Banken am Spekulationskarussell teilnehmen und ihren Anlegern bessere Renditen auf den Rohstoff-Märkten versprechen. Hier werden Produkte wie Rohöl, Gold und Kupfer gleichermaßen gehandelt wie Weizen, Mais, Reis, Kaffee und auch Kakao.

Nach Einschätzung von Finanzexperten soll der Rohkakaopreis trotz guter Ernte hoch bleiben. Und das hat nichts mehr mit herkömmlichen Marktmechanismen zu tun: Die Kakao- und Schokoladenindustrie war bislang geprägt vom Markt regulierenden Wechselspiel von Angebot und Nachfrage.

Wird der Rohkakaopreis nun willk√ľrlich von Investoren und Spekulanten in die H√∂he getrieben, dann n√§hern wir uns Verh√§ltnissen, wie wir sie bereits bei Roh√∂l, Gold, Mais und Getreide kennen. Es bleibt dann zu bef√ľrchten, dass sich die Verbraucher auf deutlich gr√∂√üere Preisschwankungen bei Schokoladenerzeugnissen einstellen m√ľssen. Verh√§ltnisse wie wir es vom Benzin kennen. Doch hat Schokolade das wirklich verdient?

Verbraucherpreise , , ,

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

24. Dezember 2009

Weihnachten by kevindooleySo langsam n√§hern wir uns dem Ende von 2009. Und was war das f√ľr ein Jahr, besonders in der Finanzwelt! Die gro√üe Krise hat das gesamte System ganz sch√∂n aufgew√ľhlt, hat so manche Ungerechtigkeiten ans Licht gebracht und f√ľr viele auch gro√üe Einbu√üen bedeutet. Eigentlich der perfekte Zeitpunkt f√ľr einen Neuanfang, auch wenn das Banken und B√∂rsen zum Teil noch nicht so wahrhaben wollen!

Hoffen wir also auf ein gutes Jahr 2010. Wir halten hier auf jeden Fall die Stellung und berichten auch weiterhin aus der bunten Welt der Finanzen. W√§hrend der Feiertage und bis ins neue Jahr hinein werden wir hier unsere gewohnte Beitragsfrequenz ein wenig senken, aber im neuen Jahr sind wir nat√ľrlich frisch und munter wieder f√ľr Sie da.

Dem Team von Money-Insider bleibt an dieser Stelle nichts anderes mehr als all unseren Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu w√ľnschen! Vielen Dank f√ľr Ihre Treue! Auf dass wir uns 2010 gut wiederlesen!

Finanzen

Urteil: Keine Rundfunkgeb√ľhren f√ľr PC mit Internet

22. Dezember 2009

Momentan wird ja viel √ľber die zus√§tzlichen Rundfunkgeb√ľhren f√ľr internetf√§hige PCs diskutiert. Das Verwaltungsgericht Braunschweig hat jetzt ein Urteil gesprochen, das f√ľr weitere Ma√ünahmen wegweisend sein k√∂nnte. Die Richter entschieden n√§mlich, dass f√ľr einen PC mit Internetanschluss nicht automatisch Rundfunkgeb√ľhren erhoben werden d√ľrfen.

In dem konkreten Fall ging es um eine Diplom√ľbersetzerin, die ihren PC mit Internet f√ľr die Arbeit nutzt. Seit 1991 zahlt sie f√ľr den Privathaushalt Rundfunkgeb√ľhren. Als sie dem NDR mitteilte, dass sie einen internetf√§higen PC hat, verlangte der Sender von ihr Geb√ľhren. Sie zog daraufhin vor Gericht und bekam nun recht.

Man k√∂nne nicht automatisch davon ausgehen, dass Personen PCs mit Internetanschluss f√ľr den Rundfunkempfang erwerben. Anders als bei herk√∂mmlichen Rundfunkger√§ten sei der Empfang meist zweitrangig.

Zudem w√ľrden viele Sender, wie hier eben auch der NDR, online noch keinen f√ľr die Geb√ľhren relevanten Rundfunk bereithalten. Au√üerdem seien Zweitger√§te stets von der Rundfunkgeb√ľhr befreit, egal ob privat oder gewerblich.

Dadurch d√ľrfte die Debatte um einiges spannender geworden sein…

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Versicherungsvertreter m√ľssen nicht beraten!

21. Dezember 2009

Wer von einem Versicherungsvertreter zu einem Produkt informiert wird, darf nicht automatisch damit rechnen, dass dieser ihn auch auf Nachteile hinweist. Versicherungsvertreter sind keine Berater! Das urteilte das Oberlandesgericht Celle.

In dem Fall ging es um einen Familienvater, der bei der Vermittlung einer privaten Krankenversicherung nicht vom Versicherungsvertreter darauf hingewiesen wurde, dass f√ľr seine Familie beim Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung h√∂here Beitr√§ge entstehen.

Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses war die Frau noch gesetzlich versichert. Als sie dann schwanger wurde, wechselte sie auch in die private Krankenversicherung. F√ľr die beiden Kinder und auch die Ehefrau stiegen die Beitr√§ge. Da der Mann dies nicht wusste, verlangte er von der Versicherung Schadenersatz.

Doch das Gericht urteilte nicht zu seinen Gunsten. Solche Informationen m√ľsse sich jeder selbst beschaffen. Man k√∂nne bei einem Versicherungsvertreter nicht automatisch von einer unabh√§ngigen Beratung ausgehen. Wer wirklich keine Ahnung hat muss zus√§tzlich stets einen unabh√§ngigen Finanz- und Versicherungsberater aufsuchen…

Versicherung , ,