Die Zahlen sind erschreckend, denn 2009 sind die Anzahl der Privatinsolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um fast 9% angestiegen. Dies bestätigt auch das aktuelle Schuldenbarometer der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel.
Ganze 130.698 Bundesbürger meldeten 2009 Privatinsolvenz an. 2008 waren dies noch 120.289… Auf 100.000 Einwohner kommen somit im Schnitt 159 insolvente Personen. Im Verhältnis zur Anzahl der Einwohner hat Bremen die meisten Privatinsolvenzen, gefolgt von Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die wenigsten gab es in Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg.
Erschreckend ist vor allem, dass auch immer mehr junge Leute in der Schuldenfalle stecken. 2009 waren es fast 35% mehr Schuldner unter in der Gruppe der 18- bis 25-Jährigen. Inzwischen hat das Schuldenproblem also fast alle Altersgruppen abgedeckt und sich gleichmäßig verteilt.
Experten rechnen auch nicht mit einer schnellen Besserung. Im Gegenteil: 2010 könnte sich die Lage sogar noch drastisch verschlimmern…
Nach einer Studie im Auftrag Postbank sind im Laufe der letzten Jahre seit der Wende noch nie so viele Deutsche ausgewandert. Allein 2008 suchten an die 175.000 das Weite, Tendenz steigend.
13% der über 50-Jährigen wären zu solch einem Schritt bereit. Die meisten geben an, dass der Hauptgrund für das Auswandern Angst vor Altersarmut ist. So geht man also in ein Land, in dem die Lebenshaltungskosten geringer sind.
Oft können sie sich dort dann sogar einen höheren Lebensstandard leisten. Deutlich mehr Selbstständige suchen ihr Glück in anderen Ländern. Bei Beamten oder Angestellten kommt dies seltener vor.
Außerdem wollen tendenziell mehr Männer als Frauen auswandern (Männer 16%, Frauen: 10%). Und auch zwischen West und Ost gibt es unterschiedliche Tendenzen: Während 14% der Westdeutschen das Weite suchen wollen, wollen dies nur 8% der Ostdeutschen.
Seit kurzem heißt die Citibank nun Targobank. Und passend zur Namensänderung gibt es natürlich auch ein paar “Willkommensangebote”. Vor allem, wer in nächster Zeit einen Kleinkredit, ein neues Girokonto oder sein Geld als Festgeld anlegen möchte, sollte im Folgenden aufpassen.
Das Willkommens-Festgeld der Targobank sichert dem Kunden einen garantierten Zinssatz von 3% pro Jahr. Dies gilt für eine Festgeldanlage von mindestens sechs Monaten, die nicht höher als 25.000 Euro ist. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben.
Der Willkommenskredit liegt bei einer maximalen Höhe von 5.000 Euro und lockt mit nur 5,99% jährlichen Zinsen. Die Raten und die Laufzeit kann man an seine individuelle Situation anpassen und bietet auch spezielle Lösungen falls es aufgrund von besonderen Umständen mal mit der Rückzahlung nicht klappt. Zudem kann man den Kredit innerhalb von vier Wochen zurückgeben, falls man woanders ein besseres Angebot findet. Dieses Angebot gilt noch bis zum 30. April 2010.
Das Girokonto der Targobank lockt vor allem damit, dass man sich seine eigene Kontonummer aussuchen darf. Naja, zumindest fast… Die ersten drei Ziffern legt die Bank fest, die restlichen sieben wählt man selbst. Ach ja, das Konto ist ab einem monatlichen Mindesteingang von 600 Euro kostenlos.
Durch Kreditkartenbetrug entstehen in jedem Jahr Schaden von rund 150 Millionen Euro. Die Diebe werden immer dreister und auch gerissener. Sei es nun der PIN wird beim Eingeben im Laden einfach ausgespäht oder sie kommen online durch zum Beispiel einen Einkauf in einem unsicheren Shop an die Daten.
Meist steht man dem hilflos gegenüber und kann nur hoffen, den Betrug rechtzeitig zu merken. Doch nun kann man sich auch dagegen versichern. Als erste Anbieter auf dem Markt bietet CosmosDirekt einen sogenannten Konto-Schutzbrief an.
Dieser soll alle möglichen Schäden absichern, vom Missbrauch beim Zahlen mit Kredit- oder Bankkarte, beim Onlineshopping oder auch beim Geldabheben.
Und er ist auch gar nicht teuer: Singles zahlen nur 24 Euro im Jahr, Familien 34 Euro. Also, am besten mal informieren, ob er für einen in Frage kommt. Ach ja, und einen passenden Spot gibts dazu natürlich auch noch:
Musterkaufverträge kann man sich im Internet oder in jedem Schreibwarenladen holen. Doch logischerweise sind diese standardisiert und können so bei juristischen Laien zu Streitigkeiten führen. Nichtsdestotrotz hat der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil die Gültigkeit von solchen Musterverträgen bestätigt, auch wenn diese juristisch nicht mehr korrekte Klauseln enthalten.
In dem konkreten Fall ging es um einen Mann, der von einer Frau einen PKW für 4.600 Euro gekauft hatte. Dabei benutzte die Frau als Grundlage für das Geschäft einen vorgefertigten Musterkaufvertrag.
Dieser enthielt u.a. folgenden Klausel: “Der Käufer hat das Fahrzeug überprüft und Probe gefahren. Die Rechte des Käufers bei Mängeln sind ausgeschlossen.” Einzige Ausnahme: eine arglistige Täuschung.
Nach einer Weile verlangte der Mann nun 1.000 Euro von der Frau zurück, da der Wagen aus seiner Sicht einen erheblichen Unfallschaden gehabt habe. Die Frau hätte die Haftung unrechtmäßig ausgeschlossen und sei somit zur Zahlung verpflichtet.
Das sahen die Richter anders: Bei dem Vertrag handle es sich um ein Muster, dass die Verkäuferin nicht aktiv gestaltet habe. Bei einem Geschäft unter juristischen Laien mit Musterverträgen müsse man davon ausgehen, dass der Vertrag so gestaltet sei, dass keine der beiden Parteien benachteiligt werde.