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Archiv für 2012

Stiftung Warentest: Lebensversicherungen lohnen sich nicht mehr!

30. Dezember 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Auch im Bereich der Lebensversicherungen sinken die Zinsen immer weiter und viele Menschen werden wohl am Ende weniger herausbekommen als gedacht. In der Januar-Ausgabe ihrer Zeitschrift ‚ÄěFinanztest‚Äú weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass sich der Abschluss von Lebensversicherungen kaum noch lohnt.

Eigentlich sind Lebensversicherer seit 2008 dazu verpflichtet, Kunden an den Bewertungsreserven zu 50 Prozent zu beteiligen, wenn deren Vertr√§ge ausgezahlt werden sollen. Dieser Prozentsatz wurde jedoch vor wenigen Tagen aufgrund eines Beschlusses des Bundestags verringert! Einige Versicherungsmanager w√ľrden laut den Experten der Stiftung Warentest zudem √ľberlegen, Zinsgarantien in der Zukunft zeitlich zu begrenzen. Dass weitere Leistungen gek√ľrzt werden, sei nicht auszuschlie√üen.

Schon jetzt liegt der Garantiezins bei nur noch 1,75 Prozent, was abz√ľglich der entstehenden Kosten am Ende einen Zinssatz von unter einem Prozent bedeuten k√∂nne. Jedoch r√§t die Stiftung Warentest all jenen, die eine Lebensversicherung abgeschlossen haben, von √ľbereilten Handlungen ab, denn eine Beitragsfreistellung oder gar ein Verkauf k√∂nnen teurer sein als den Vertrag bis zum Ende durchzuhalten!

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Unfallflucht: Zahlt die Kfz-Versicherung generell nicht?

28. Dezember 2012
cc by wikimedia/ Thue

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Wer einen Unfall mit dem Auto verursacht, darf sich danach auf keinen Fall unerlaubt vom Unfallort entfernen und muss seine Personalien hinterlassen. Geschieht dies nicht, spricht man bekannterma√üen von Fahrerflucht. Bei solch einem Verhalten kann man auch nicht damit rechnen, dass die Kfz-Versicherung f√ľr den Schaden aufkommt. Wie sieht es jedoch aus, wenn man zum Beispiel den ADAC und die Versicherung informiert, aber nicht die Polizei und den Gesch√§digten? Mit dieser Fragestellung hat sich der Bundesgerichtshof besch√§ftigt.

Im konkreten Fall fuhr ein Mann gegen einen Baum, weil er nach eigenen Angaben einem Reh ausgewichen war. Dabei wurde sowohl der Baum als auch der Wagen schwer besch√§digt. Der Betroffene rief daraufhin den ADAC an, wartete vor Ort, bis sein Auto abgeschleppt wurde und sagte auch seiner Versicherung Bescheid. Jedoch meldete er den Unfall weder bei der Polizei noch beim Gesch√§digten, in diesem Fall dem Stra√üenverkehrsamt, das zust√§ndig f√ľr den besch√§digten Baum war.

Seine Kaskoversicherung weigerte sich den Schaden in H√∂he von mehr als 27.000 Euro zu begleichen, da der Mann gegen ‚ÄěAufkl√§rungsobliegenheiten‚Äú versto√üen, indem er nicht die Polizei rief, und damit Fahrerflucht begangen habe. Die Richter des BGH sahen dies anders: Nat√ľrlich sei ‚Äěunerlaubtes Entfernen vom Unfallort‚Äú strafbar, jedoch bedeute dies nicht, dass damit automatisch die Kfz-Versicherung nicht zahlen muss. In diesem Fall reiche das rechtzeitige Informieren der Versicherung unter Umst√§nden aus.

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Verbrauchersch√ľtzer halten Ticketversicherungen f√ľr unn√∂tig

26. Dezember 2012
cc by wikimedia/ Wosch21149

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Man kann sich heutzutage ja offenbar gegen alles versichern. So werden beim Kauf von Tickets f√ľr zum Beispiel Konzerte oder Sportveranstaltungen im Internet fast immer entsprechende Ticketversicherungen angeboten, die einem eine R√ľckerstattung versprechen, wenn man zum Beispiel aus gesundheitlichen Gr√ľnden nicht zu der Veranstaltung gehen kann.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sich einige Angebote näher angesehen und kommt dabei zu dem Schluss, dass Kunden in der Regel getrost auf Ticketversicherungen verzichten können. Sie sind zum einen teuer und garantieren einem nicht unbedingt einen ausreichenden Schutz. So sollten sich alle, die dennoch eine solche Versicherung abschließen wollen, die Bedingungen genau durchlesen.

Bei Krankheit muss zum Beispiel immer ein √§rztliches Attest vorliegen. In einem Fall wurden den Kunden zur R√ľcktritssversicherung auch noch Policen f√ľr den Versand und einen m√∂glichen Konzertausfall angeboten, was laut den Verbrauchersch√ľtzern besonders dreist ist, denn mit oder ohne Versicherung tr√§gt das Versandrisiko immer der Verk√§ufer und beim Ausfall eines Konzerts erhalten Kunden stets vom Veranstalter das Geld zur√ľck. √Ąrgerlich fanden es die Experten auch, dass bei einigen Portalen die Ticketversicherung bereits automatisch angekreuzt ist, das hei√üt Kunden m√ľssen genau aufpassen und das H√§kchen selbst entfernen um nicht draufzuzahlen. F√ľr eine Ticketversicherung gilt √ľbrigens immer ein 14-t√§giges Widerrufsrecht wie bei allen anderen Versicherungen auch.

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Kosten f√ľr Winterdienst vor dem Haus steuerlich absetzbar

25. Dezember 2012
cc by flickr/ Tobias Mandt

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Zum Winter geh√∂rt Schneeschippen f√ľr die meisten Menschen genauso dazu wie K√§lte, Weihnachten und rutschige Fahrbahnen. Hausbesitzer sind nicht nur dazu verpflichtet, den Weg zur Haust√ľr auf dem eigenen Grundst√ľck zu r√§umen, sondern auch den Gehweg vor ihrem Haus, denn sonst verletzen sie gegen die Verkehrssicherungspflicht.

Wer hierf√ľr einen Winterdienst beauftragt, kann diese Kosten ebenfalls von der Steuer als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen. Dies geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg hervor. Geklagt hatte ein Mann, der die Kosten f√ľr die Schnee- und Eisbeseitigung auf dem Gehweg vor seinem Haus in H√∂he von 150 Euro steuerlich geltend gemacht hatte, was das Finanzamt ablehnte.

Die Richter sahen keinen Grund, warum der Gartenzaun oder die Grundst√ľckgrenzen hier eine Rolle spielen sollte. Hausbesitzer m√ľssten der Verkehrssicherungspflicht nachkommen und daher falle die Beauftragung eines Winterdiensts unter haushaltsnahe Dienstleistungen. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskr√§ftig, da das Finanzamt Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt hat.

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Riester-Rente: Verträge im Auge behalten!

24. Dezember 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Wer sich f√ľr eine Riester-Rente als Form der privaten Altersvorsorge entscheidet muss wissen, dass man die Vertr√§ge im Laufe der Jahre immer wieder im Blick haben und entsprechend handeln muss. Dies beginnt bereits bei der j√§hrlichen Beantragung der Zulagen, √ľber die wir mehrfach berichtet haben.

Um die staatliche F√∂rderung zu erhalten, muss man diese jedes Jahr aufs Neue Beantragen. Wer Angst hat, dies zu vergessen oder einfach weniger Arbeit haben m√∂chte, kann jedoch einen Dauerzulagenantrag stellen. Dieser muss nur einmal ausgef√ľllt werden und der Anbieter der Riester-Rente √ľbernimmt dann die Beantragung f√ľr einen.

Zudem sollte man wissen, dass man nur die volle Zulagenh√∂he erh√§lt, wenn die gesamte Sparleistung im Jahr wenigstens vier Prozent des Bruttoeinkommens des Vorjahres entspricht. . Liegt man darunter, erh√§lt man die Zulage nur anteilig. Mindestens eingezahlt werden muss j√§hrlich jedoch ein Betrag von 60 Euro. Wer aus irgendwelchen Gr√ľnden nicht mehr zahlen kann, sollte sich unbedingt informieren, ob man die Zahlungen reduzieren oder sogar aussetzen kann.

Da mit jedem Kind die F√∂rderung steigt, muss eine Geburt nat√ľrlich dem Anbieter mitgeteilt werden. Zudem sollten Riester-Sparer wissen, dass die Beitr√§ge bis maximal 2.100 Euro von der Steuer abgesetzt werden k√∂nnen. Beginnt der Auszahlungszeitraum, kann auch hier ein genaues Pr√ľfen der Bedingungen g√ľnstig sein. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter kann sich dabei lohnen, jedoch nur nach einem genauen Vergleich, bei dem auch Faktoren wie Geb√ľhren und Co. bedacht werden.

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