Baufinanzierung: Niedrige Zinsen erlauben Schritt in die eigenen vier WĂ€nde

18. MĂ€rz 2009

WĂ€hrend die Mietbelastung steigt, sinken die Baufinanzierungskosten

Laut Deutschem Mieterbund mussten heimische Mieter im vergangenen Jahr 34 Prozent ihres verfĂŒgbaren Nettoeinkommens fĂŒr Wohnen ausgeben. Damit hat sich die durchschnittliche Wohnkostenbelastung um gut einen Prozentpunkt verteuert. Preistreiber sind neben den zuletzt höheren Betriebs- und Energieausgaben auch die Mietkosten selbst, die sich im Schnitt um 1,2 Prozent erhöht haben. Der deutsche Immobilienverband IVD spricht sogar von Mietsteigerungen in Höhe von 2 bis 3 Prozent in StĂ€dten ĂŒber 100.000 Einwohnern. „WĂ€hrend die Mieten in 2008 vielerorts nach oben kletterten, sind die Baugeldzinsen seit Mitte Juli in den Keller gegangen“, erklĂ€rt Robert Haselsteiner, GrĂŒnder und Vorstand der Interhyp AG und macht deutlich: „Der Zeitpunkt ist gĂŒnstig, um von der Miete ins Eigentum zu wechseln und sich somit von möglichen Mietsteigerungen unabhĂ€ngig zu machen. Denn neben den niedrigen Baugeldzinsen bekommen Eigenheimerwerber hierbei hohe Kalkulationssicherheit: Anders als ihre monatliche Miete können sie ihre Kreditrate durch Wahl einer festen Zinsbindung auf 10, 15 oder sogar 30 Jahre festschreiben und sich so gegen eine finanzielle Mehrbelastung absichern.“

Experten sind sich einig, dass von einer Entspannung am deutschen Wohnungsmarkt nicht auszugehen ist. „Gerade in BallungsrĂ€umen muss auch weiterhin mit steigenden Mieten gerechnet werden, da es die BundesbĂŒrger einerseits verstĂ€rkt in die GroßstĂ€dte zieht und andererseits zu wenig neuer Wohnraum fĂŒr den stetig wachsenden Bedarf an WohnflĂ€che geschaffen wird“, erklĂ€rt Haselsteiner.

Lagen die BestsĂ€tze fĂŒr 10jĂ€hrige Baudarlehen Anfang Juli noch bei ĂŒber 5 Prozent effektiv, sind die aktuellen Top-Konditionen mit 4,04 Prozent mehr als ein Prozentpunkt billiger. „Durch die gĂŒnstigen Baugeldzinsen lĂ€sst sich mit der bisherigen Miete vielfach auch eine Finanzierung bedienen“, weiß Haselsteiner und rechnet vor: Wer beispielweise seine 750 Euro-Kaltmiete in eine Baufinanzierung (10jĂ€hrige Zinsbindung, 1% Tilgung) investiert und 35.000 Euro Eigenkapital einbringt, kann sich momentan eine Immobilie fĂŒr 200.000 Euro kaufen. Bei einer Kaltmiete von 1.000 Euro monatlich und Eigenkapital in Höhe von 35.000 Euro darf die Immobilie 255.000 Euro kosten. Entscheidet sich der Darlehensnehmer fĂŒr eine sehr planungssichere 15jĂ€hrige Zinsbindung und eine erhöhte Tilgung von zwei Prozent, betrĂ€gt der maximale Kaufpreis 215.000 Euro bei einer Kaltmiete von 1.100 Euro und 35.000 Euro Eigenkapital.

Baufinanzierung ,

180 Euro legen die Deutschen im Schnitt pro Monat auf die hohe Kante

18. MĂ€rz 2009

Wie das Statistische Bundesamt zum Weltspartag am 30. Oktober mitteilt, haben die privaten Haushalte in Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr gespart. Im Vergleich zum Vorjahr legte die Sparquote um 0,5 Prozentpunkte auf jetzt saisonbereinigt 11,3% des verfĂŒgbaren Einkommens zu. Je Einwohner wurden so durchschnittlich 180 Euro monatlich zur Seite gelegt, rund zehn Euro mehr als im vergangenen Jahr. Zusammen ergibt sich in der ersten JahreshĂ€lfte eine gesparte Summe von fast 89 Milliarden Euro. Wie sich die aktuellen Turbulenzen an den FinanzmĂ€rkten und die zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheiten auf das Sparverhalten auswirken werden, kann erst in den nĂ€chsten Monaten beurteilt werden.

Je nach Sparneigung und Einkommen gibt es im Einzelfall deutliche Unterschiede zwischen den Haushalten. Aus den makroökonomischen Berechnungen in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen kann jedoch nur das Sparen der privaten Haushalte insgesamt und ein Durchschnittswert ermittelt werden.

Die privaten Haushalte verwenden ihre nicht konsumierten Einkommensteile heute sowohl fĂŒr ein breites Spektrum an Finanzanlagen als auch fĂŒr den Kauf von investivem Sachvermögen. Von der Sparsumme in Höhe von gut 167 Milliarden Euro im Jahr 2007 haben die privaten Haushalte Nettoinvestitionen, das heißt Bruttoinvestitionen minus Abschreibungen, von 42 Milliarden Euro getĂ€tigt. Dazu zĂ€hlen vor allem Investitionen in den Wohnungsbau. Dass die Investitionsneigung privater Haushalte gegenĂŒber frĂŒheren Jahren gedĂ€mpft ist, zeigt der Blick zurĂŒck. So wendeten die privaten Haushalte im Jahr 1995 mit 80 Milliarden Euro fast das Doppelte fĂŒr Nettoinvestitionen auf.

Wie die von der Deutschen Bundesbank erstellte Finanzierungsrechnung zeigt, haben die privaten Haushalte im Jahr 2007 rund 133 Milliarden Euro neu an Geldvermögen gebildet beziehungsweise an Schulden getilgt. Aufgebaut wurde der Bestand an Geldvermögen vor allem durch Geldanlagen bei Banken (86 Milliarden Euro) und Versicherungen (54 Milliarden Euro) sowie durch den Kauf von Investmentzertifikaten (25 Milliarden Euro). Wertpapieranlagen wie Aktien und Rentenpapiere waren nicht gefragt, ihr Bestand wurde sogar erheblich reduziert (– 59 Milliarden Euro). AusfĂŒhrliche Informationen zur Geldvermögensbildung werden regelmĂ€ĂŸig von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht. FĂŒr die Sach- und Geldvermögensbildung stehen den Haushalten neben dem Sparen auch noch die per Saldo empfangenen Vermögenstransfers, wie beispielsweise die staatliche Spar- und Eigenheimzulage, zur VerfĂŒgung.

Bei der Analyse des Sparens im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen sind einige konzeptionelle Besonderheiten zu beachten. So zĂ€hlen bewertungsbedingte Änderungen wie Kursgewinne oder -verluste bei Aktien und WertĂ€nderungen bei Immobilien nicht zum Sparen, da sie nicht aus erwirtschaftetem Einkommen entstanden sind. Der durch Abschreibungen ausgedrĂŒckte Verzehr von Werten, bei privaten Haushalten sind dies vor allem Abschreibungen auf eigen genutzte und vermietete Wohnungen, reduziert das verfĂŒgbare Einkommen privater Haushalte und damit auch das Sparen.

Sparen

Sparbuch ja oder nein?

17. MĂ€rz 2009

Die SparbĂŒcher mussten in den vergangenen Jahren hinsichtlich der Beliebtheit einige Einbußen vornehmen und so waren sie fĂŒr die meisten Deutschen nicht ausreichend profitabel. Immerhin waren die ZinssĂ€tze lange Zeit wesentlich niedriger als bei anderen Formen der Geldanlage. Nun haben sie jedoch dank der Finanzkrise wieder entscheidend an Beliebtheit gewinnen können. Der Grund hierfĂŒr ist die Sicherheit. Sicherlich können sie auch in diesen Tagen kaum mit den ErtrĂ€gen punkten, doch sie vermitteln den Menschen den Aspekt der Sicherheit. Ebenso sind sie entsprechend flexibel zu handhaben. Der Verlust der Einlagen kann im Großen und Ganzen ausgeschlossen werden. Auch Experten sind sich in dem Punkt einig, dass es sich bei dem Sparbuch um eine sichere und vor allem auch zeitgemĂ€ĂŸe Geldanlage handelt. Je nach Finanzunternehmen und Angebot sind die SparbĂŒcher mit den verschiedensten ZinssĂ€tzen ausgestattet. Somit lohnt sich auch hier der Vergleich entsprechend stark. Immerhin wird das einst so altmodisch angesehene Sparbuch heute auch von modernen Finanzunternehmen mit den entsprechenden Konditionen angeboten.

Geldanlage, Sparbuch, Zinsen , , ,