Im Herbst sollen wieder die Gaspreise steigen

25. August 2010

Dass die Preise für Gas in Deutschland ständig schwanken, sind wir ja mittlerweile gewöhnt, so seltsam wie in diesem Jahr, war die Preispolitik jedoch noch nie. So teilte das Verbraucherportal Verivox in diesen Tagen mit, dass, pünktlich zur nahenden Heizsaison, im September und Oktober mit erheblichen Preiserhöhungen beim Gas zu rechnen ist.

81 Versorger haben angekündigt die Preise für Gas um durchschnittlich neun Prozent zu erhöhen, darunter sind 48 Anbieter, die sogar eine Steigerung der Entgelte im zweistelligen Prozentbereich vornehmen wollen.

Interessanterweise haben jedoch auf der anderen Seite 71 Gasanbieter angekündigt, dass sie die Preise im Schnitt um acht Prozent senken werden, darunter sind wiederum 21, die eine Senkung im zweistelligen Prozentbereich vornehmen wollen.

Eine seltsamen Lage! Gründe für die unterschiedliche Preisentwicklung seien die jeweils abweichende Beschaffungspolitik und das Ausgangsniveau der Preise. Wurde sich in den vergangenen Jahren noch relativ starr am Ölpreis orientiert, ändert sich dies nun offenbar.

Tarife vergleichen und wechseln macht in diesem Herbst also besonders Sinn! Angeblich soll dies jedoch nicht lange so weitergehen. Der Trend zeige, dass die Preise schon im nächsten Frühjahr flächendeckend steigen werden.

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Streit um Abhebegebühr am Automaten spitzt sich zu

24. August 2010

Seit Monaten streiten sich Politik, Verbraucherschützer und Banken um die Abhebegebühren am Geldautomaten, die beim Abheben bei einer Fremdbank meist sehr hoch sind. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner droht den Banken nun mit einem Gesetz falls diese nicht handeln.

Sie fordert, dass Kunden sichtbar vor dem Abheben am Automaten die anfallenden Gebühren angezeigt bekommen, damit sie einen genauen Überblick haben und bei zu hohen Gebühren den Vorgang noch abbrechen können. Die Frist für eine Umsetzung erscheint in diesem Zusammenhang dann doch etwas lang: Bis Mitte nächsten Jahres soll dies umgesetzt werden, ansonsten müssten laut Aigner gesetzliche Schritte eingeleitet werden.

In der Zwischenzeit streiten sich auch noch Banken und Kartellamt um generell niedrigere Gebühren. Noch bis Ende diesen Monats müssen die Institute dem Bundeskartellamt einen Vorschlag zur weiteren Regelung machen. Auf dieses Ergebnis kann man gespannt sein. Wie es aussieht, können wir bald mit niedrigeren Gebühren rechnen und das ist doch immerhin schon einmal etwas…

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Das Ende der noa Bank – Was passiert mit dem Kapital der Anleger?

23. August 2010

Es war eine schöne Idee, die am Ende leider nicht realisiert werden konnte. Vor gut einem Jahr hatte sich die noa Bank gegründet. Nach der Finanzkrise wollten sie alles anders machen: Die Anleger sollten selbst bestimmen, was mit ihrem Geld geschieht. Dabei wollte man sich nicht dem normalen Markt unterwerfen, sondern in ethische und soziale Projekte aus den Kategorien „Region, Leben, Planet und Kultur“ investieren.

Nach nur einem Jahr ist dieser Traum ausgeträumt: Die BaFin hat die noa Bank geschlossen. Bleibt natürlich für die rund 15.000 Kunden die Frage, was mit ihrem Geld geschieht.

Günstige Zinsen wie 2,20% auf das Tagesgeld oder 3,50% auf das Festgeld konnten schnell viele Kunden locken, die der Bank satte 300 Millionen Euro an Einlagen sicherten. Schnell setzte jedoch Überforderung ein: 70 Millionen Euro Anlage wurden durch nur 5,6 Millionen Euro Eigenmittel abgesichert. Außerdem waren zu wenig Kredite vergeben worden, als dass man die hohen Zinsen der Kunden decken konnte. Die Entwicklung erfolgte zu langsam.

Am Ende versuchte man sogar nun doch noch an den Markt zu gehen und nur einen Teil des Geldes in die versprochenen sozialen Projekte anzulegen. Bereits im Juni untersagte die BaFin der noa Bank neue Kundengelder aufzunehmen und neue Kredite zu vergeben. Auch das Absenken der Zinsen half nichts mehr: Die BaFin hat die noa Bank geschlossen.

Von manchen Seiten wurden dabei auch Stimmen laut, dass die noa Bank nie eine Chance hatte, da die Großbanken massiven Durck auf die BaFin ausgeübt haben sollen…

Jedenfalls werden die nächsten Wochen für die Kunden der noa Bank eine kleine Zitterpartie. Natürlich unterliegt die noa Bank der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Beim Einlagensicherungsfonds der privaten Banken machte sie jedoch nicht mit. Das heißt konkret, dass 50.000 Euro pro Kunden sicher sind. Die Betroffenen müssen sich allerdings wohl einige Zeit gedulden bis sie das Geld erhalten. Für alle Spar- und Anlagebeträge, die darüber liegen, ist die Situation noch ungewiss.

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Einreise in die USA: Anmeldegebühr können Schnelle sich sparen

22. August 2010

Seit einiger Zeit müssen alle Personen, die in die USA einreisen wollen, sich online eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA) holen. Das Auswärtige Amt weist aktuell darauf hin, dass dies ab dem 8. September kostenpflichtig wird, genauer gesagt eine Gebühr von 14 Dollar (rund 11 Euro) kostet.

Wer also bis zum 8. September diesen Jahres das ESTA-Formular ausfüllt, kann sich die Gebühren sparen. Nachdem der ESTA-Antrag genehmigt wurde, gilt er zwei Jahre lang für mehrere Reisen in die USA oder bis der Reisepass abläuft.

Wer also in den nächsten zwei Jahren plant, in die USA zu reisen, sollte noch bis zum 8. September den Antrag ausfüllen. Man muss dabei nicht einmal das genaue Reisedatum angeben. Es reicht bei den Reisedaten „unknown“ anzugeben. Sobald man das Datum dann kennt, kann man dies gebührenfrei aktualisieren.

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Kauf einer Wohnung: Auf Mehrheitsverhältnisse achten

21. August 2010

Die eigenen vier Wände bedeuten für viele einen Zugewinn an Freiheit. Endlich ist man an keinen Vermieter mehr gebunden und ist quasi sein eigener Herr im Haus. Doch wer sich eine Eigentumswohnung kauft, sollte unbedingt auf die Mehrheitsverhältnisse in der Wohnanlage achten.

Der Berliner Verbraucherschutzverein Wohnen im Eigentum warnt in diesen Tagen künftige Immobilienbesitzer vor dem Kauf einer Wohnung in einer Wohnanlage, wo ein Eigentümer den Großteil der Wohnungen und damit die Stimmenmehrheit in der Eigentümerversammlung hat.

Dadurch käme es immer wieder dazu, dass dieser seine Machtposition ausnützt und nach eigenen wirtschaftlichen Interessen handelt. Meist handelt es sich dabei um Unternehmen, Immobilienfonds, Gesellschaften etc. Werden diese insolvent oder haben nicht genug Rücklagen gebildet, unterlassen sie häufig nötige Instandhaltungen oder lassen viele Wohnungen leer stehen. Die Gefahr ist zudem groß, dass sie so noch mehr Schulden hinterlassen.

Also, beim Wohnungskauf auch auf solche Dinge achten!

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