Seit dem 1. Juli kann man bei Amazon auch Lebensmittel online bestellen. Bereits zwei Wochen nach dem Start monierte die Verbraucherzentrale Hamburg das Angebot. Nun zeigt sich auch die Stiftung Warentest mit der Umsetzung wenig zufrieden.
Für den Test bestellte die Stiftung Warentest drei Warenkörbe mit insgesamt 20 Produkten. Die Ware selbst kam vollständig und korrekt an. Jedoch meist einzeln, da Amazon, wie bei vielen anderen Produkten auch, hier nur der Zwischenhändler ist, und die Lieferungen von anderen Unternehmen ausgeführt werden.
Dies führt ebenfalls dazu, dass die Versandkosten schnell den eigentlichen Preis der Ware übersteigen können und so insgesamt viel zu teuer sind. Bei der Darstellung der über 50.000 Lebensmittel und Getränke, die man bei Amazon kaufen kann, monierten die Tester die Unvollständigkeit, große und bekannte Markenprodukte würden fehlen. Auch sei das Ganze nicht besonders übersichtlich. Die Suche nach bestimmten Dingen gestalte sich schwer. Genaue Angaben zu den Produkten, wie zum Beispiel Nährwertangaben oder Inhaltsstoffe, fehlten meist komplett.
Auf der anderen Seite betonte die Stiftung Warentest aber auch, dass sich der Lebensmittel-Einkauf erst in der Testphase befindet und Amazon bereits Nachbesserungen angekündigt hat.
Finanzen Amazon, Lebensmittelhandel, Stiftung Warentest
Etliche Deutsche haben in den letzten Jahren das Gefühl bekommen, dass die Kosten laufend steigen und sie am Ende die Dummen der Preispolitik der Konzerne sind. Das dieser Eindruck stimmt, beweist eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag der CreditPlus Bank.
Den Deutschen bleibt immer weniger Geld zum Konsumieren. Bei den meisten heißt es daher Sparen statt Geld ausgeben. Dabei geben einige an, dass sie ihr Wochenbudget nicht kennen würden. Schuld dafür seien vor allem die steigenden Preise: Seit Mai 2010 sind die Lebenshaltungskosten stark gestiegen. Die Mehrheit der Deutschen setzt daher lieber auf No-Name-Produkte als auf teure Marken.
Vor allem die Energie-, Verbraucher- und Kraftstoffpreise sind stark gestiegen, so dass viele noch mehr auf ihr Geld achten. Aus all dem zieht die CreditPlus Bank ein Fazit, das für uns und wahrscheinlich auch für die meisten unserer Leser nur schwer nachzuvollziehen ist. 19% der Deutschen könnten laut dieser Studie nicht mit ihrem Geld umgehen! Dass man sein Wochenbudget nicht kennt, mag aber auch an den oben genannten Gründen liegen…
Man müsse daher so früh wie möglich, am besten schon in der Schule den Umgang mit Geld lernen. Wie die CreditPlus Bank dies machen will, sagt sie leider nicht. Nur können wir uns das schon vorstellen…
Finanzen Geld, Haushaltseinkommen, Konsum, Umfrage
Wie wir bereits an dieser Stelle berichtet haben, sieht es in Sachen Finanzberatung in Deutschland immer noch nicht rosig aus. Daher empfiehlt es sich für alle Anleger zusätzlich zu einer Beratung Informationen über eventuelle Risiken und Co. einzuholen. Dazu sind sie laut eines aktuellen Urteils des Bundesgerichtshofs jedoch nicht verpflichtet.
In dem konkreten Fall ging es um einen Mann, der vor Jahren für 150.000 DM Anteile am geschlossenen Immobilenfonds „Turmcenter Frankfurt“ erworben hatte. Der Fonds ging pleite und der Anleger forderte 100.000 Euro Schadenersatz, da er von seinem Anlageberater generell falsch beraten und vor allem nicht über das Risiko eines Totalverlusts aufgeklärt wurde.
Das BGH gab dem Mann nun Recht: Zwischen Kapitalanlegern und Beratern sollte ein Vertrauensverhältnis herrschen. Daher könne dem Anleger kein Mitverschulden angerechnet werden, wenn er sich nicht zusätzlich informiert habe. Zwar sah dies die bisherige Rechtssprechung schon ähnlich, das BGH klärte nun aber auch, dass es für den Verjährungsbeginn unerheblich ist, ob der Anleger durch zusätzliche Informationen die falsche Beratung hätte früher erkennen können.
Finanzen Anlageberatung, Anleger, Urteil
Eine aktuelle Umfrage der Deutschen Bank zum heutigen Tag der Jugend hat ein doch ziemlich überraschendes Ergebnis hervorgebracht: Demnach liegen junge Menschen in Sachen Sparen deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
14- bis 25-Jährige haben eine Sparquote von 20,4%, während sie bei den deutschen Durchschnittshaushalten nur bei 11,3% des Einkommens liegt. Okay, das könnte auch daran liegen, dass junge Menschen weniger Verpflichtungen haben als zum Beispiel Familien…
Laut der Umfrage haben Schüler, Studenten und Auszubildende im Schnitt 480 Euro monatlich aus Taschengeld, Nebenjobs oder Ausbildung zur Verfügung. Davon legen sie 98 Euro auf die Seite. Vier von fünf der Befragten legen regelmäßig Geld zurück, wobei Männer mit 112 Euro mehr sparen als Frauen mit durchschnittlich 86 Euro.
Die beliebteste Anlageform sind Spareinlagen (Sparcard, Sparbuch, Sparplan), die 66% der Befragten haben. Mit etwas größerem Abstand folgen das Tagesgeldkonto (34%), Bausparen (25%), Riester-Rente (15%) und Lebensversicherung (11%).
Die meisten jungen Menschen (jeder Zweite) sparen um sich konkrete Wünsche erfüllen zu können, wie zum Beispiel den Führerschein, ein Auto oder eine Reise. Jeder Dritte bewahrt sein Geld für Studium, Ausbildung oder Praktika auf und jeder Vierte für seine Altersvorsorge. Ein überraschend vorbildliches Ergebnis!
Finanzen, Sparen Geld, Sparen
Seit langem sieht es in Deutschland in Sachen Zinsen für das Tagesgeld nicht besonders rosig aus. Die meisten Sparer sind schon froh, wenn sie über 2% Zinsen bekommen. Klar, dass ein Angebot, das für aktuelle Verhältnisse einen guten Zinssatz bietet, großen Zuspruch findet. Dass der Zuspruch jedoch so groß wie beim Start der GE Capital Direkt sein würde, hätten wohl nur die wenigsten gedacht.
Zum 12.7.2010 ging die Bank GE Capital Direkt auf dem deutschen Privatkundenmarkt an den Start. Ihr Angebot: 2,25% Zinsen p.a., die vieteljährlich verbucht werden. In den ersten vier Wochen gingen bei der Bank nun so viele Kontoanträge ein, dass die Mitarbeiter offensichtlich mit dieser Flut vollkommen überlastet sind.
So kann es inzwischen mehrere Wochen dauern bis der Kontoantrag durch und die Eröffnung abgeschlossen ist. GE Capital Direkt hat nun in mehreren Sparten die Werbung für das Angebot kurzzeitig gestoppt, damit sich die Lage erst einmal beruhigen kann. Kunden, die auf eine Kontoeröffnung bei der Bank warten, müssen sich also noch ein wenig gedulden und vor allem sollten sie in dieser Zeit ihr Geld bis zur neuen Eröffnung auf ihrem alten Tagesgeldkonto lassen.
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