Schufa: Bald Privatpersonen-Anfragen per App

15. Oktober 2013
Foto: azubi.net

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Kunden, die einen neuen Handyvertrag oder Stromvertrag abschlie√üen oder einen Kredit beantragen, m√ľssen in der Regel zun√§chst an der Schufa-Auskunft ‚Äěvorbei‚Äú. Umgekehrt k√∂nnen sich jedoch auch Privatpersonen √ľber Unternehmen erkundigen. Dieser Service soll laut Medienberichten in Zukunft weiter ausgebaut werden. Dazu geh√∂rt auch eine passende App.

Bereits seit dem Jahr 2010 haben Privatpersonen die M√∂glichkeit, Informationen √ľber Unternehmen √ľber die Schufa abzufragen. Dies kann zum Beispiel n√ľtzlich sein, wenn man wissen m√∂chte, ob ein potentieller Gesch√§ftspartner vertrauensw√ľrdig ist oder wenn Bewerber, sich in dieser Hinsicht √ľber ihren neuen Arbeitgeber informieren wollen.

Wie genau die Schufa diesen neuen Privatkunden-Bereich ausweiten will, ist noch nicht bekannt, ebenso wie die geplante App aussehen wird. Spannend wird dabei sicherlich vor allem der Preis, denn aktuell kostet eine solche Auskunft 28,50 Euro. Zudem wird eine einmalige Anmeldung bei der Schufa f√ľr 18,50 Euro f√§llig.

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Hobbyautoren können entsprechende Unkosten nicht steuerlich absetzen

12. Oktober 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Viele tr√§umen von einer Karriere als professioneller Autor, nur die Chancen, dass ein Verlag angebotene Manuskripte tats√§chlich zu einem Buch macht, sind relativ gering. Viele w√ľnschen sich jedoch unbedingt, ihr Geschriebenes gedruckt zu sehen und bezahlen daher sogar Verlage. Diese Autoren werden nicht nur von der Branche, sondern auch vom Finanzamt als Hobbyautoren betrachtet, die einer pers√∂nlichen Neigung nachgehen.

Laut einem Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz k√∂nnen sie deshalb auch nicht entsprechenden Unkosten steuerlich geltend machen. In dem konkreten Fall hatte ein Logop√§de gehofft, sich als Autor etablieren zu k√∂nnen und daher unter anderem mit einem Verlag einen Autorenvertrag abgeschlossen, in dem er alleine f√ľr die Druckkosten seines Buches 4.800 Euro zahlte. Im Laufe von drei Jahren waren durch weitere Kosten f√ľr unter anderem Fahrten und das Arbeitszimmer rund 11.000 Euro zusammengekommen. Diesen Verlust wollte sich der Mann vom Finanzamt erstatten lassen.

Das Gericht sah dies am Ende wie der Fiskus und betonte, dass er alleine um die 4.800 Euro Druckkosten hereinzuholen, 1.000 B√ľcher h√§tte verkaufen m√ľssen, was bei einem Erstlingswerk sehr unwahrscheinlich sei. Zudem habe sich der Verlag nicht ernsthaft um die Vermarktung des Buchs gek√ľmmert. Am Ende handle es sich also nur um ein Hobby, zumal der Mann seine T√§tigkeit als Autor inzwischen aufgegeben habe.

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Versandapotheken: Keine Rabatte auf preisgebundene Medikamente

11. Oktober 2013
cc by wikimedia/ W√ľrfel

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Das Internet er√∂ffnet auch im Bereich der √Ąrzte und Apotheken neue Wege. So ist es absolut keine Seltenheit mehr, dass Kunden ihre Medikamente in Onlineapotheken bestellen und selbst verschreibungspflichtige Arzneimittel bekommt man bei einigen Apotheken mit Sitz im Ausland √ľber den Onlinekontakt mit einem Arzt vor Ort. Klar, dass dies deutschen Apotheken ein Dorn im Auge ist.

So wird bereits seit Jahren darum gestritten, dass Medikamente, die in Deutschland der Preisbindung unterliegen, von Versandapotheken deutschen Kunden nicht g√ľnstiger angeboten werden d√ľrfen. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Nun best√§tigte dies der Bundesgerichtshof in einem entsprechenden Urteil gegen eine niederl√§ndische Versandapotheke.

Die deutschen Apotheken, die geklagt hatten, einigten sich mit dem niederl√§ndischen Anbieter darauf die meisten Verfahren f√ľr erledigt zu erkl√§ren, da es bereits zahlreiche entsprechende Entscheidungen gab. Sprich: Keine Rabatte mehr auf preisgebundene Arzneimittel f√ľr deutsche Kunden! Die einzige offene Frage ist aktuell noch, ob dies auch dann gilt, wenn die Arznei bei einer ausl√§ndischen Versandapotheke bestellt und in einer deutschen Apotheke abgeholt wird.

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Selbstbedienungskassen: Bewusst falsches Einscannen ist Diebstahl

5. Oktober 2013
cc by wikimedia/ Schumin

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Noch gibt es in Deutschland nur an wenigen Orten Kassen, an denen man selbst zahlen kann. Die SB-Kassen sollen Personalkosten reduzieren und lange Warteschlangen ersparen. Die Anschaffung ist jedoch teuer und die Betrugsmöglichkeiten der Kunden um so höher. So stehen zum Beispiel an immer mehr Selbstbedienungskassen wieder Mitarbeiter.

An Kassen, an denen keine Mitarbeiter darauf achten, was man scannt, ist die Versuchung nat√ľrlich gro√ü, einfach g√ľnstigere Produkte einzuscannen. Hier sollte man sich jedoch bewusst sein, dass dies als Diebstahl gewertet wird! Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor. In dem konkreten Fall hatte ein Mann an einer SB-Kasse einen ‚ÄěPlayboy‚Äú im Wert von f√ľnf Euro mitgenommen und daf√ľr an der Kasse den herausgerissenen Strichcode der Tageszeitung ‚ÄěWAZ‚Äú gescannt, die nur 1,20 Euro kostet. Auf diese Weise ‚Äěerwarb‚Äú er sp√§ter noch das Magazin ‚ÄěStern‚Äú zu einem g√ľnstigeren Preis.

Dies kam heraus und der Mann musste sich vor Gericht verantworten. Während das Landgericht Essen sein Verhalten noch als strafbarer Computerbetrug wertete, sah das Oberlandesgericht dies anders und bewertete es als Diebstahl. Der Mann habe ja nicht die Datenverarbeitung der Kasse selbst manipuliert. Die Geldstrafe in Höhe von 100 Euro, die die Vorinstanz verhängt hatte, wurde bestätigt.

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Leiharbeit: Bei Weihnachtsgeld ist Stichtag entscheidend

4. Oktober 2013
cc by flickr/ Danoobiel

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Die Anzahl der Leiharbeiter in Deutschland steigt immer weiter an. Wie sieht es jedoch mit dem Gehalt der Arbeiter auf Zeit aus? Die Deutsche Anwaltsauskunft weist in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein hin, nach dem Leiharbeiter den gleichen Anspruch auf Bezahlung wie Festangestellte haben. Nur beim Weihnachtsgeld zählt der Stichtag.

In dem konkreten Fall hatte ein Mann von Februar 2008 bis M√§rz 2009 in einem Unternehmen als Produktionshelfer gearbeitet. Im Dezember war er an mehreren Tagen im Einsatz, nur nicht am Stichtag f√ľr das Weihnachtsgeld, dem 1. Dezember. Die im Unternehmen Festangestellten bekamen in diesem Monat einen h√∂heren Lohn als die Zeitarbeiter. Der Leiharbeiter zog daraufhin vor Gericht und verlangte zum einen die Zahlung der Differenz zwischen seinem Lohn und derer mit Tarifvertrag. Zudem forderte er anteilig Weihnachtsgeld.

Die Lohndifferenz wurde ihm vom Landesarbeitsgericht zugesprochen, da Leiharbeiter einen Anspruch auf die gleichen Leistungen wie Festangestellte im Betrieb h√§tten. Beim Weihnachtsgeld komme es allerdings auf den Stichtag an: Grunds√§tzlich st√ľnde Zeitarbeitern auch dies zu, jedoch m√ľssten diese am Stichtag arbeiten. Da dies hier nicht der Fall war, muss der Mann leider auf seinen Anteil vom Weihnachtsgeld verzichten.

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