Abschaffung der Roaminggeb√ľhren wohl vorerst nicht absehbar

30. September 2013
cc by fysik-kemi-tjek rayand

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Wohl fast alle Reisenden w√ľnschen sich heutzutage, dass sie ihr Smartphone im Urlaub oder auf Gesch√§ftsreisen ebenso sorglos benutzen k√∂nnen wie im Heimatland. Dies ist jedoch dank hoher Roaminggeb√ľhren oft nicht einfach so m√∂glich. Um so erfreuter waren viele, das die EU vor einiger Zeit eine √Ąnderung der Geb√ľhren ank√ľndigte.

Vor wenigen Wochen war sogar die Rede davon, die Roaminggeb√ľhren ganz abzuschaffen, doch dies steht wohl aktuell noch in den Sternen. Medienberichten zufolge gebe es kein Land, das nicht Einw√§nde gegen die geplante Neuregelung habe. Vor allem frage man sich, wie die Mobilfunkunternehmen die dadurch entstehenden Einnahmenausf√§lle ausgleichen sollen.

In dieser Woche ist diesbez√ľglich ein erneutes Treffen mit der EU-Kommission angesetzt. Den aktuellen Pl√§nen zufolge sollen Handytelefonate sowie die Nutzung des mobilen Internets bereits ab Mitte 2014 im EU-Ausland nicht mehr kosten als im eigenen Land. Da Experten jedoch bezweifeln, dass diese Regelung eine Mehrheit erhalten werde, m√ľssen Verbraucher wohl noch l√§ngere Zeit darauf warten…

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Neues Gesetz gegen ‚ÄěAbzocke‚Äú

23. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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So manch ein Verbraucher wurde bereits nerv√∂s, wenn unberechtigte Zahlungsaufforderungen oder Schreiben mit hohen Abmahngeb√ľhren ins Haus flattern. Wie bereits das eine oder andere Mal an dieser Stelle berichtet, kommt ein neues Gesetz gegen solche Methoden der ‚ÄěAbzocke‚Äú. Dieses hat am vergangenen Freitag den Bundesrat passiert.

Konkret sehen die neuen Regeln vor, dass zum Beispiel Inkasso-Unternehmen in Zukunft genau erkl√§ren m√ľssen, f√ľr wen und warum sie das Geld eintreiben. Die Branche soll zudem grunds√§tzlich strenger beobachtet werden. Der Bu√ügeldh√∂chstsatz bei Verst√∂√üen wurde von 5.000 auf 50.000 Euro erh√∂ht. Bei Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen privater Internetnutzer d√ľrfen Anw√§lte bald nur noch Geb√ľhren in H√∂he von maximal 148 Euro berechnen. Bisher wurden hier schnell mehrere hundert Euro f√§llig.

Desweiteren sind Gewinnspielvertr√§ge nur g√ľltig, wenn sie in Schriftform, also per Fax, Brief oder Mail, abgeschlossen wurden. Am Telefon ist dies nicht mehr m√∂glich. So steigt bei unerlaubten Werbeanrufen das Bu√ügeld von 30.000 Euro auf 300.000 Euro, was k√ľnftig auch f√ľr den Einsatz von automatischen Anrufmaschinen gilt. Die Neuregelungen sollen noch in diesem Herbst in Kraft treten. Nur der Bereich der Inkasso-Schreiben soll im kommenden Jahr neu geregelt werden.

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Zweitwohnungssteuer: Regionale Unterschiede

21. September 2013
cc by flickr/ noskule

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Seit dem Jahr 1972 gibt es in Deutschland die Zweitwohnungssteuer. Begonnen hat das Ganze als reine Abgabe f√ľr B√ľrger mit einem Ferienhaus, inzwischen gilt dies jedoch f√ľr die meisten Menschen, die einfach nur an zwei Wohnsitzen gemeldet sind. Rund 400 St√§dte und Gemeinden erheben mittlerweile die Steuer.

Wie genau die Zweitwohnungssteuer geregelt ist, ist von Ort zu Ort verschieden. W√§hrend zum Beispiel in Dresden der Nebenwohnsitz als abgeschlossene Wohneinheit mit K√ľche oder Kochnische und Bad definiert ist, gilt in Dortmund bereits ein abgeschlossener Raum, in dem man schl√§ft als steuerpflichtiger Zweitwohnsitz. Darunter fallen also auch Wohnwagen.

In Bayern sind Geringverdiener bis zu einem Jahreseinkommen von 25.000 Euro von der Zweitwohnungssteuer befreit, w√§hrend in St√§dten wie Berlin selbst Studenten ohne Verdienst zahlen m√ľssen. Bei den Berufspendlern sind nur verheiratete Partner befreit, denn von ihnen k√∂nne man nicht verlangen, ihren ersten Wohnsitz aufzugeben. Auch die H√∂he der Zweitwohnungssteuer variiert von Region zu Region: An einem Ort wird diese anhand der orts√ľblichen Vergleichsmiete ermittelt, woanders wieder nach der Jahresrohmiete oder der Jahreskaltmiete.

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Steuern: Millionen Einspr√ľche noch nicht bearbeitet

20. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Dass ein Steuerbescheid falsch ist, kommt h√§ufiger vor, als so manch einer denkt. Daher sollte man seinen Bescheid immer genau pr√ľfen und bei Fehlern Einspruch einlegen. Doch leider kommen die Finanz√§mter laut aktuellen Zahlen nicht immer z√ľgig mit der Bearbeitung hinterher.

Ende 2012 lagen 4,02 Millionen Einspr√ľche unerledigt bei den deutschen Finanz√§mtern. Im Jahresverlauf stieg die Anzahl damit um 14 Prozent. Experten betonen jedoch, dass es sich dabei keineswegs um eine ungew√∂hnliche Situation handle. Oft l√§ge es alleine daran, dass eine gro√üe Anzahl der Einspr√ľche schlichtweg noch nicht bearbeitet werden k√∂nnen.

Grund daf√ľr sind in der Regel ausstehende Gerichtsurteile, die entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis des Bescheids haben. Aktuell sind dies zum Beispiel Fragen zu Ausgaben f√ľr die Kinderbetreuung, zur Erbschaftssteuer oder zur Abzugsf√§higkeit von Krankheitskosten.

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Betriebliche Altersvorsorge: Jeder Arbeitnehmer hat ein Anrecht

13. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Das Thema Altersvorsorge ist heute so wichtig wie nie. So fr√ľh wie m√∂glich sollte man sich gut informieren und mit dem Sparen f√ľr das Alter beginnen, denn bei vielen Arbeitnehmern wird das Geld am Ende wom√∂glich nicht reichen um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren. Eine M√∂glichkeit f√ľr alle sozialversicherungspflichtig Angestellten ist die betriebliche Altersvorsorge.

Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer nach Absprache mit seinem Chef einen Teil seines Bruttogehalts in eine Rentenversicherung umwandelt. Dies k√∂nnen bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung sein. Dieser Betrag wird direkt vom Lohn abgezogen. Entweder kommt der Arbeitnehmer alleine daf√ľr auf oder der Arbeitgeber leistet ebenfalls einen Beitrag. Weder Chef noch Angestellter m√ľssen die Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge versteuern.

In der Regel entscheidet das Unternehmen, wie die betriebliche Altersvorsorge verwaltete wird. Nur wenn der Arbeitgeber keinen Weg aufzeigt, kann der Arbeitnehmer einen vorschlagen. Dabei gibt es f√ľnf M√∂glichkeiten: Bei einer Direktversicherung, einer Pensionskasse oder einem Pensionsfonds wird das Geld durch eine Versicherungsgesellschaft angelegt. Hinter der Unterst√ľtzungskasse steckt ein Versorgungstr√§ger, der normalerweise ein Tochterunternehmen eines Versicherers ist und bei der sogenannten Pensionszusage k√ľmmert sich der Arbeitgeber selbst um die R√ľcklagen und sichert diese durch eine R√ľckdeckungsversicherung ab.

Wer zu einem anderen Arbeitgeber wechselt, kann seine erworbenen Anspr√ľche auf die betriebliche Altersvorsorge in der Regel mitnehmen. Generell empfiehlt es sich, sich hier im Vorfeld genau zu informieren und mit dem neuen Arbeitgeber zu sprechen, ob dieser den Vertrag √ľbernimmt. Erh√§lt man dann sp√§ter die Rente aus der betrieblichen Altersvorsorge, muss diese versteuert werden. Zudem fallen Krankenkassenbeitr√§ge an, sobald die Einnahmen den Mindestbetrag der Versorgungsbez√ľge √ľberschreiten.

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