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Artikel Tagged ‘Altersvorsorge’

Betriebsrente: Ab 50 Jahren kein Anspruch bei Wechsel in neues Unternehmen

16. November 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Wer in einem Alter von √ľber 50 Jahren in einen neuen Betrieb wechselt, hat in der Regel keinen Anspruch mehr auf eine Betriebsrente. Dies liegt unter anderem daran, dass viele Unternehmen die Betriebsrente erst ab einer Dauer von zehn Jahren in der Firma m√∂glich machen. Eine Frau hatte dagegen geklagt, ist jedoch vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt gescheitert.

Die Verk√§uferin hatte im Alter von 52 Jahren bei einem Einzelhandelsunternehmen angefangen. . Laut Leistungsplan hatte die Frau mindestens zehn Jahre lang im Unternehmen besch√§ftigt sein m√ľssen um Rente zu erhalten. Die Dienstjahre ab dem 60. Lebensjahr wurden in diesem Fall nicht ber√ľcksichtigt.

Die Frau sah in der Aberkennung ihrer Betriebsrente einen Fall von Altersdiskriminierung. Zudem sei das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz aus dem Jahr 2006 anwendbar. Das Gericht sah diese Punkte jedoch nicht erf√ľllt. Es sei angemessen, dass ein Unternehmen eine Mindestbesch√§ftigungsdauer f√ľr eine Betriebsrente ansetze. Zudem sei eine Invalidit√§tsversicherung enthalten. Hier erh√∂he sich das Risiko mit dem Alter der Arbeitnehmer.

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Betriebliche Altersvorsorge: Jeder Arbeitnehmer hat ein Anrecht

13. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Das Thema Altersvorsorge ist heute so wichtig wie nie. So fr√ľh wie m√∂glich sollte man sich gut informieren und mit dem Sparen f√ľr das Alter beginnen, denn bei vielen Arbeitnehmern wird das Geld am Ende wom√∂glich nicht reichen um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren. Eine M√∂glichkeit f√ľr alle sozialversicherungspflichtig Angestellten ist die betriebliche Altersvorsorge.

Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer nach Absprache mit seinem Chef einen Teil seines Bruttogehalts in eine Rentenversicherung umwandelt. Dies k√∂nnen bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung sein. Dieser Betrag wird direkt vom Lohn abgezogen. Entweder kommt der Arbeitnehmer alleine daf√ľr auf oder der Arbeitgeber leistet ebenfalls einen Beitrag. Weder Chef noch Angestellter m√ľssen die Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge versteuern.

In der Regel entscheidet das Unternehmen, wie die betriebliche Altersvorsorge verwaltete wird. Nur wenn der Arbeitgeber keinen Weg aufzeigt, kann der Arbeitnehmer einen vorschlagen. Dabei gibt es f√ľnf M√∂glichkeiten: Bei einer Direktversicherung, einer Pensionskasse oder einem Pensionsfonds wird das Geld durch eine Versicherungsgesellschaft angelegt. Hinter der Unterst√ľtzungskasse steckt ein Versorgungstr√§ger, der normalerweise ein Tochterunternehmen eines Versicherers ist und bei der sogenannten Pensionszusage k√ľmmert sich der Arbeitgeber selbst um die R√ľcklagen und sichert diese durch eine R√ľckdeckungsversicherung ab.

Wer zu einem anderen Arbeitgeber wechselt, kann seine erworbenen Anspr√ľche auf die betriebliche Altersvorsorge in der Regel mitnehmen. Generell empfiehlt es sich, sich hier im Vorfeld genau zu informieren und mit dem neuen Arbeitgeber zu sprechen, ob dieser den Vertrag √ľbernimmt. Erh√§lt man dann sp√§ter die Rente aus der betrieblichen Altersvorsorge, muss diese versteuert werden. Zudem fallen Krankenkassenbeitr√§ge an, sobald die Einnahmen den Mindestbetrag der Versorgungsbez√ľge √ľberschreiten.

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Altersvorsorge: Schadenersatz nach Falschberatung

4. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Viele Bankkunden sind von den Empfehlungen ihres Beraters abhängig. Dass solche Beratungen auch schon einmal nach hinten losgehen können, ist bekannt. Besonders schlimm ist es jedoch, wenn man bei solch einer wichtigen Anlageform wie der Altersvorsorge Geld verliert. Das Oberlandesgericht Oldenburg hat nun entschieden, dass in solch einem Fall der Berater zu einer Schadenersatzzahlung verpflichtet werden kann.

Konkret hatte ein Anlageberater, der nebenberuflich f√ľr einen Finanzdienstleister arbeitete, einem Mann im Jahr 1995 empfohlen, sich als atypischer stiller Gesellschafter an einer Verm√∂gensanlagen GmbH zu beteiligen. Hier wird man jedoch auch am Verlust der Gesellschaft beteiligt und kann dies steuerlich geltend machen. Eine M√∂glichkeit ist also ein Totalverlust seines eingesetzten Kapitals!

In dem verhandelten Fall wollte der Anleger sein Geld f√ľr die Altersvorsorge einsetzen und konnte dies auch durch Zeugen belegen. Hier reichte in den Augen des Gerichts die Beratung nicht aus und der Anlageberater wurde zu einer Schadenersatzzahlung von √ľber 13.000 Euro verurteilt.

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Weniger Riester-Vertr√§ge ‚Äď Experten fordern dringende Reformen

29. Juli 2013
cc by flickr/ 63mg_

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Seit einiger Zeit wird immer wieder Kritik an der Riester-Rente laut und auch wir haben an dieser Stelle bereits mehrfach dar√ľber berichtet. Laut Zahlen des Bundesarbeitsministeriums, √ľber die die ‚ÄěS√ľddeutsche Zeitung‚Äú vor wenigen Tagen berichtet hat, geht die Anzahl der geschlossenen Riester-Vertr√§ge zum ersten Mal seit deren Einf√ľhrung zur√ľck.

Immer weniger Menschen schlie√üen neue Vertr√§ge ab und jeder F√ľnfte l√§sst zudem seinen Vertrag ruhen. Zur√ľckgegangen sind die Vertr√§ge in den Bereichen der Versicherungen sowie bei den staatlich gef√∂rderten Fondssparpl√§nen. Nur die Wohn-Riester-Vertr√§ge und die Banksparpl√§ne konnten leicht zulegen.

Laut der ‚ÄěS√ľddeutschen Zeitung‚Äú hat das Bundesarbeitsministerium dieses Mal die Zahlen ziemlich unbemerkt auf der Website ver√∂ffentlicht, anstatt wie sonst eine Pressemitteilung herauszugeben. Als Gr√ľnde sieht man unter anderem die anhaltende Kritik an den Vertr√§gen von Seiten der Verbrauchersch√ľtzer und die Verunsicherung der Menschen aufgrund der anhaltenden Krise der Finanzm√§rkte. Fast alle Experten fordern inzwischen dringende Reformen bei der Riester-Rente!

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Lebensversicherung ohne Garantie-Zins?

10. Juli 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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In Sachen Altersvorsorge schw√∂ren nach wie vor viele Deutsche auf eine Lebensversicherung. In den letzten Jahren ist jedoch genau dieser Klassiker ins Straucheln gekommen. Viele Versicherte bekommen am Ende nicht so viel wie erwartet zur√ľck und die Versicherer k√§mpfen unter anderem mit den niedrigen Finanzmarktzinsen. Die Ergo und die Allianz haben daher nun neue Lebensversicherungsmodelle pr√§sentiert.

Sie verzichten dabei unter anderem auf die Mindestverzinsung. Die Allianz lässt den Garantiezins weg und betont, dass Kunden, wenn alles gut läuft, damit am Ende sogar mehr herausbekommen könnten. Wenn alles gut läuft! Ohne Garantiezins kann der Versicherer flexibler mit dem Geld umgehen und auch in Anlagen mit größeren Risiken investieren.

Verbrauchersch√ľtzer kritisieren solche Konzepte und sehen bereits die klassische Lebensversicherung kritisch, da hier zu viel Geld in Bereiche wie Verwaltung flie√üe. Der Sparanteil w√ľrde oft auf der Strecke bleiben.

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