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Artikel Tagged ‘Anleger’

Senioren oft Opfer von Falschberatungen

2. Oktober 2012
cc by flickr/ ninette_luz

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Das Bild vom Bankbeamten des Vertrauens ist schon lange √ľberholt. Banker sind heutzutage meist Verk√§ufer, die Produkte an den Mann bringen wollen. Dies sollten Kunden in jedem Bankgespr√§ch im Hinterkopf haben. Doch besonders √§ltere Menschen haben leider immer noch ein anderes Bild von Bankberatern im Kopf. So weisen aktuell Verbrauchersch√ľtzer darauf hin, dass Senioren h√§ufiger Opfer von Falschberatungen sind und mahnen daher zur Vorsicht.

Viele der folgenden Tipps gelten dabei nicht nur f√ľr Senioren, sondern generell f√ľr Bankkunden: Zun√§chst einmal geht man am besten nie alleine zu einer Beratung, sondern nimmt sich immer einen kritischen Zeugen mit. Bereits im Vorfeld macht man sich Gedanken √ľber die genauen pers√∂nlichen Anlageziele. M√∂chte man zum Beispiel einfach seine Rente aufbessern, hat man ein konkretes Finanzierungsziel oder geht es nur darum f√ľr die Enkel zu sparen?

Auf diese genauen W√ľnsche sollte der Berater eingehen und sie zudem detailliert im Beratungsprotokoll festhalten. Dieses sollten Kunden nie selbst unterschreiben, da sie sonst keine Chance mehr haben im Nachhinein gegen eine eventuelle Fehlberatung vorzugehen. Von risikoreichen Anlageformen l√§sst man am besten die Finger. In Aktien und Co. sollte man nur einsteigen, wenn man sich in dem Gebiet ein wenig auskennt und vor allem eine Summe √ľbrig hat, bei der auch m√∂gliche Verluste nicht stark weh tun. Ansonsten sind laut Verbrauchersch√ľtzern immer noch Anlageformen wie Tagesgeld, Festgeld oder Sparbriefe am sichersten. Nat√ľrlich macht ab einem gewissen Alter auch eine lange Laufzeit von zum Beispiel 20 Jahren normalerweise keinen Sinn mehr.

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Tagesgeld-Zinsen brechen reihenweise ein

29. August 2012
cc by flickr/ ninette_luz

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Die deutschen Anleger haben in den letzten Jahren vor allem und gerne auf die Tagesgeld-Konten der gro√üen Banken gesetzt. Hier hatte man gute M√∂glichkeiten die eigenen Anlagen mit hoher Sicherheit verzinsen zu lassen. Allerdings scheint sich der Trend im Angesicht der europaweiten Finanzkrise auf den Finanzm√§rkten zunehmend zur√ľckzuentwickeln. In jedem Fall sinken die Zinsen f√ľr die Angebote im Bereich Tagesgeld fast t√§glich und manch ein Anleger guckt sich nach Alternativen um.

Die Krise im Bereich Tagesgeld

Bei der Entwicklung der Zinsen bei den Tagesgeldkonten hat vor allem die Europ√§ische Zentralbank einen deutlichen Einfluss genommen. Durch die Senkung aller Zinsen haben die Banken nur noch wenige M√∂glichkeiten das Geld ihrer Kunden wirklich gewinnbringend anzulegen und m√ľssen nun selbst die Zinsen f√ľr ihre Kunden senken, damit das Gesch√§ft f√ľr sie weiterhin lukrativ bleibt. Ein gutes Beispiel ist hier der bisherige Marktf√ľhrer Royal Bank of Scotland, welcher seine Zinsen in den n√§chsten Monaten von 2,25 auf 2,0% senken wird. Wer also sein Geld gewinnbringend auf einem Konto f√ľr Tagesgeld anlegen wollte, um sich von den Zinsen hin und wieder etwas im Versandhaus zu g√∂nnen, wird sich vermutlich nach Alternativen umsehen m√ľssen. Durch die Senkung der Zinsen kann n√§mlich nicht einmal mehr ein Inflationsausgleich gew√§hrleistet werden.

Diesen gibt es zwar noch bei den Konten f√ľr Festgeld, hier hat man als Anleger jedoch nur seinen sehr unflexiblen Zugriff auf das eigene Geld und kann dies also nur schwer mit dem Tagesgeld vergleichen. Immer mehr Anleger versuchen sich daher in dieser Zeit mit Anlagen an der B√∂rse, welche wiederum keine hohe Sicherheit bieten. Eine gute M√∂glichkeit kann daher ein Tagesgeld bei einem ausl√§ndischen Anbieter sein. Hier wurden die Zinsen bei Weitem noch nicht so drastisch gesenkt, wie in Deutschland. Wer wei√ü, wie lange, aber momentan l√§sst, sich hier das Prinzip des Tagesgelds noch eine Weile aufrechterhalten.

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Bundesfinanzministerium: Vorerst keine √Ąnderung von Beratungsprotokollen

8. Mai 2012
cc by flickr/ IRS EIN

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Wir hatten an dieser Stelle bereits mehrfach dar√ľber berichtet, dass Verbrauchersch√ľtzer und Experten die seit Januar 2010 eingef√ľhrten Beratungsprotokolle bei Anlageberatungen f√ľr unzureichend halten. Immer wieder konnten M√§ngel bei den Protokollen aufgezeigt werden und es wurden Nachbesserungen gefordert. Diesen Vorschl√§gen hat nun jedoch das Bundesfinanzministerium eine klare Absage erteilt.

Unter anderem machten die Verbraucherzentralen Stichproben und erkannten, dass sich viele Kunden nicht auf die Protokolle verlassen k√∂nnen. Zum Teil wurden sie gar nicht erst ausgeh√§ndigt oder der Kunde sollte unterschreiben, obwohl dies nur der Berater tun muss. Die Risikobereitschaft des Kunden wurde in einigen Protokollen genauso wenig festgehalten wie die eigentlichen Anlageziele. Daher wurden vermehrt Rufe nach einer √úberarbeitung bzw. nach einer Einf√ľhrung von allgemeinen Standards laut.

Die Gr√ľnen-Fraktion stellte nun eine entsprechende Anfrage im Bundesfinanzministerium und erhielt eine Absage. Vor allem eine Standardisierung w√ľrde nicht dem Ziel dienen. Am Ende k√∂nnten nur die Kunden selbst einsch√§tzen, wie viel Risiko sie tragen wollen. Ein stark standardisiertes Protokoll w√ľrde dies jedoch nicht ausreichend abbilden. Lieber sollten die Kunden selbst mitwirken und zudem sei eine Nutzung der freien Textfelder bei der Protokollen wichtig.

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Gold als Wertanlage

21. August 2011

cc by flickr/ covilha

Der Goldpreis scheint angesichts der Finanzkrise nur eine Richtung zu kennen. Selbst Menschen, die sich bisher wenig f√ľr die Wirtschaft und das B√∂rsengeschehen interessierten, werden aufmerksam. Der ein oder andere kramt geerbten Goldschmuck aus der Schatulle und freut sich √ľber vergleichsweise hohe Bargeldbetr√§ge, die er von den Aufk√§ufern gegenw√§rtig bekommt. Andere sorgen sich um ihr Erspartes und sehen Gold als wertbest√§ndige Anlage an. Aber auch sie fragen sich, ob es angesichts der hohen Preise noch ratsam ist, jetzt Gold zu kaufen. In den sozialen Netzwerken wird heftig das F√ľr und Wider des Goldes diskutiert, Briefgold bei Facebook empfiehlt den Kauf von Goldm√ľnzen, andere warnen und sehen einen Absturz des Preises innerhalb der n√§chsten Wochen.

Die Faszination des Edelmetalls ist ungebrochen, Gold war zu allen Zeiten etwas Besonderes und ist ein Synonym f√ľr Wertbest√§ndigkeit. Sch√§tzungsweise 155 Tausend Tonnen des wertvollen Metalls wurden bisher insgesamt gef√∂rdert und sind so gut wie vollst√§ndig erhalten. Etwa die H√§lfte dieser Menge ist in Form von Schmuck verarbeitet. Mehr als 28 Tausend Tonnen lagern in den Tresoren der Zentralbanken. Durch gezielten An- oder Verkauf nehmen diese Institutionen Einfluss auf den Goldpreis. Bei „XXX“ l√§sst sich die Entwicklung aktuell verfolgen. Sch√§tzungsweise 25 Tausend Tonnen Gold, das sind 16 % der Gesamtmenge, besitzen Privatpersonen in Form von M√ľnzen oder Barren.

Die Geschichte zeigt, dass der Goldpreis zwar erhebliche Schwankungen aufweist, aber das Edelmetall seinen Wert nie v√∂llig verloren hat, w√§hrend Sparguthaben durch Inflation oder W√§hrungsschnitte vernichtet wurden. Briefgold bei Facebook r√§t, 5 % seines Verm√∂gens in Form von Gold anzulegen. Barren sind in der Gr√∂√üe einem Gramm bis 5 Kilogramm zu kaufen. Bekannte Goldm√ľnzen sind z.B. der s√ľdafrikanische Kr√ľgerrand oder der kanadische Maple Leaf. Kritiker weisen auf die Nachteile des Goldes hin, es bringt dem Anleger keine laufenden Ertr√§ge in Form von Zinsen und die sichere Lagerung verursacht Kosten.

Bei Briefgold wird auf eine weitere Möglichkeit der Investition in Gold hingewiesen. Durch den Kauf von Aktien oder entsprechenden Fondsanteilen ist eine Beteiligung an Gold fördernden Unternehmen möglich. Unabhängig davon wie die persönliche Entscheidung ausfällt, die Beobachtung des Goldpreises ist empfehlenswert, weil er die aktuelle Stimmung an den Finanzmärkten gut widerspiegelt.

Edelmetalle, Finanzen, Geldanlage , , , ,

Bausparvertrag auf Angeh√∂rige √ľbertragbar

14. Juni 2011
cc by Flickr/mueritz

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Der klassische Bausparvertrag feiert in Deutschland derzeit eine kleine Renaissance, denn immer mehr Deutsche setzen auf diese Form der Geldanlage. In diesem Zusammenhang weist aktuell der Bundesverband Deutscher Banken hin, dass man einen Bausparvertrag, den man selbst nicht einsetzen m√∂chte, auch auf Angeh√∂rige √ľbertragen kann.

Ob die √úbertragung genehmigt wird, liegt zwar im Ermessen der Bausparkassen, jedoch stimmt diese normalerweise zu. Voraussetzung ist aber, dass der entsprechende Angeh√∂rige gen√ľgend Bonit√§t nachweisen kann.

Der Anspruch, dass das Darlehen auf einen anderen √ľbergeht, ist zudem nur bei nahen Verwandten wie Kinder, Geschwister, Ehepartner usw. m√∂glich. Bei Nichtangeh√∂rigen wird es nur in den seltensten F√§llen erlaubt.

Baufinanzierung , ,