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Artikel Tagged ‘Arcandor’

Massenkredit für Quelle soll nun doch fließen

8. Juli 2009

Immer noch müssen die rund 5.200 Mitarbeiter von Quelle um ihre Arbeitsplätze bangen, noch immer ist das Gezerre groß. Viele Kunden haben bereits Angst ihre bezahlte Ware nicht mehr zu bekommen oder vertrauen einfach nicht mehr auf den Konzern, so dass die Bestellungen mit einem Schlag um 50% gesunken sind.

Und auch die Druckereien haben den Druck des nächsten Quelle-Kataloges eingestellt, da sie befürchten ihr Geld nicht mehr zu bekommen.

Quelle ist seit Anfang Juni, genauso wie der Mutterkonzern Arcandor, insolvent. Doch nun naht Hoffnung. Heute soll noch eine abschließende Sitzung der Bankvorstände stattfinden und dann solle angeblich dem Massenkredit von 50 Millionen Euro nichts mehr im Weg stehen.

Quelle braucht das Geld dringend um das Geschäft wieder zum Laufen zu bringen, um oben genannte Probleme zu lösen. Man kann nur hoffen, dass es nicht schon zu spät ist…

Noch in diesem Monat sollen außerdem erste wichtige Schritte für den Umbau von Quelle feststehen. Gleichzeitig haben sich angeblich auch schon erste Interessenten für eine Übernahmen des Konzerns gemeldet. Es bleibt spannend und eine Zitterpartie.

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Jetzt wird es für Quelle ernst – Insolvenz und Cash Pooling Vorwürfe

29. Juni 2009

Heute ist der Tag der Entscheidung für Quelle. Der Insolvenzverwalter ist in Berlin angelangt und spätestens heute Nachmittag soll feststehen wie und ob überhaupt es mit dem Unternehmen weitergeht.

Dass von staatlicher Seite Hilfen kommen, wird immer ungewisser, denn in Regierungskreisen finden sich immer mehr Fürsprecher für eine “geordnete Abwicklung”. Und selbst, wenn der beantragte Staatskredit in Höhe von 50 Millionen Euro gewährt werden würde, würde dies laut Experten wohl noch lange nicht reichen.

Heute wird also nicht nur über die Zukunft des Unternehmens, sondern damit auch über 10.000 Arbeitsplätze entschieden…

Und genau in dieser heißen Phase muss sich Quelle neuen Vorwürfen entgegen stellen, denn kurz vor der Beantragung von Insolvenz soll Quelle schnell noch alle noch vorhandenen Gelder an den Mutterkonzern Arcandor überwiesen und so die Konten auf Null gestellt haben. Laut Arcandor sei dieses sogenannte Cash Pooling ein ganz normaler Vorgang.

Doch egal ob normal oder nicht normal, ist das rechtens und wenn ja, warum?! Nehmen sich hier nicht wieder einmal hohe Tiere Freiheiten heraus, für die ein “Normalbürger” hart bestraft würde?

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KarstadtQuelle Bank und Quelle Bausparkasse von Arcandor-Insolvenz nicht betroffen

18. Juni 2009

Die gut eine Million Kunden der KarstadtQuelle Bank werden Ihre Kreditkarte im bevorstehenden Urlaub weiter einsetzen können. Darauf weist das Verbraucherportal “Zinsen.de” hin. Denn die Bank gehört seit 1. April dieses Jahres nicht mehr zum Arcandor Konzern. Die Karstadt-Quelle-Bank, Deutschlands größter Mastercard-Emittent, steht seit Frühjahr 2009 unter dem Dach der Essener Valovis Bank, die dem Karstadt-Quelle-Mitarbeitertrust gehört. Der Trust betont, sein Treuhandmodell sei „insolvenzfest“.

Die Arcandor AG hat am 9. Juni 2009 beim Amtsgericht Essen den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit eingereicht. Im Nachgang zur Arcandor AG haben auch die Karstadt Warenhaus GmbH sowie die Quelle GmbH Gläubigerschutz beantragt. Ein “insolventes” Unternehmen kann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen – für Bankkunden ein Horrorszenario.

„Die Insolvenz von Arcandor hat keine Auswirkungen auf das Geschäft der KarstadtQuelle Bank und der Valovis Bank“, stellt der Vorstandsvorsitzende der Valovis Bank Robert Gogarten klar. „Beide Unternehmen sind rechtlich selbständige Bankinstitute, die vom Arcandor-Konzern finanziell und organisatorisch unabhängig sind. Für Kunden der KarstadtQuelle Bank und der Valovis Bank gibt es keinen Grund zur Beunruhigung.“ Dennoch will sich die Bank in absehbarer Zeit umbenennen.

Die KarstadtQuelle Bank ist außerdem über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Damit ist jede Kundeneinlage bis zu einer Höhe von rund 14 Millionen Euro durch den Fonds abgesichert.

Ein paar Unannehmlichkeiten kommen auf die Kunden der Bank dennoch zu: Zwar ist der Zugang zu den Filialen der KarstadtQuelle Bank, die sich in Karstadt-Warenhäusern befinden, trotz Insolvenz des Arcandor-Konzerns weiter möglich. Auf die Dauer werden die Filialen allerdings geschlossen werden. Die Kunden sollen die Leistungen der KarstadtQuelle Bank dann vor allem online oder telefonisch in Anspruch nehmen.

Die Kernkompetenz der Bank ist die Kreditkarten-Ausgabe. Die KarstadtQuelle Bank ist nach eigenen Angaben der größte MasterCard-Herausgeber in Deutschland. Die KarstadtQuelle Bank betreibt mit ihren Partnern aus verschiedenen Branchen eine Vielzahl an MasterCard-Kreditkartenprogrammen. Das Kreditkartenportfolio der Bank umfasst derzeit rund 900.000 MasterCards mit Zahlungs- und Kreditfunktion.

Außerdem bietet sie festverzinsliche Produkte wie Tagesgeldkonten oder Sparbriefe an. Ein zusätzliches Standbein ist die Vergabe von Konsumentenkrediten, etwa zur Finanzierung von Einkäufen im Karstadt-Warenhaus. Zum Angebot gehört zudem die Vermittlung von Bausparverträgen und Policen der KarstadtQuelle-Versicherungen.

Übrigens: Auch die Kunden der Quelle Bausparkasse müssen die Insolvenz des Arcandor Konzerns nicht fürchten. Die Quelle Bauspar AG ist sowohl in rechtlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein eigenständiges und konzernunabhängiges Unternehmen.

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Arcandor-Insolvenz: Was bedeutet dies für die Kunden von Karstadt und Quelle?

10. Juni 2009

Momentan herrscht ein Riesentrubel um die Insolvenz von Arcandor. Man wird von Meldungen nur so überschüttet, die Politiker kabbeln sich (Steinmeier attackiert Guttenberg etc.) und in dieser Zeit müssen die Angestellten um ihre Jobs bangen. Doch wie sieht es mit den Verbrauchern, den Kunden der Tochterunternehmen Quelle und Karstadt aus?

Wir haben für diese auf einen Blick aufgelistet, was man wissen muss:

Müssen nun die Karstadt-Warenhäuser schließen?

Eine Insolvenz bedeutet nicht automatisch das Ende des Unternehmens. Der Insolvenzverwalter ist angehalten alles dafür zu tun es zu retten. D.h. die Kaufhäuser und der Versandhandel von Quelle bleibt erst einmal bestehen und die Öffnungszeiten bleiben ebenfalls die alten. Um Arcandor zu retten gibt es während der Insolvenzzeit im Prinzip zwei Möglichkeiten, die sogenannte Fremdsanierung und die Eigensanierung. Bei beiden bleibt das Unternehmen im Kern erhalten. Im Falle der Fremdsanierung werden Teile des Unternehmens weiterverkauft. Bei Arcandor hat Metro bereits Interesse an Karstadt angemeldet und Otto an den Karstadt Sport Filialen. Wie viele Läden dann noch aufbleiben liegt im Ermessen des jeweiligen neuen Besitzers.

Ist meine bereits bestellte Ware in Gefahr?

Grundsätzlich nicht, verspricht Arcandor. Ware mit kurzen Lieferungszeiten wird auf jeden Fall ausgeliefert. Jedoch sollen Kunden, die auf Ware mit längerer Lieferzeit warten, sich unbedingt telefonisch informieren, ob und wann sie die Produkte bekommen.

Was wird aus meinem Garantieanspruch?

Die allgemeine Herstellergarantie bleibt erhalten, jedoch die Händlergarantie, bei der man Mängel auf Kosten des Händlers beheben lassen kann, erlischt, wenn es den Händler nicht mehr gibt. Ob nachfolgende Unternehmen die Garantie aufrecht erhalten, liegt ganz in deren Ermessen. Also unbedingt direkt dort informieren.

Kann ich Produkte noch umtauschen?

Noch kann man sich auf das Rückgaberecht verlassen. Doch ist ungewiss wie lange noch, daher sollte ein geplanter Umtausch so schnell wie möglich erfolgen.

Was wird aus Gutscheinen und schon geleisteten Anzahlungen?

Gutscheine sollten schnellstmöglich eingelöst werden. Bei Anzahlungen verspricht Arcandor, dass man diese natürlich zurückerhält. Jedoch sollte man sich auch in diesem Fall rechtzeitig darum kümmern und sich informieren, da das Geld ansonsten bei der Insolvenz mit eingerechnet wird und dann futsch ist.

Es kommen also turbulente Zeiten auf alle zu. In diesem Fall kann man wirklich nur den Angestellten von Arcandor die Daumen drücken! Haben Sie weitere Fragen? Wir beantworten sie gern. Nutzen Sie dazu bitte einfach die Kommentarfunktion.

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