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Artikel Tagged ‘Autounfall’

Kein Warndreieck: Mitschuld bei Unfall!

25. November 2013
cc by wikimedia/ Roulex 45

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Wer auf der Autobahn eine Panne hat oder sich mit einem medizinischen Notfall konfrontiert sieht, der sollte sobald wie möglich unbedingt daran denken, die nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Dazu gehört auch das Aufstellen eines Warndreiecks, denn sonst trägt man bei ein em Unfall die Mitschuld, wie aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervorgeht.

In dem konkreten Fall hatte ein LKW-Fahrer an einem Autobahnst√ľck des Berliner Rings pl√∂tzlich anhalten m√ľssen, da er sich √ľbergeben musste. Danach hatte er seinen Wagen gereinigt und dabei nur die Warnblinkanlage eingeschaltet. Der Fahrer eines Sattelzugs bemerkte zu sp√§t, dass der LKW stand und streifte daher das Fahrzeug. Dabei entstand ein Schaden in H√∂he von 29.000 Euro.

Die Haftpflichtversicherung des auffahrenden Fahrers √ľbernahm die H√§lfte des Schadens, die andere sollte der stehengebliebene LKW-Fahrer tragen, da er kein Warndreieck aufgestellt hatte. Das Gericht sah dies genauso. In solch einem Fall m√ľsse man alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen, wozu ein Warndreieck unbedingt geh√∂re. Am besten w√§re es jedoch so schnell wie m√∂glich weiterzufahren.

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Nach Autounfall: Wertminderung muss auch bei alten Autos gezahlt werden

26. August 2013
cc by flickr/ matze_ott

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Der Verursacher eines Autounfalls muss der Gegenseite die Wertminderung an dessen Fahrzeug bezahlen. In der Regel kommt daf√ľr nat√ľrlich die Versicherung auf. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts D√ľsseldorf darf diese sich auch bei √§lteren Autos nicht weigern.

In dem konkreten Fall zog der Besitzer eines sechseinhalb Jahre alten Ford Focus, der eine Laufleistung von mehr als 100.000 Kilometer hatte, vor Gericht, da die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers sich weigerte die Wertminderung zu begleichen. Als Begr√ľndung nannte der Versicherer, dass der Wagen schon zu alt sei.

Das Gericht sah dies am Ende jedoch anders: Auch bei √§lteren Fahrzeugen mit einer hohen Laufleistung w√ľrde sich ein Unfall negativ auf die Preisbildung bei einem m√∂glichen Weiterverkauf des Wagens auswirken. Wer seinen √§lteren Gebrauchtwagen verkaufen m√∂chte, profitiere ebenso von der Unfallfreiheit des Wagens.

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Unfallflucht: Zahlt die Kfz-Versicherung generell nicht?

28. Dezember 2012
cc by wikimedia/ Thue

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Wer einen Unfall mit dem Auto verursacht, darf sich danach auf keinen Fall unerlaubt vom Unfallort entfernen und muss seine Personalien hinterlassen. Geschieht dies nicht, spricht man bekannterma√üen von Fahrerflucht. Bei solch einem Verhalten kann man auch nicht damit rechnen, dass die Kfz-Versicherung f√ľr den Schaden aufkommt. Wie sieht es jedoch aus, wenn man zum Beispiel den ADAC und die Versicherung informiert, aber nicht die Polizei und den Gesch√§digten? Mit dieser Fragestellung hat sich der Bundesgerichtshof besch√§ftigt.

Im konkreten Fall fuhr ein Mann gegen einen Baum, weil er nach eigenen Angaben einem Reh ausgewichen war. Dabei wurde sowohl der Baum als auch der Wagen schwer besch√§digt. Der Betroffene rief daraufhin den ADAC an, wartete vor Ort, bis sein Auto abgeschleppt wurde und sagte auch seiner Versicherung Bescheid. Jedoch meldete er den Unfall weder bei der Polizei noch beim Gesch√§digten, in diesem Fall dem Stra√üenverkehrsamt, das zust√§ndig f√ľr den besch√§digten Baum war.

Seine Kaskoversicherung weigerte sich den Schaden in H√∂he von mehr als 27.000 Euro zu begleichen, da der Mann gegen ‚ÄěAufkl√§rungsobliegenheiten‚Äú versto√üen, indem er nicht die Polizei rief, und damit Fahrerflucht begangen habe. Die Richter des BGH sahen dies anders: Nat√ľrlich sei ‚Äěunerlaubtes Entfernen vom Unfallort‚Äú strafbar, jedoch bedeute dies nicht, dass damit automatisch die Kfz-Versicherung nicht zahlen muss. In diesem Fall reiche das rechtzeitige Informieren der Versicherung unter Umst√§nden aus.

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Autounfall: Unfallskizze im Internet einfach anfertigen

8. August 2012
cc by flickr/ Franz59

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Wer einen Autounfall hinter sich hat, der hat meist nicht nur mit den m√∂glichen gesundheitlichen Folgen oder dem Schock zu k√§mpfen, sondern auch mit etlichem b√ľrokratischen Aufwand. Alleine schon die Schadensregulierung durch die Versicherung bedarf einiger Erkl√§rungen und Beweise. In diesem Zusammenhang ist nicht nur der Unfallbericht selbst, sondern auch eine Unfallskizze entscheidend. Doch genau hier haben die meisten Laien Probleme.

Oft ist es schon ziemlich schwierig den genauen Hergang f√ľr Au√üenstehende nachvollziehbar zu machen. Doch zum Gl√ľck bietet das Internet auch hier inzwischen Hilfe! Auf vielen Kfz-Versicherungsportalen hat man die M√∂glichkeit die Unfallskizze mit einem professionellen und dabei einfach bedienbaren Programm zu erstellen.

Dabei kann man genau Objekte wie andere Autos oder Stra√üenz√ľge in die Skizze mit einflie√üen lassen und diese zudem durch Fotos oder Gutachten erg√§nzen. Zudem finden sich auf vielen Portalen auch vorgefertigte Formulare, die einem beim Unfallbericht helfen.

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Kfz-Versicherung: Mit Sandalen oder sogar ohne Schuhe am Steuer

6. August 2012
cc by wikimedia/ Simon Laird

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Jeder lernt bereits in der Fahrschule, dass zum sicheren Autofahren feste Schuhe wichtig sind. Besonders im Sommer wird diese Regel jedoch meist gerne missachtet, denn bei hei√üen Temperaturen sind nat√ľrlich Sandalen, Flip-Flops oder gar gar keine Schuhe angenehmer. Rutscht man jedoch dabei ab oder der Flip-Flop verhakt sich zwischen den Pedalen und es kommt zu einem Unfall, so kann man unter Umst√§nden Probleme bekommen. Darauf weist die Gothaer Versicherung hin.

Ein genereller Versicherungsirrtum ist dabei jedoch, dass die Kfz-Versicherung gar nicht zahlt. Die Kfz-Haftpflichtversicherung muss den Schaden in jedem Fall regulieren. Anders sieht dies jedoch bei der Kaskoversicherung aus. Gibt es eine Klausel, nach der die Gesellschaft bei grober Fahrl√§ssigkeit die Leistung verweigern oder k√ľrzen kann, so k√∂nnte dies je nach Verschulden bei einem Unfall dank des leichten Schuhwerks der Fall sein.

Mit der Polizei wird man lediglich √Ąrger bekommen, wenn das Tragen von Flip-Flops und Co. zu einem Unfall f√ľhren, nicht aber im regul√§ren Stra√üenverkehr. Zudem sollte man beachten, dass wenn man beruflich das Auto nutzt, stets festes Schuhwerk Pflicht ist, denn sonst verst√∂√üt man gegen Unfallverh√ľtungsvorschriften der Berufsgenossenschaften!

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