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Artikel Tagged ‘Bankberater’

Kreditvergleiche ersetzen Bankberater

11. August 2011
Banker Bankberater

Banker - flickr/secretlondon123

Ganz egal ob Zertifikate, Aktien, Rentenvorsorge, Fonds oder andere Produkte in der Finanzwelt – Fehlentscheidungen in diesem Bereich schlagen sich oft brutal auf die Geldbörse aus.

Leider gehen diese Fehlentscheidungen oftmals nicht nur vom Kunden aus sondern auch vom zuständigen Berater der Bank des Vertrauens. Wie ein 2008 veröffentlichter Artikel über die Vertriebsmethoden der Bankberater deutlich macht geht es oftmals primär um die Erfüllung der eigenen Vertriebsziele und nicht um die Wünsche der Kunden. So werden oftmals hoch spekulative Investments mit Staatsanleihen führender Industrienationen verglichen was jedweder Realität widerspricht.

Ein anderes Beispiel ist die gängige Praxis Wertpapiere im Depot des Kunden gegen neue auszutauschen obwohl dies überhaupt nicht notwendig ist und der langfristigen Gewinnmitnahme eher schädlich ist als zuträglich. Dies wird gemacht weil die handelnden Bankberater neuer Provision für jedes frisch vermittelte Wertpapier bekommen wohingegen sie für die alten Wertpapiere bereits eine Provision eingestrichen haben.
Warum das Blenden der Kunden so gut klappt begründet ein Banker aus Berlin damit das die Transparenz im Bankensektor faktisch nicht vorhanden ist und der Kunde anders beim Autokauf keine einfach Möglichkeit hat zu vergleichen.

Auch die Vorgabe diverser Banken mindestens 12.000 Euro an Konsumentenkredite pro Woche zu vergeben lässt Zweifel über die Seriosität einiger Bankhäuser laut werden. In diese Kerbe springen die Kreditvergleichsportale. Diese haben sich in erster Linie zum Ziel gesetzt mehr Transparenz im Finanzsektor bzw. im Bereich der Finanzprodukte zu schaffen.
Dies geschieht indem alle am Markt befindlichen Angebote eines Bereiches, zum Beispiel Kredite, zusammengesucht werden und tabellarisch gegeneinander verglichen werden.

Mithilfe der Menge an Angebote und den kundenspezifischen Daten wie Kredithöhe und Laufzeit selektiert der Kreditvergleich alle Angebote die in Frage kommen auf und listet diese chronologisch, nach Attraktivität geordnet, auf.
Ein sehr schön Beispiel wie dies gelöst wurde ist das Kreditvergleichsportal Kreditvergleich.com wo neben dem Kreditvergleich auch Informationsmaterial und Hilfe zur Verfügung stehen.

Banken, Kredite , , ,

Vermittlungsprovison einer Bank im vierstelligen Bereich!

13. April 2011
cc by flickr/ IRS EIN

cc by flickr/ IRS EIN

Immer wieder hört man von negativen Beispielen bei der Beratung von Banken. Die Stiftung Warentest weist aktuell jedoch auf einen Fall hin, der für den Kunden besonders teuer wurde und für so manch einen vielleicht auch bezeichnend ist.

Ein Rentner lieĂź sich von einem Berater der BBBank in Sachen Geldanlage beraten und unterschrieb nach der einstĂĽndigen Beratung einen Auftrag ĂĽber Anteile an zwei Aktien- und einem Lebensversicherungsfonds im Wert von 65.000 Euro. Dabei hatte der Rentner jedoch nicht das Beratungshonorar der Bank bedacht, das stolze 4.400 Euro betrug. Kein schlechter Stundenlohn!

Man zog den Betrag von der Anlagesumme des Kunden ab und so flossen nur rund 60.600 Euro in die Geldanlage. Der Fall landete vor Gericht und die Richter des Amtsgerichts Heidelberg gaben dem Rentner recht. Sein Anwalt prĂĽft nun eine Klage auf Schadenersatz und vor allem Herausgabe der Provision. Laut Experten stehen hierbei die Chancen gut.

Die Stiftung Warentest rät nach diesem krassen Beispiel dazu, bei Beratungsgesprächen genau aufzupassen und sich auch über die Höhe des Beratungshonorars zu informieren. Hat man Verluste durch nach einer Bank-Beratung gekaufte Fondsanteile, solle man sich an einen entsprechenden Anwalt wenden, denn bei einer Falschberatung müsse die Bank auch noch nach mehreren Jahren Schadenersatz zahlen.

Banken , , , , ,

Kein Vertrauen mehr in Bankberater

21. Mai 2009

Das Verhältnis zwischen Kunde und Bank scheint gestört zu sein. Laut einer Forsa-Umfrage geben 53% der Befragten an, schon einmal die Entscheidung für eine Geldanlage bereut zu haben, sich zudem 43% bei Finanzfragen oft überfordert fühlen.

„Das Ergebnis dieser Umfrage ist für Bankinstitute ebenso wie für Bankberater verherrend“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein der Bankkunden e.V., welche aktuell über einen besonders krassen Fall einer Falschberatung durch ein Kreditinstitut:

Ein Anleger erkundigte sich bei einer Raiffeisenbank in Bayern nach einer sicheren Anlage, weshalb ihm am 04.09.2008, also 11 Tage vor Bekanntgabe der Insolvenz der US-Amerikanischen Investmentbank Lehman, sogenannte „Cobold-Anleihen“ von seiner Bankberaterin zum Kauf angeboten wurden, und zwar unter Negierung jeglicher Risiken.

Bei den „Cobolden“ der DZ-Bank handelt es sich um sogenannte „Credit Linkit Notes“, also um Papiere, deren Erwerber für die emittierende Bank Kreditrisiken übernimmt. Diese Titel wurden zu Konditionen in den Markt gedrückt, die nicht oder allenfalls unwesentlich über den seinerzeitigen Konditionen für risikolose, festverzinsliche Wertpapiere lagen. Das Risiko dieses Produkts liegt in erster Linie in der Bonität der zugrundeliegenden Referenzunternehmen, d.h. bei Insolvenz eines dieser US-Amerikanischen Kreditinstitute – unter ihnen eben auch Lehman-Brothers – tritt das sog. Kreditereignis ein und der Anleger erleidet einen Totalverlust.

Erschreckt um die damalige Berichterstattung kurz vor Insolvenzantragstellung der Lehman-Brothers-Bank in Amerika forderte der Anleger eine Stellungnahme von der handelnden Bankmitarbeiterin bei der zuständigen Raiffeisenbank an, welche tatsächlich noch am 12.09.2008 (!) in einer Mail darstellen lässt, eine Insolvenz der US-Amerikanischen Investmentbank Lehman käme niemals in Betracht. Die derzeit außergerichtlich geltend gemachte Schadensersatzforderung lässt die Bank im Übrigen vollumfänglich zurückweisen.

„Es mag sich hier zwar um einen Einzelfall in der Beratungspraxis von Bankinstituten handeln; wenn es allerdings der Branche nicht gelingt, mehr Vertrauen bei den Kunden aufzubauen, kann das ohnehin schon gestörte Verhältnis zwischen Bank und Kunden nicht wiederhergestellt werden, zumal derart krasse Fehlberatungen ohne jegliches Unrechtsbewusstsein der Bank mitnichten dazu verhelfen, dieses gestörte Vertrauen wiederherzustellen“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein der Bankkunden e.V., deren Vertrauensanwälte nunmehr nach Ablehnung sämtlicher Schadensersatzforderungen des betroffenen Anlegers eine klageweise Geltendmachung der Schadensersatzansprüche vorbereiten.

Der Schutzverein der Bankkunden e.V. rät allen geschädigten Anlegern an zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gerade bei Erwerb von Zertifikaten im Jahr 2008 prüfen zu lassen. Eine kostenlose Erstbewertung wird vom Schutzverein der Bankkunden e.V. ermöglicht. Sie können sich hierzu einen Fragebogen für geschädigte Lehman-Anleger unter www.schutzverein.org herunterladen oder diesen telefonisch direkt vom Schutzverein der Bankkunden e.V. unter 0851-988 4013 anfordern.

Diese Erstbewertung dient den mit dem Schutzverein der Bankkunden e.V. kooperierenden Vertrauensanwälten zu einer ersten rechtlichen Einschätzung, inwieweit hier tatsächlich Schadensersatzansprüche gegen das betroffene Kreditinstitut gegeben sind. Diese Erstbewertung erfolgt individuell, d.h. auf den individuellen Schadensfall bezogen, was auch und gerade im Hinblick auf mögliche Schadensersatzansprüche gegen ein verantwortliches Kreditinstitut unerlässlich ist.

„Die Frage der anlage- bzw. anlegergerechten Beratung hat immer individuell und auf den konkreten Einzelfall bezogen zu erfolgen, können ansonsten etwa die Kriterien um die anlegergerechte Beratung nicht herausgearbeitet werden“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein der Bankkunden e.V. Gerade eine Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig vom 10.11.2008 hat gezeigt, dass eine individuelle Sachverhaltsbearbeitung unter Darlegung der konkreten Anlageziele des Anlegers unerlässlich erscheint.

Direkter Link zum Anmeldeformular fĂĽr den Fragebogen finden Sie auf www.schutzverein.org.

Anlegerschutz, Geldanlage ,