Finanzbranche setzt immer mehr auf soziale Netzwerke
Das Internet und vor allem das sogenannte Web 2.0 sind eine kleine Revolution und haben unser Leben, unsere Denkansätze und vor allem unser Verhalten gegenüber Informationen grundlegend verändert bzw. zumindest damit begonnen. Während so manche in der Wirtschaft dies immer noch als Hype begreifen und milde belächeln, erkennen andere langsam die Wichtigkeit und versuchen es auf ihre Weise zu nutzen.
So verschließt sich ein Großteil der Finanzbranche auch nicht mehr länger vor sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook, wobei man bei manchen immer noch nicht sicher ist, ob sie das System richtig begriffen haben.
Auf einer Tagung in Frankfurt hat an diesem Montag die Branche über dieses Thema diskutiert. Viele wollen dabei sein, jedoch müsse man in erster Linie einen Mehrwert bieten. Es sei die Chance für die Finanzbranche für mehr Transparenz zu sorgen und das Vertrauen der Kunden wieder zu gewinnen.
So kann man beispielsweise auf Facebook über die Jahresbilanz der Deutschen Bank diskutieren und auf Twitter werden die neuesten Zahlen veröffentlicht. Die ING Diba erklärt Finanzprodukte im Netz und bewirbt auf Twitter ihr Tagesgeldkonto. So langsam zieht man also nach.
Was jedoch die meisten Unternehmen immer noch vergessen, ist, dass die schnelle Meinungsbildung im Internet für sie auch nach hinten losgehen kann. Als Beispiel wurde die Deutsche Bahn genannt, die im letzten Jahr Tickets über Facebook verkaufte und so unfreiwillig ein Forum für Kritik gegen das Unternehmen bereitstellte.
Noch hinkt die Finanzbranche meist hinterher. Mal sehen, ob sie lernen rechtzeitig die Chancen zu nutzen, bevor das Netz sich weiterdreht…







