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Artikel Tagged ‘Beratung’

Banken: Zweite große Online-Welle

21. März 2013
cc by flickr/ micora

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Vor gut zehn Jahren konnte man schon einmal erleben, dass die Banken logischerweise auf die Zeichen der Zeit reagierten und ihr Angebot mehr und mehr ins Internet verlagerten. Laut Experten erleben wir aktuell eine zweite Welle dieser Art. Nat√ľrlich bestehen die Online-Angebote bereits, jedoch erweitern viele Geldinstitute im Privatkundenbereich ihr Portfolio im Netz und geben daf√ľr auf der anderen Seiten Filialen auf.

Laut Experten ist dies jedoch durchaus ein heikler Weg, denn in den vergangenen Jahren zeigte sich, dass Filialen f√ľr viele Kunden nach wie vor wichtig sind. Der aktuelle Trend ist also eher auf Ersparnisse bei den Kosten zur√ľckzuf√ľhren als auf eine Verbesserung des Online-Angebots.

Generell haben Banken ein Problem mit dem Privatkundengesch√§ft, denn schon lange ist die Mehrzahl der Kunden deutlich flexibler. Sie haben mehrere Konten und viele sind auch zu einem schnelleren Wechsel bereit. Experten raten Banken f√ľr ein erfolgreiches Gesch√§ft dazu, die Kunden ernst zu nehmen, auch in Sachen Transparenz und vor allem auf eine geschickte Kombination aus Online-Angebot und Beratung in Filialen zu setzen.

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Schlechter Anlageberater ‚Äď Finanzierende Bank muss nicht haften

27. Februar 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Wer einen Anlageberater aufsucht, sollte diesem bekanntermaßen nicht blind vertrauen, sondern sich selbst zu bestimmten Angeboten und Anlageformen informieren. Wem von einem Vermögensberater zu einer schlechten Kapitalanlage geraten wurde, der wird am Ende womöglich mit seinem Verlust alleine gelassen, denn die finanzierende Bank muss laut einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm nicht haften.

In dem konkreten Fall ging es um einen Profisportler, der von seiner Anlageberaterin einen kreditfinanzierten Erwerb von Immobilien vermittelt bekam. Auf diese Weise versprach sie ihm Steuerersparnisse. Die Beraterin sorgte daf√ľr, dass dem Mann ein Kredit bei einem Geldinstitut gew√§hrt wurde. Das Geld floss in Immobilien.

Die Kapitalanlageberaterin musste jedoch Insolvenz anmelden und der Mann konnte die Immobilien nur zu einem geringen Preis veräußern, der seine Darlehensverbindlichkeiten nicht abdeckte. Er zog daraufhin vor Gericht und wollte erreichen, dass die Bank ihm aufgrund der Falschberatung den restlichen Darlehensbetrag erlässt. Sie trage eine Mitschuld an dem unwirtschaftlichen Geschäft.

Das Gericht sah dies auch in zweiter Instanz anders: Der Bank könne man unter diesen Umständen keine falsche Beratung vorwerfen, da sie nur den Kredit gestellt hatte und nicht selbst beratend tätig geworden war. Zudem habe das Kreditinstitut das Anlageobjekt weder veräußert noch betrieben.

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BaFin: Vorerst keine Testkunden bei Banken!

13. Februar 2013
cc by flickr/ IRS EIN

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Ende 2010 hatte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner im Zuge der Finanzkrise angeregt, dass die staatliche Finanzaufsicht BaFin verdeckte Testkunden in Bankberatungsgespr√§che schicken k√∂nnte um m√∂gliche M√§ngel aufzudecken und die Beratungen besser kontrollieren zu k√∂nnen. Verbrauchersch√ľtzer sprachen sich immer wieder f√ľr diese Idee aus, doch nun hat das Bundesfinanzministerium die Umsetzung gestoppt.

Als Grund gab man datenschutzrechtliche Bedenken an, denn f√ľr Testkunden der BaFin g√§be es keine ausreichende Gesetzesgrundlage. Dadurch bestehe die M√∂glichkeit, dass die Grundrechte sowie die Rechte auf Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung der Bankangestellten gef√§hrdet seien.

Man wolle erst die Wirkung des neu eingef√ľhrten Beraterregisters abwarten. Seit vergangenem November m√ľssen alle Bankberater bei der BaFin registriert werden. Dabei werden auch Beschwerden von Kunden vermerkt, jedoch zun√§chst nicht, um was es in den Beschwerden ging. Erst wenn sich diese h√§ufen, geht die Bundesfinanzaufsicht dem nach. Verbrauchersch√ľtzer kritisierten das vorl√§ufige Aus der BaFin-Testkunden, denn ohne diese sei es fast unm√∂glich Falschberatungen zu erkennen.

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BaFin: Bu√ügelder f√ľr Banken wegen falscher Beratungsprotokolle

22. Januar 2013
cc by flickr/ IRS EIN

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Seit Anfang 2010 sind Geldinstitute dazu verpflichtet, ein Beratungsprotokoll anzufertigen, dank dessen die Kunden genau nachvollziehen können sollen, ob die Bank auch wirklich im Interesse des Kunden handelt. Wie bereits mehrfach berichtet, kommt es leider immer wieder vor, dass diese Protokolle absichtlich oder unabsichtlich fehlerhaft ausgestellt werden. Die Bundesfinanzaufsicht BaFin hat nun mitgeteilt genau aus diesem Grund im vergangenen Jahr Bußgelder gegen drei Banken verhängt zu haben.

Diese hatten jeweils eine H√∂he von 10.000 Euro. Aktuell w√ľrden 21 √§hnliche Verfahren laufen, wobei jeder Fall einzeln genau √ľberpr√ľft werde. Das verh√§ngte Bu√ügeld kann maximal 50.000 Euro betragen. Kann die Bank oder Sparkasse nachweisen, dass der Versto√ü durch fahrl√§ssiges Handeln entstanden ist, reduziert sich der Betrag auf maximal 25.000 Euro und danach auf 12.500 Euro.

Seit November 2012 √ľberpr√ľft die BaFin nach eigenen Angaben √ľbrigens auch genauer alle Bankberater. Diese sind seitdem registriert und m√ľssen dabei auch gewisse Mindestanforderungen wie Werdegang, Ausbildung oder auch ein gewisses Ma√ü an Zuverl√§ssigkeit belegen. Werden diese Kriterien nicht erf√ľllt, hat die BaFin die M√∂glichkeit, gegen das Geldinstitut vorzugehen.

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Falschberatung? РWo Bankkunden Beschwerden einreichen können

5. November 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Es kommt immer mal wieder vor, dass sich Bankkunden von einem Geldinstitut falsch beraten f√ľhlen. Und da es dabei in der Regel nicht gerade um kleine Summen geht, sollten Kunden, die das Gef√ľhl haben Opfer einer Falschberatung geworden zu sein, aktiv werden. Die Verbraucherzentrale Brandenburg zeigt daf√ľr aktuell einige Wege auf.

Zun√§chst wendet man sich nat√ľrlich am besten direkt an die Bank oder den Berater, die die in den Augen des Kunden falsche Beratung durchgef√ľhrt haben. Dabei ist ein direktes Gespr√§ch genauso m√∂glich wie eine schriftliche Beschwerde. Es gibt zudem bei vielen Instituten extra Beschwerdestellen. Allen, die auf diesem Weg kein Geh√∂r finden, raten die Verbrauchersch√ľtzer dazu, direkt ein Schreiben an den zust√§ndigen Vorstand am Stammsitz der Bank zu schicken. Dies gehe normalerweise an die Rechtsabteilung und werde dort bearbeitet.

Wer dann immer noch auf taube Ohren st√∂√üt oder nichts im eigenen Sinne erreichen konnte, hat die M√∂glichkeit sich an einen Ombudsmann eines Bankenverbands zu wenden. Sollte das Geldinstitut zu keinem Verband geh√∂ren, ist die Bundesbank zust√§ndig. Dem Ombudsmann wird der Fall geschildert und nat√ľrlich m√ľssen auch alle entsprechenden Unterlagen eingereicht werden.

Zudem haben falsch beratene Kunden die M√∂glichkeit sich an die Bundesanstalt f√ľr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu wenden, welche unter anderem pr√ľft, ob sich die Bank an gesetzliche Vorschriften und wichtige Urteile h√§lt. Grunds√§tzlich gilt, je gr√∂√üer die Summe, um so wichtiger kann es sein, sich einen Anwalt an die Seite zu holen.

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