So wie es aussieht haben die meisten deutschen Arbeitnehmer in Sachen betrieblicher Altersvorsorge enorme Wissenslücken und nehmen daher viel zu wenig Möglichkeiten wahr. Dies ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, für die mehr als drei Millionen Beschäftigte befragt wurden.
Die meisten Befragten zeigten sich abgeschreckt von der Komplexität des Themas. Das Geld spiele dabei eine weit untergeordnetere Rolle als bisher vermutet. Die meisten gaben an, sich bestimmte Angebote zur Altersvorsorge sehr wohl leisten zu können, jedoch würden sie sich nicht damit befassen, da sie das Gefühl hätten, allgemein keinen genauen Durchblick zu haben. Hier besteht also dringender Nachholbedarf.
Das einfachste System wäre in diesem Fall das aus den USA übernommene Opting-Out. Hierbei nimmt jeder Arbeitnehmer automatisch an einer Form der betrieblichen Altersvorsorge teil, hat jedoch jeder Zeit das Recht die Zahlungen einzustellen. Doch leider bieten diese Möglichkeit nur rund zehn Prozent der deutschen Unternehmen an.
Desweiteren bemängelten die Experten, dass die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland kaum Raum zur Individualisierung lasse. Nur ein einziger Konzern in diesem Land bietet seinen Mitarbeitern eine freie Mitsprache bei der Vermögensaufteilung an. Die Selbstbestimmung der Arbeitnehmer muss demnach viel mehr in den Vordergrund gerückt werden.
Arbeitsrecht Altersvorsorge, betriebliche Altersvorsorge, Betriebsrente, Opting-Out, Rente, Umfrage
Nach einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGovPsychonomics im Auftrag der Versicherungskammer Bayern nutzt nur jeder fünfte Deutsche die Möglichkeit in die betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen. In Zeiten von steigender Altersarmut, der Finanzkrise und wachsendem Druck auf dem Arbeitsmarkt ein fast schon erschreckende Ergebnis.
Vor allem diejenigen, die im Alter aufgrund der momentanen wirtschaftlichen Entwicklung wahrscheinlich am meisten gefährdet sind, nutzen kaum ihre Möglichkeiten für später vorzusorgen. In der Gruppe der unter 30-Jährigen nutzen nur 12% die betriebliche Altersvorsorge.
Generell gibt es gravierende Unterschiede bei den Geschlechtern: Während 24% der Männer ihre Rente aufbessern, tun dies nur 15% der Frauen.
Hierbei besteht dringend größerer Aufklärungsbedarf von Seiten des Arbeitgebers, denn gerade die betriebliche Altersvorsorge bietet für die meisten gute Möglichkeiten: Jeder, der einzahlt, sorgt nicht nur für das Alter vor, sondern spart gleichzeitig auch noch Sozialabgaben und Steuern! Auf diesem Gebiet sollte sich jeder schlau machen!
Arbeitsrecht, Sparen Altersvorsorge, betriebliche Altersvorsorge, Rente, Umfrage
Viele Auszubildende werden das Problem kennen: Man hat das 18. Lebensjahr bereits vollendet und die Eltern bekommen auf einmal kein Kindergeld mehr, nur weil man ein paar Euro über der Einkommensgrenze liegt. Und am besten soll man sich auch noch frühzeitig um die Altersvorsorge etc. kümmern.
Hier gibt es einen einfach Trick um das Kindergeld auch weiterhin zu bekommen und gleichzeitig sich schon früh um eine Altersvorsorge zu bemühen. Die Lösung heißt betriebliche Altersvorsorge, kurz bAV.
Hierbei wird nämlich ein Teil des Brutto-Lohns für die Altersvorsorge verwendet, dadurch sinkt das Einkommen zwar, aber, wenn man es geschickt anstellt, rutscht man auch wieder unter die Einkommensgrenze von 7.680 Euro im Jahr, womit man wieder Anspruch auf Kindergeld hat!
Bis zu 2.592 Euro kann man im Jahr in eine bAV investieren. Einfach mal mit dem Arbeitgeber sprechen! Doch Achtung: Beim Kindergeld zählen neben der Ausbildungsvergütung auch andere vermögenswirksame Leistungen zum Gesamteinkommen!
Sparen, Versicherung Altersvorsorge, Ausbildung, betriebliche Altersvorsorge, Kindergeld, Rente