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Artikel Tagged ‘Datenschutz’

Der Bezahldienst Apple Pay ist in den USA gestartet

10. November 2014
cc by flickr/ MoneyBlogNewz

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Apple Pay ist ein von Apple entwickeltes Zahlungssystem, das vor allem auf Nutzer der bestehenden Apple-Produkte abzielt. Mit Apple Pay kann der iPhone-Nutzer seine K√§ufe zahlen. Das gilt derzeit f√ľr sie iPhones 6 und 6 Plus, sowie in naher Zukunft f√ľr die Apple Watch. Der Dienst ist vorerst nur in den USA verf√ľgbar, wird aber in der Zukunft auch in anderen L√§ndern eingef√ľhrt werden. Apple Pay arbeitet mit der Near Field Communication und der App Passbook.

Die Nahfeldkommunikation (Near Field Communication, NFC) und App Passbook

Es handelt sich um einen internationalen √úbertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten √ľber die Funktechnik. Diese Technik wirkt √ľber kurze Strecken von einigen Zentimetern und hat eine Daten√ľbertragung von h√∂chstens 424 kBit/s. Passbook wurde von Apple entwickelt, um Gutscheine, Bordkarten und weitere virtuelle Objekte zu speichern. Zum Nutzen des Dienstes muss man in seinem Apple Konto seine Kreditkarteninformationen hinterlegen. In den USA funktioniert zurzeit auch eine sogenannte Debit-Card. Ohne diese wird der Service wohl nicht nutzbar sein. Wer keine Kreditkarte hat, findet jedoch √ľber einen Kreditkartenvergleich ein passendes Angebot. Diverse Karten werden heute von den Anbietern bereits kostenlos zur Verf√ľgung gestellt.

Die Teilnehmer am Zahlungsdienst Apple Pay

Nach Angaben von Apple sollen √ľber 220.000 Gesch√§ften in den USA an dem Zahlungsdienst teilhaben. Darunter geh√∂ren Gesch√§fte wie Macy¬īs, Bloomindale, Walgreens oder McDonald¬īs. Einige Unternehmen wie Walmart sehen Apple Pay skeptisch. So will Walmart Apple Pay nicht akzeptieren. Walmart verf√ľgt √ľber ein eigenes System zum mobilen Zahlen. CurrentC sei billiger als der Apple Bezahldienst. Die Geb√ľhren seien geringer.
Apple erh√§lt bei einem Umsatz von 100 Dollar, der mit Apple Pay gezahlt wurde, 15 Cent. Damit ist Apple Pay durchaus g√ľnstiger als andere Zahlungssysteme.¬†Mit dem Dienst von Apple k√∂nnen auch Zahlungen in daf√ľr vorgesehenen Apps durchgef√ľhrt werden.
Die Vorteil von Apple Pay liegen in dem gro√üen Kundenstamm von Apple, den Sicherheitsm√∂glichkeiten und der Zusammenarbeit mit Gro√übanken, die das System unterst√ľtzen.

Der Datenschutz bei Apple Pay

Die Speicherung der Kartendaten findet weder auf dem Ger√§t noch auf den Apple Servern statt. Im Chip Secure Element wird eine Ger√§te Kontonummer erstellt, die nicht zum Betriebssystem geh√∂rt. Diese Nummer wird gebraucht, um die Zahlungen zu autorisieren. Die Kartennummer ist f√ľr keine der Parteien, die an der finanziellen Transaktion beteiligt sind, einsehbar.

Banken, Finanzen , , , , , ,

Betriebsrat darf nicht auf elektronische Personalakte zugreifen

26. Februar 2013
cc by flickr/ Andreas Demmelbauer

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In der Regel speichern Unternehmen ab einer gewissen Größe ihre Mitarbeiter-Daten in elektronischen Personalakten. Diese unterliegen logischerweise dem Datenschutz, das bedeutet, dass auch der Betriebsrat nicht einfach auf diese Informationen zugreifen kann. Der Deutsche Anwaltverein verweist in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (Az.: 17 TaBV 1318/12).

In dem konkreten Fall ging es um einen Krankenpfleger in einem Unfallkrankenhaus, der den Posten des Betriebsratsvorsitzenden inne hatte. Immer wieder griff dieser f√ľr den Betreibsrat auf Informationen aus dem internen Personalinformationssystem zu. Von Mitte 2003 bis Anfang 2012 wurden √ľber 250 solcher unberechtigten Zugriffe registriert.

Der Arbeitgeber forderte daraufhin den Ausschluss des Mannes aus dem Betriebsrat und verlangte zudem die verweigerte Zustimmung des Betriebsrats zu einer au√üerordentlichen K√ľndigung. Das Gericht gab dem Arbeitgeber teilweise Recht: Ein solches Verhalten versto√üe eindeutig gegen das Datenschutzgesetz, weshalb der Mann aus dem Betriebsrat ausgeschlossen wurde. Das Vorgehen rechtfertige jedoch keine au√üerordentliche K√ľndigung.

Arbeitsrecht , ,

Behörden erfragen immer mehr Kontodaten

29. Januar 2013
cc by flickr/ pcsiteuk

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Im Jahr 2005 wurde unter der Begr√ľndung die ‚ÄěSteuerehrlichkeit‚Äú zu erh√∂hen und Sozialleistungsmissbrauch entgegenzuwirken das automatisierte Verfahren eingef√ľhrt, das es Beh√∂rden erm√∂glicht, bei Banken nach privaten Informationen der Kunden wie Name oder Adresse zu fragen. Laut aktuellen Zahlen des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar wird diese M√∂glichkeit immer h√§ufiger in Anspruch genommen.

Im Jahr 2005 bei der Einf√ľhrung des Verfahrens h√§tten die Abfragen noch bei rund 9.000 gelegen. Im Jahr 2006 registrierte man bereits 25.000 solcher F√§lle und vom Jahr 2011 auf 2012 hat sich die Anzahl noch einmal um 15,5 Prozent auf rund 72.600 erh√∂ht.

Schaar bem√§ngelte, dass nicht nur die Zahl solcher Anfragen steigt, sondern dass auch immer mehr Interesse daran zeigten und das Verfahren damit stetig erweitert werde. Inzwischen k√∂nnten auch Geheimdienste oder Gerichtsvollzieher auf die Daten zugreifen und meist bemerke der √ľberpr√ľfte B√ľrger dies noch nicht einmal. Es sei zu erwarten, dass es auch bald andere Stellen gebe, die Interesse zeigten.

Der Experte forderte, dass die Regierung den Umgang mit der Kontodatenabfrage einer unabh√§ngigen wissenschaftlichen √úberpr√ľfung unterzieht. Generell w√ľrde auch eine verbesserte Begr√ľndungspflicht seitens der entsprechenden Beh√∂rden und Stellen dazu f√ľhren, dass die Abfragen einged√§mmt werden. Nur wenn konkrete Anhaltspunkte f√ľr eine erhebliche Straftat, Steuerhinterziehung oder Sozialbetrug vorliege, sollte eine Kontodatenabfrage m√∂glich sein.

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Neues Meldegesetz ab 2014: Widerspruch einlegen

6. Juli 2012
cc by wikimedia/ Luis Fern√°ndez Garcia

cc by wikimedia/ Luis Fern√°ndez Garcia

Ab dem Jahr 2014 tritt ein neues Meldegesetz in Kraft, das den Handel mit Daten zwischen √Ąmtern und Unternehmen erleichtert. Firmen haben dann noch leichter die M√∂glichkeit an pers√∂nliche Daten von B√ľrgern zu kommen, wenn sie ein ‚Äěberechtigtes Interesse‚Äú nachweisen. Nach dem neuen Gesetz brauchen die √Ąmter daf√ľr auch nicht mehr die Einwilligung der Betroffenen.

Unternehmen k√∂nnen sich ab dann also noch einfacher an Daten zu Werbezwecken bedienen und die √Ąmter bekommen daf√ľr auch noch eine Geb√ľhr! Zu diesen Daten z√§hlen zum Beispiel Vornamen, Familiennamen, Anschriften, Doktorgrade oder Informationen √ľber den Verbleib der Personen.

Als Verbraucher hat man die M√∂glichkeit dagegen Widerspruch einzulegen! Entsprechende Formulare finden sich auf den Seiten vieler √Ąmter. Ansonsten gibt es im Netz Musterbriefe. Leider verhindert dies nicht, dass Unternehmen bereits vorhandene Daten abgleichen… Hier hat man das Recht dazu, sich beim Amt zu erkundigen, welche Unternehmen bereits im Besitz der Daten sind. Bei diesen muss dann direkt Widerspruch eingelegt werden.

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Neuer Skandal um Easycash: Unternehmen wollte ‚ÄěRisikoindex‚Äú erstellen

16. September 2011
cc by flickr/ gillyberlin

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In den vergangenen Monaten sorgte der Zahlungsdienstleister Easycash immer wieder f√ľr Schlagzeilen. Zahlt man bargeldlos in einem Gesch√§ft, dann wickelt das Unternehmen die Transaktionen zwischen Kasse und Bank ab. Auf diese Art und Weise kommt Easycash nat√ľrlich an sensible Daten der Kunden. In der Vergangenheit hie√ü es immer wieder, Easycash w√ľrde Profile der Nutzer erstellen und diese weiterverkaufen.

Nun sieht sich das Unternehmen einem neuen Skandal gegen√ľber: Wie der Fernsehsender NDR berichtete, gab es bei Easycash Pl√§ne aus Kundendaten einen sogenannten ‚ÄěRisikoindex‚Äú zu erstellen und diesen dann an Interessenten zu verkaufen. Als potentielle Abnehmer dieser Informationen √ľber die Zahlungsf√§higkeit der Verbraucher galten offenbar Inkassofirmen sowie Unternehmen aus der Versandhandels-, Versicherungs- und Telekommunikationsbranche.

Easycash gab daraufhin zu, dass man solche Pläne entwickelt habe, während man nach Möglichkeiten suchte, das Geschäftsfeld zu erweitern. Diese Pläne seien dann jedoch auf Eis gelegt worden. Zudem habe man dieses Pilotprojekt dem NRW-Datenschutzbeauftragten ordnungsgemäß vorgelegt.

Eine Sprecherin des Datenschutzbeauftragten best√§tigte dies, sprach jedoch davon, dass die Meldung in einer Abteilung gelandet war, die sich noch nie mit Easycash befasst hatte. So seien die Umst√§nde nicht sofort aufgefallen. Man stellte sich damit gegen solche Vorhaben, denn diese seien unzul√§ssig. Fakt ist am Ende jedoch, dass unsere Daten verf√ľgbarer sind als sich das so manch einer von uns vorstellen mag…

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