Neuer Skandal um Easycash: Unternehmen wollte „Risikoindex“ erstellen
In den vergangenen Monaten sorgte der Zahlungsdienstleister Easycash immer wieder für Schlagzeilen. Zahlt man bargeldlos in einem Geschäft, dann wickelt das Unternehmen die Transaktionen zwischen Kasse und Bank ab. Auf diese Art und Weise kommt Easycash natürlich an sensible Daten der Kunden. In der Vergangenheit hieß es immer wieder, Easycash würde Profile der Nutzer erstellen und diese weiterverkaufen.
Nun sieht sich das Unternehmen einem neuen Skandal gegenüber: Wie der Fernsehsender NDR berichtete, gab es bei Easycash Pläne aus Kundendaten einen sogenannten „Risikoindex“ zu erstellen und diesen dann an Interessenten zu verkaufen. Als potentielle Abnehmer dieser Informationen über die Zahlungsfähigkeit der Verbraucher galten offenbar Inkassofirmen sowie Unternehmen aus der Versandhandels-, Versicherungs- und Telekommunikationsbranche.
Easycash gab daraufhin zu, dass man solche Pläne entwickelt habe, während man nach Möglichkeiten suchte, das Geschäftsfeld zu erweitern. Diese Pläne seien dann jedoch auf Eis gelegt worden. Zudem habe man dieses Pilotprojekt dem NRW-Datenschutzbeauftragten ordnungsgemäß vorgelegt.
Eine Sprecherin des Datenschutzbeauftragten bestätigte dies, sprach jedoch davon, dass die Meldung in einer Abteilung gelandet war, die sich noch nie mit Easycash befasst hatte. So seien die Umstände nicht sofort aufgefallen. Man stellte sich damit gegen solche Vorhaben, denn diese seien unzulässig. Fakt ist am Ende jedoch, dass unsere Daten verfügbarer sind als sich das so manch einer von uns vorstellen mag…



