Elektronischer Gehaltsnachweis „Elena“ wird eingestellt
Schon vor der Einführung des elektronischen Entgeltnachweises, kurz Elena, regte sich heftiger Widerstand. Vor allem Datenschützer hielten das Projekt für mehr als bedenklich, da so eine Vielzahl von Arbeitnehmer-Daten zentral gespeichert werden und für die verschiedensten Stellen abrufbar sind.
Trotz allem startete das umstrittene IT-Großprojekt im Januar dieses Jahres. Von da an mussten Arbeitgeber mit ihren monatlichen Gehaltsabrechnungen für ihre Mitarbeiter auch etliche andere Daten wie Name, Adresse, Versicherungsnummer, Einkünfte, steuerfreie Bezüge usw. verschlüsselt an die zentrale Datenbank der Deutschen Rentenversicherung übermitteln. Durch diese Datensammlung sollte der Papierkram in den Ämtern verringert werden, da die Informationen aus Elena auch bei Anträgen auf Arbeitslosengeld oder Wohngeld benutzt werden sollten. In diesem Zusammenhang warnten auch die Kommunen vor einer Mehrbelastung von gut 250 Millionen Euro.
Nun kündigte die Bundesregierung an, dass der elektronische Gehaltsnachweis wieder abgeschafft werden würde. Als Grund wurde vor allem die ungenügende Verbreitung der qualifizierten elektronischen Signatur genannt, die für den Datenschutz bei Elena jedoch mehr als erforderlich ist. Das IT-Großprojekt hat bisher Millionen von Euro verschlungen. Trotz allem zeigten sich die meisten erfreut über die Einstellung. Die Bundesregierung betonte jedoch, dass die Investitionen nicht umsonst gewesen sein sollen, sondern dass man die bereits bestehende Infrastruktur von Elena nutzen wolle um ein einfacheres Meldeverfahren in der Sozialversicherung umzusetzen.



