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Artikel Tagged ‘Erbe’

Nacherbschaft: Im Testament auf genaue Formulierung achten!

4. November 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Auch wenn das Erbrecht durchaus seine T√ľcken hat, fertigen immer noch viele ihr Testament ohne professionelle Hilfe an. Genau dies f√ľhrt im Erbfall oft zu Streitigkeiten, da das Testament nicht genau genug formuliert ist um vor Gericht zu bestehen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein sogenannter Nacherbe eingesetzt werden soll. Auf ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts Hamm weist der Deutsche Anwaltverein hin.

Konkret ging es dabei um eine Mutter von vier Kindern, die im Jahr 1985 ihr Testament selbst geschrieben hatte. Demnach sollte ihr 1952 geborener Sohn der alleinige Erbe sein. Sollte dieser kinderlos versterben, sollte das Erbe an ihren 1958 geborenen Sohn √ľbergehen. Der √§ltere Sohn hatte das Erbe angetreten, verstarb jedoch kinderlos, weshalb der j√ľngere Bruder als Ersatzerbe das Erbe der Mutter antreten wollte.

Das Gericht wies den Antrag jedoch zur√ľck, da im Testament nicht genau formuliert gewesen sei, dass der j√ľngere Sohn auch dann der Erbe sei, wenn der √Ąltere das Erbe vorher angetreten habe. Die Begriffe Vor- und Nacherbe seien hier entscheidend. Dabei spiele es auch keine Rolle, wenn die betreffende Person diese nicht kenne. Am besten also das Testament immer mit der Hilfe eines Fachmanns aufsetzen lassen, um den Erben sp√§ter √Ąrger zu ersparen.

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Doppelbesteuerung bei Erbschaft im Ausland!

9. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Laut aktuellen Zahlen gibt es immer mehr Deutsche, die Verm√∂gen im Ausland haben. Dabei kann es sich um das Ferienh√§uschen handeln, aber nat√ľrlich auch um Dinge wie Kapitalanlagen. Experten raten in solch einem Fall unbedingt dazu, sich rechtzeitig Gedanken √ľber sein Erbe zu machen, denn ein Erbfall im Ausland kann teuer werden!

Mit wenigen Ländern (Frankreich, Schweiz, Griechenland, Dänemark, Schweden und den USA) hat Deutschland ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Wer hier etwas erbt, wird in Deutschland nicht noch einmal zur Kasse gebeten. In Ländern, mit denen ein Abkommen jedoch nicht besteht, kann es passieren, dass der deutsche Fiskus die im Ausland bereits gezahlte Erbschaftssteuer nicht anerkennt und daher noch einmal die Hand aufhält.

Wer also Verm√∂gen im Ausland besitzt, egal in welcher Form, sollte sich fr√ľhzeitig √ľber die entsprechenden Bedingungen erkundigen und gegebenenfalls handeln. Eine Schenkung zu Lebzeiten w√§re eine M√∂glichkeit oder das Kapital umzuschichten.

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Erbengemeinschaft: Mehrheit bei Erbanteil kann entscheidend sein

4. Oktober 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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In unzähligen Erbengemeinschaften kommt es zu Streit. Ein Grund ist oft auch, dass einzelne Erben die Entscheidungen der anderen blockieren. In diesem Zusammenhang hat nun das Oberlandesgericht Brandenburg ein interessantes Urteil gefällt, auf das die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins hinweist.

In dem konkreten Fall bestand die Erbengemeinschaft aus zehn Personen, wobei sich drei Viertel des gesamten Erbes auf drei Erben verteilte. Diese drei, die also die deutliche Mehrheit bei den Erbanteilen hatten, wollten das Spar- und das Girokonto der Verstorbenen k√ľndigen um das Geld bei einer anderen Bank zu h√∂heren Zinsen anzulegen.

Das Geldinstitut erkannte die K√ľndigung jedoch nicht an und begr√ľndete dies damit, dass nicht die gesamte Erbengemeinschaft die K√ľndigung veranlasst habe. Die Richter entschieden am Ende, dass in solch einem Fall eine erforderliche Stimmenmehrheit unter den Erben reiche. Diese richte sich nicht nach der Anzahl der Personen, sondern nach der Gr√∂√üe der Erbanteile. Grunds√§tzlich k√∂nnen Vertr√§ge auch weiterhin nur einstimmig gek√ľndigt werden, es bestehe jedoch eine Ausnahme, wenn die durch die Mehrheit entschiedene Handlung eine Ma√ünahme ordnungsgem√§√üer Nachlassverwaltung darstelle.

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Streit ums Erbe schon zu Lebzeiten vorbeugen!

1. Juni 2012
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In diesen Tagen war in den Medien zu h√∂ren, dass die H√∂he des vererbten Verm√∂gens in Deutschland immer weiter ansteigt. In diesem Zusammenhang weisen nun auch einige Experten darauf hin, dass damit auch die Streitereien ums Erbe wachsen werden. Daher r√§t unter anderem das Deutsche Forum f√ľr Erbrecht Erblassern dazu, noch zu Lebzeiten genau solchen Streitigkeiten vorzubeugen.

Dies geht zum einen, indem man sich fr√ľhzeitig mit dem Thema besch√§ftigt, auch wenn dies nat√ľrlich nicht sch√∂n ist, und mit den Angeh√∂rigen und Betroffenen genau √ľber die m√∂glichen Einzelheiten spricht. Dabei kann gleich gekl√§rt werden, was jeder einzelne m√∂chte. Zum anderen sollte man unbedingt mit der Hilfe eines Profis ein handschriftliches Testament aufsetzen. Dieses kann auch bei einem Amtsgericht hinterlegt werden, sollte man bef√ľrchten, dass es auf dubiose Weise verschwinden k√∂nnte.

Dabei ist es von entscheidender Bedeutung die Hinterlassenschaften so präzise wie möglich zu beschreiben und zu klären. Schwammige und nicht eindeutige Formulierungen lösen im Nachhinein nämlich die meisten Streitigkeiten aus. Da das Erbrecht eine sehr komplizierte Materie ist, setzt man sich dazu am besten mit einem Experten zusammen und klärt einzelne Fragen!

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Erbe: Einsicht in Grundbuch f√ľr Pflichtteilsberechtigte

17. April 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Generell ist es wichtig, sich um sein Erbe so fr√ľh wie m√∂glich Gedanken zu machen, alleine schon aus dem Grund, dass man schon zu Lebzeiten sp√§teren Streit zwischen den Angeh√∂rigen verhindern kann. Leider kommt es immer wieder zu genau solchen Auseinandersetzungen. Pflichtteilberechtigte haben laut eines Urteils des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main das Recht Grundbucheintr√§ge einzusehen und das auch ohne die Vorlage eines Erbscheins. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins hin.

In dem konkreten Fall ging es um ein Erbe, dass laut Testament alleine an die Witwe ging, solange diese nicht neu heiratete. Die drei Kinder des Erblassers wollten daraufhin ihre Pflichtteilanspr√ľche geltend machen und versuchten den Wert ihres eventuell doch noch m√∂glichen Erbes zu ermitteln. Dabei wollte ein Sohn die Grundbucheintr√§ge einsehen, in denen der Verstorbene als Alleineigent√ľmer oder Nie√übrauchsberechtigter eingetragen war.

Das Grundbuchamt verlangte jedoch die Vorlage des Erbscheins, der aufgrund der beschriebenen Situation jedoch nicht ausgestellt war. Der Sohn zog vor Gericht und bekam schlie√ülich Recht. Nat√ľrlich m√ľsse man die Grundbucheintr√§ge davor sch√ľtzen, dass nicht irgendwer aus reiner Neugierde Einsicht erhalte, jedoch habe der Sohn ein berechtigtes Interesse.

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