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Artikel Tagged ‘Finanzkrise’

2010 sparen die Deutschen mehr als 2009

15. Januar 2010

Das hatte sich die Regierung so schön ausgedacht. Sie geben uns Steuergeschenke durch das Konjunkturpaket und wir schmeißen das dann wieder in die Wirtschaft. Doch so wie es aussieht wurde bei dieser Rechnung nicht die Angst der Deutschen vor der Finanzkrise und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit berücksichtigt.

Und so geben nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von AWD 72% der Deutschen an, dass sie 2010 mehr sparen wollen. Die meisten, ganze 74% (2009 waren es noch 65%) wollen an Strom, Gas und Wasser sparen. Danach fallen gleich Restaurantbesuche, Urlaub und Telefonkosten dem Sparschwein zum Opfer, wie man auch an der Tabelle unten erkennen kann.

Deutlich ist dort auch zu sehen, dass sich das Einsparen aufgrund von gestiegenem Umweltbewusstsein, Klimawandel und Co. vor allem auf den Energieverbrauch verlagert hat. Erschreckend ist nach wie vor die wachsende Bereitschaft bei der Altersvorsorge Abstriche zu  machen.

Schweinefrage © AWD Holding AG

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Weihnachten leidet nicht unter der Krise

28. November 2009

Weihnachten by kevindooleyDie meisten Leute und vor allem die Kinder müssen sich nach einer aktuellen Gfk-Studie keine Sorgen um die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum machen. Die Weihnachtseinkäufe scheinen nicht von der Krise betroffen zu sein.

57% aller Befragten geben an in diesem Jahr genauso viel Geld für Geschenke und Co. auszugeben wie in den Jahren davor. 7% möchten sogar mehr Geld ausgeben. Wobei sich hier besonders die jungen Menschen zwischen 20 und 29 spendabler zeigen als sonst. Ganze 11% planen mehr Geld für Geschenke ein. Bei den über 70-Jährigen sind das nur 3,7%.

Am großzügigsten zeigen sich aber die Familien. Bei ihnen wollen 12% mehr für Geschenke ausgeben. Jedoch hängt es in den meisten Familien davon ab wie viele Kinder da sind. Grundsätzlich und logischerweise gilt: Je mehr Kinder, desto mehr wird gespart. Doch diese Tatsachen kann man wohl zu allen Zeiten anwenden, nicht nur, wenn Finanzkrise ist.

Bei aller Großzügigkeit darf man bei der Umfrage aber auch nicht unerwähnt lassen, dass insgesamt ein Viertel alle Befragten angab, aufgrund der Krise sparen zu müssen…

Und wenn das Geld dann doch nicht reicht, kann ein kleiner Privatkredit auch schon einmal zur Überbrückung helfen. Die individuellen Konditionen lassen sich ja recht einfach über Ratenkreditrechner ermitteln.

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Wirtschaftsweise erwarten zwar kleinen Aufschwung, geben aber keinen Grund zu Optimismus

13. November 2009

Heute wird mal wieder das Jahresgutachten der fünf Wirtschaftsweisen Kanzlerin Merkel überreicht. Daraus geht hervor, dass es mit der deutschen Wirtschaft 2010 wieder ein wenig bergauf gehen könnte. Das Bruttoinlandsprodukt solle um 1,6% steigen.

Klingt ja alles schön und gut, nur warnen die “Weisen” auch, nicht zu früh in Optimismus zu verfallen, denn allein bis zum Ende diesen Jahres wird das Bruttoinlandsprodukt um voraussichtlich 5% sinken (weit über der EU-Defizitsgrenze!). Es wird also alles in allem nur der Abwärtstrend ein wenig gebremst werden.

Dem Normalbürger stehen im nächsten Jahr die großen Einschnitte wohl noch bevor…

Gleichzeitig warnen die Experten auch vor den geplanten Steuersenkungen der neuen Regierung. Schon ohne diese muss der Bund jedes Jahr sechs Milliarden Euro einsparen um die Vorgaben der neuen Schuldenbremse im Grundgesetz einhalten zu können. Durch das Konjunkturpaket und den Steuerbonus bei den Kassenbeiträgen sei den Bürgern schon genug geholfen, so die Wirtschaftsweisen. Weitere Steuersenkungen auf Pump seien daher unnötig und würden verpuffen. Mal sehen…

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US-Finanzierer CIT stellt Insolvenzantrag – Größte Pleite seit Lehman Brothers

2. November 2009

Der wichtigste Mittelstandsfinanzierer in den USA, CIT, hat am Sonntag bei einem Gericht Insolvenz beantragt. Damit ist dies die größte Pleite eines US-Finanzhauses seit dem Aus von Lehman Brothers vor gut einem Jahr.

Doch ging bei Lehman Brothers damals noch ein großer Aufschrei um die Welt, so scheint die Pleite von CIT “beschaulicher” von Statten zu gehen. Experten rechneten seit Monaten damit und so hatten die entsprechenden Personen auch genug Zeit einen der üblichen gewieften Pläne aus den Anzug-Ärmeln zu ziehen.

Der Plan sieht so aus, wie bei vielen anderen Pleiten bisher auch. Der Staat, also die Steuerzahler müssen bzw. mussten blechen und die Alt-Aktionäre werden wahrscheinlich fast leer ausgehen. Allein die 2,3 Milliarden Dollar aus dem staatlichen Bankenrettungspaket sind damit futsch…

Wenigstens werden nach dem geordneten Insolvenzverfahren nach dem “Chapter 11″ des US-Insolvenzrechts die Kredite für die mittelständischen Betriebe zunächst nicht abreißen. Die Unterstützung der wichtigsten Großinvestoren konnte sich CIT bereits sichern, allen voran Milliardär Carl Icahn, der CIT einen zusätzlichen Kredit über 1 Milliarde Dollar (678 Mio. Euro) zusicherte. Eine Kreditlinie von gut 2 Milliarden Dollar wird von Goldman Sachs (!) kommen…

Und so geht die Schieberei munter weiter, am besten noch mit den selben Leuten, die das alles in den Sand gesetzt haben. Aber das haben wir ja auch schon an anderen Beispielen sehen können: Lehman Brothers, Fannie Mae, Freddie Mac und wie sie nicht alle heißen! Alle übrigens, genauso wie CIT, u.a. an faulen Krediten gescheitert…

Selbst der Schuldenberg von 65 Milliarden Dollar bei Vermögenswerten von gut 71 Milliarden Dollar kann Experten nicht schocken. Sie gehen fast alle davon aus, dass die CIT-Insolvenz keine großen Schockwellen auslösen wird, höchstens “psychischer Natur”… Klar, weil sie wissen, dass es die übliche Mauschelei zumindest Oberflächlich und für den Moment richten wird. Bis Ende des Jahres soll das Verfahren jedenfalls durch sein…

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Ist die Finanzkrise überstanden?

18. Oktober 2009

Die Anzeichen mehren sich, daß die Finanzkrise überstanden ist. Die Auftragslage verbessert sich und auch die Aktienkurse ziehen wieder an. Zeit für eine kleine Abfolge der Geschehnisse:

2007- Juni: Das von Günter Hannisch beschriebene Szenario( Interview bei n-tv im November 2003) nimmt Form an. Es kollabieren zwei der Hedgesfonds der Bear Stearns US-Investmentbank, da diese auf Immobilien von gesicherten Papieren sitzen.

2007- Juli: In dem Informationsdienst “Crash Investor” warnt Günter Hannich die Leser eindringlich zu einem Ausstieg aus den Aktien. Der Dax fällt in den nachfolgenden Monaten rasant.

2007 -August: In den USA gehen die Immobilienpreise in den freien Fall. Auf Deutschland greift die Krise sofort über. Da sich die Mittelstandsbanken WestLB, SachsenLB, BayernLB und die IKB mit USA Immobilien verspekuliert haben stehen sie vor dem Abgrund.

2007-September: Bei der britischen Bank Northern Rock bilden sich lange Schlangen an den Bankschalter, da die Kunden ihr Geld sofort abheben wollen. Das Eingreifen der britischen Regierung wird notwendig. Sie verstaatlicht die Bank und sichert die Einlagen.

2007-Oktober: Es überschlagen sich die negativen Meldungen. Die großen Banken gestehen im Minutentakt, dass auf Grund der Immobilienkredite, die faul sind, mehr und mehr Milliarden abgeschrieben werden müssen.

2008-Februar: Das beschlossene Konjunkturprogramm des US-Kongresses mit 150 Milliarden Dollar verpufft.

2008-März: Vor dem Zusammenbruch steht das Bear Stearns Investmenthaus. Aufgrund des Drucks der US-Notenbank wird Bear Stearns an die Großbank J.P. Morgan Chase zu einem Schleuderpreis verkauft und es müssen Garantien der US-Regierung gegeben werden.

2008-September:
- Konkurs meldet nun auch Lehmann Brother an. Die Bank of America schluckt Merrill Lynch. Das absacken des US-Leitindex Dow Jones erfolgt wie im Jahr 2001 am 11.September.

- Es herrscht an den Börsen Ausverkaufstimmung. In den Geldmarkt werden durch die Notenbanken 150 Milliarden gepumpt.

- Wieder muss die US-Notenbank mit erheblichen Summen einspringen. Der Versicherungskonzern AIG wird gerettet, mit 85 Milliarden Dollar.

- Von der J.P.Morgan wird die größte USA Sparkasse, Washington Mutual übernommen.

- Die Regierung in Deutschland muss die DAX-notierte Bank Hypo Real Estate mit milliardenschweren Kreditbürgschaften retten. Die involvierten Banken ziehen sich am 4 .Oktober zurück.

Ein Rettungspaket für die Hypo Real muss am 5. Oktober erweitert werden.

2008-Oktober: Nach tagelangen auf und ab beschließt die USA ein Rettungspaket. Daraufhin stürzen die Kurse an der Börse wieder ab.

- Mit einem Verlust von 7% an nur einem Tag befindet sich die Börse und der DAX wieder im freien Fall, kurzzeitig unter 4.500 Punkte. Die deutsche Aktie fällt in dem Zeitraum von einem Jahr um die Hälfte ihres Wertes. Mitunter verliert der Dow Jones Index über 8000 Punkte – in der Börsengeschichte gab es das noch nie.

- Die Landesgrößte Bank Großbritanniens wird zum teil verstaatlicht. 500 Milliarden beträgt das Notpacket.

- Ein Rettungspaket von 500 Milliarden Euro beschließt die Bundesregierung.

- Der Dow Jones fällt, trotz der am Vortag durch viele Länder gesenkten Leitzinsen, unter die 9.000 Punkte Marke. Unter 5.000 Punkte fällt der Dax.

- Bekanntgabe der USA über das größte Haushaltdefizit der Geschichte.

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