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Artikel Tagged ‘Finanzkrise’

Anlagemöglichkeit Eigenheim: wichtig ist die Absicherung

21. Juni 2013

cc by wikimedia / Harald Weber

Finanzielle Vorsorge war bis vor ein paar Jahren noch ein √ľberschaubares Thema. Viele Banken und Berater boten kleine Brosch√ľren an, in denen sie dar√ľber informierten, was bei der Geldanlage zu beachten ist.

Doch seit der Finanzkrise 2008 zeigt sich, dass viele Geldanlagen nicht so sicher sind, wie sie von den Anbietern beworben wurden, deswegen weichen viele Kunden auf alternative Geldanlagen aus: wie zum Beispiel das Eigenheim. Doch dass auch dieses durchaus Risiken mit sich bringen kann, zeigte sich j√ľngst wieder in Deutschlands Hochwassergebieten, wo Hunderte Menschen Haus und Grund durch die Wassermassen verloren und nun wieder neu aufbauen m√ľssen. Viele von ihnen sind dabei nicht einmal finanziell abgesichert, da sie entweder keine, oder aber die falschen Versicherungen abgeschlossen hatten. Woraus Sie achten m√ľssen, wenn sie selber Hausbesitzer sind, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

Die Grundabsicherung besteht nat√ľrlich aus einer sogenannten Wohngeb√§udeversicherung , sowie eine Hausratversicherung. Bei beiden ist bei Abschluss darauf zu achten, dass ein Elementarschaden-Schutz inklusive ist ‚Äď also, dass Ihr Hab und Gut auch gegen Naturgewalten abgesichert ist. (Vorsicht: Viele auf den ersten Blick g√ľnstige Hausratversicherungen schlie√üen einen solchen Schutz in ihren Versicherungsbedingungen aus!) Die Wohngeb√§udeversicherung sch√ľtzt damit ihr Haus mit den darin befindlichen Installationen, w√§hrend die Hausratversicherung im Schadensfall ihre Einrichtung ersetzt. Beide Versicherungen sind also keineswegs redundant und f√ľr jeden Hausbesitzer zu empfehlen.¬† Laut Handelsblatt sind noch immer rund 2/3 der Hausbesitzer nicht oder nur ungen√ľgend gegen Sch√§den durch Naturgewalten versichert. Wie fatal sich dies auswirken kann, zeigt sich erst jetzt wieder in betroffenen Hochwasser-Gebieten.

Auch eine Hausratversicherung gibt es in vielen Varianten und mit vielen Zusatz-Paketen. Auch hier gilt: nicht am falschen Ende sparen und genau √ľberlegen was sinnvoll f√ľr die individuellen Bed√ľrfnisse ist.

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Urlaub auf Zypern: Experten raten ausreichend Bargeld mitzunehmen

28. März 2013
cc by wikimedia/ Jeandunston

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Wenn in den kommenden Ostertagen die gro√üe Reisewelle beginnt, dann zieht es durchaus den einen oder anderen Deutschen nach Zypern. Doch angesichts der angespannten Lage auf der Insel machen sich einige Deutsche Sorgen. Experten geben generell f√ľr Reisende Entwarnung, jedoch sollte man mit einer ausreichenden Menge Bargeld anreisen.

Wenn nach der fast zwei Wochen andauernden Sperre die Banken wieder √∂ffnen, rechnen viele mit Chaos. Die Regierung r√§t den Zyprern ruhig zu bleiben, doch die Auswirkungen werden sich erst noch zeigen. Schon jetzt gibt es lange Warteschlangen an den Geldautomaten. Wartezeiten von √ľber einer Stunde sind keine Seltenheit.

Vielerorts kommt man zudem mit ec- oder Kreditkarte nicht mehr weit, denn die meisten H√§ndler betonen, dass ihnen Bargeld lieber w√§re. Man sollte also durchaus gen√ľgend Bargeld im Gep√§ck haben. Dies gilt vor allem f√ľr Individualreisende, die auf eigene Faust das Land entdecken. Hier raten Experten dazu, den R√ľckflug bereits in Deutschland zu buchen. Pauschalreisende, die die meiste Zeit im Hotel verbringen, werden die wenigsten Probleme haben. Vor Anfeindungen m√ľssen sich Deutsche laut Fachleuten keine Sorgen machen, jedoch sollte man am besten keine politischen oder wirtschaftlichen Diskussionen mit Einheimischen anfangen.

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Lehman-Geschädigte: Klage gegen S&P möglich

18. Januar 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Nach wie vor gelten f√ľr viele Experten die Ratingagenturen als treibende Kraft in der Finanzkrise. Diese weisen jedoch auf der anderen Seite alle Schuld von sich und waren hierzulande bisher unangreifbar. Nun gibt es zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer f√ľr betroffene Anleger, denn der Bundesgerichtshof entschied, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) von Lehman-Opfern grunds√§tzlich verklagt werden kann.

In dem konkreten Fall ging es um einen Rentner, der Lehman-Zertifikate erworben und sich dabei auf die bis zum Schluss positiven Bewertungen von S&P verlassen hatte. Bekanntermaßen waren diese Papiere später wertlos und zahlreiche Anleger verloren ihr Geld. Der Kläger forderte aufgrund der bis zuletzt positiven Bewertungen von S&P Schadenersatz in Höhe von 30.000 Euro.

Der BGH legte nun jedoch erst generell fest, dass S&P von deutschen Staatsb√ľrgern √ľberhaupt verklagt werden kann. √úber den Schadenersatz muss noch entschieden werden. Auf der einen Seite macht dies den Weg frei f√ľr zahlreiche Schadenersatzklagen gegen Ratingagenturen, auf der anderen Seite sagt der Beschluss nichts √ľber die Erfolgschancen aus und wie die Lage f√ľr viele Gesch√§digte konkret aussieht. S&P weist jegliche Schuld weiter von sich und beharrt darauf nur Meinungen zu verbreiten, nach denen man sich richten k√∂nne oder nicht.

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Investmentclubs: Zusammen anlegen und investieren

5. Dezember 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Bereits seit den 1960er Jahren gibt es in Deutschland sogenannte Investmentclubs. In Zeiten der Krise erleben diese aktuell wieder einmal einen großen Zulauf. Rund 200.000 Deutsche sind Schätzungen zufolge in solchen Clubs organisiert, von denen es kleine, eher private gibt, aber auch große, deutschlandweit Agierende mit mehreren tausend Mitgliedern.

Oft tun sich rund 30 Leute zusammen, die aus Freunden, Bekannten und Kollegen bestehen. W√§hrend regelm√§√üiger Treffen bespricht man dann nicht nur Finanzthemen, sondern kauft auch gemeinsam Aktien und investiert. Der Vorteil sind dabei demokratische Wege, bei denen Anlageentscheidungen gr√ľndlich diskutiert und √ľberdacht werden. Der Nachteil ist nat√ľrlich, dass am Ende wie fast immer im B√∂rsen- und Finanzbereich ein gewisses Risiko bleibt. Solche Investmentclubs sind also ideal f√ľr alle, die einen Einstieg in die Finanzwelt suchen und solche Entscheidungen nicht alleine im stillen K√§mmerlein treffen wollen.

Die Gr√ľndung solch eines Clubs geht relativ einfach: Man ben√∂tigt einen schriftlichen Gesellschaftervertrag, in dem alle wichtigen Punkte festgelegt werden. Zudem sollte einem stets klar sein, dass man sich auch engagieren muss und nicht nur einmal Geld investiert. Wer solch einem Club beitreten m√∂chte, sollte nat√ľrlich auf Seriosit√§t und Transparenz achten. Bei besonderen Vertr√§gen oder Vorkasse kann eine zweite Meinung eindeutig nicht schaden. In die meisten Clubs k√∂nnen Interessierte auch erst einmal hineinschnuppern. Zudem gibt es welche, bei denen man nicht unbedingt Geld investieren muss, sondern einfach die Informationsangebote in Form von Vortr√§gen und Beratungen nutzen kann.

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Deutsche Bank: Parallelw√§hrung f√ľr Griechenland

23. Mai 2012
cc by wikimedia/ J√ľrgen Matern

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Im Zusammenhang mit einer L√∂sung f√ľr Griechenland werden in den Medien meist nur wenige L√∂sungsm√∂glichkeiten diskutiert. Einige √Ėkonomen schlagen jedoch bereits seit einiger Zeit eine etwas andere Option vor: Man k√∂nnte in Griechenland eine Parallelw√§hrung zum Euro einf√ľhren. So w√ľrde das Land den Euro nicht verlieren, aber dabei die eigene W√§hrung abwerten.

Angesichts der Neuwahlen in Griechenland haben nun auch die Analysten der Deutschen Bank diese Idee aufgegriffen. Sie sprechen sich offen f√ľr eine solche Parallelw√§hrung aus, die sie ‚ÄěGeuro‚Äú nennen. Diese neue W√§hrung w√ľrde im Fall der F√§lle aus Schuldscheinen der griechischen Regierung bestehen, deren Weiterverkauf m√∂glich ist. Durch Reformen und eine solide Haushaltspolitik k√∂nne der ‚ÄěGeuro‚Äú durch die Regierung gest√§rkt werden. Eine Totalaufgabe des Euro in Griechenland halten die Experten f√ľr sehr unwahrscheinlich. Die Parallelw√§hrung w√ľrde einen Weg f√ľr neue L√∂sungen frei machen, mit denen der Wiedereintritt in den Euro vorbereitet werden k√∂nnte.

Selbst wenn die Gegner des Sparpakets die Wahl am 17. Juni gewinnen w√ľrden, sind die Experten der Deutschen Bank √ľberzeugt, dass die sogenannte Troika, also EU, IWF und EZB, Griechenland nicht komplett fallen lassen w√ľrde. Die Regierungshilfen w√ľrden wohl eingestellt werden, jedoch der Schuldendienst w√ľrde weiter geleistet werden. Griechische Banken k√∂nne man dann mit einer Bad Bank auffangen.

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