Etliche Menschen fielen auf die Machenschaften des US-amerikanischen Finanzbetrügers Bernard Madoff herein. Wie nun bekannt wurde, gehörte zu den Opfern auch der Hollywood-Star John Malkovich.
Der einst gefeierte Wall-Street-Star Madoff wurde aufgrund seiner Machenschaften im letzten Jahr zu 150 Jahren Haft verurteilt. John Malkovich verriet der „Welt am Sonntag“ in einem Interview, dass es ihm genauso wie vielen ergangen sei und er sein gesamtes Vermögen aus 30 Jahren bei Madoff versenkt habe.
Eine genaue Summer wollte der Schauspieler nicht nennen, jedoch handle es sich um etliche Millionen Dollar. Malkovich betonte aber, dass er sich im Grunde nicht beschweren dürfe, denn andere Menschen haben etliche Jahre für viel weniger Geld gearbeitet und nun wirklich ihre gesamte Existenz verloren. Viele hätten sich umgebracht oder seien depressiv geworden. Malkovich habe zwar viel verloren, doch gehe es ihm immer noch gut.
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Während die Münchner Staatsanwaltschaft mit dem knapp verhinderten Zusammenbruch der Immobilienbank Hypo Real Estate zu tun hat, kommen erneut schlechte Nachrichten aus dem Hause. Wie mehrere Zeitungen in den letzten Tagen berichteten, würde die HRE beim Stresstest der europäischen Banken durchfallen.
Noch immer steckt der Konzern tief in den roten Zahlen. Nach der verhinderten Pleite im Herbst 2008 am Beginn der Finanzkrise und Hilfen von mehr als 100 Milliarden Dollar, ist die Bank inzwischen vollkommen verstaatlicht und häuft immer noch Verluste an (bis Ende 2009 2,2 Milliarden Euro).
Der Stresstest simuliert einen gesamtwirtschaftlich schlechte Entwicklung und überprüft dabei u.a. die Widerstandsfähigkeit der Banken. Zu den 91 europäischen Banken zählen zum Beispiel auch die Deutsche Bank, die Postbank oder die Commerzbank.
Die HRE wollte sich zu den schlechten Ergebnissen nicht äußern. Sie hat momentan auch wohl ganz andere Sorgen. In dieser Form wird sie nicht mehr lange bestehen. Die Hälfte des Geschäfts wird in eine sogenannte Bad Bank ausgelagert und auch weitere Milliarden Euro an Kapitalbedarf wurden bereits angemeldet…
Die genauen Ergebnisse des Banken-Stresstests wird der Ausschuss der europäischen Bankaufsichtsbehörden am Freitag präsentieren.
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Nach Berichten der „Süddeutschen Zeitung“ und des „Handelsblatts“ plant die Regierung ein sogenanntes Restrukturierungsgesetz, das angeblich noch vor der Sommerpause verabschiedet werden soll. Damit sollen die Regelungen für angeschlagene Banken verschärft werden, zur Not können sie dann sogar zerschlagen und unter staatlicher Verwaltung abgewickelt werden.
Bei Problemen, die man in den Griff bekommen kann, ist demnach ein Sanierungsverfahren unter Regie der Geschäftsführung vorgesehen. Steht die Pleite der Bank allerdings kurz bevor, wird neu organisiert. In diesem Verfahren kann unter anderem die Bankenaufsicht die Rechte der Anteilseigner kurzfristig aussetzen und einen Sonderbeauftragten einsetzen. Dieser könne ohne die Zustimmung der Aktionäre den Gläubigern zum Beispiel im Tausch für ihre Forderungen Aktien anbieten.
Banken, durch deren Pleite eine erneute Kettenreaktion ausgelöst würde, droht mit dem neuen Gesetz die Zerschlagung. Die wichtigen Geschäftsbereiche könnten dann ausgegliedert werden und auf einen privaten Erwerber oder eine staatliche Brückenbank übertragen werden.
Diese Brückenbank müsse vom Bankenrettungsfonds SoFFin eingerichtet werden. Eigentlich sollte dieser nur bis Ende 2010 für Hilfen bereitstehen. Mit dem neuen Gesetz würde er somit zu einem dauerhaften Schattenhaushalt.
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Gestern erreichten uns einigermaßen gute Neuigkeiten aus dem Bundesfinanzministerium, denn die Neuverschuldung im laufenden Jahr wird geringer ausfallen als erwartet. Und schon taucht wieder die FDP auf und bringt ihre Steuersenkungen ins Spiel, ein Akt, der langsam fast schon ins Lächerliche abgleitet…
Für dieses Jahr werden neue Kredite in Höhe von 60 bis 63 Milliarden Euro erwartet, 20 Milliarden weniger als zunächst gedacht. Höhere Steuereinnahmen und geringere Arbeitsmarktkosten werden als Gründe dafür genannt. Auch die einmaligen (!) Milliarden-Erlöse aus dem Verkauf von Mobilfunklizenzen spielen gewiss eine große Rolle.
Anstatt, dass man dieses Plus nun sinnvoll nutzt und froh um jedes Ersparnis ist, versucht die FDP aus dem Umfragetief heraus zu kommen und wirft wieder mit Forderungen nach Steuersenkungen um sich. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sprach davon, dass geringere Steuern noch bis zum Jahr 2013 möglich seien.
Kühne Aussagen in Anbetracht des viel kritisierten Sparpakets bzw. der Sparpaketchen…
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Allem Anschein nach sehen immer mehr Deutsche den Tatsachen ins Auge und beurteilen die finanzpolitische Lage im Land alles andere als rosig. Dies zeigt auch das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Münchner Unternehmensberatung Progenium, an der 1.000 Befragte teilnahmen.
Das Krisenmanagement der Regierung sollte dafür auf einer Skala von 1 bis 6 benotet werden. Im Durchschnitt erreichte die schwarz-gelbe Koalition gerade einmal eine 4. Die Note 1 wurde kein einzige Mal vergeben und die 2 lediglich von 3% gewählt. 16% vergaben die Note 5 und 11% sogar eine 6.
Auslöser für die Sorgen ist u.a. auch die Griechenlandkrise. 55% aller Teilnehmer sprachen sich für eine Möglichkeit aus, Staaten vor dem Staatsbankrott aus der Europäischen Währungsunion ausschließen zu können. Zwei Drittel glauben dabei, dass die Einführung des Euro ein Fehler war. Gleichzeitig halten ihn jedoch 63% für eine stabile Währung…
In Sachen Inflation sehen die meisten auch eher düster in die Zukunft. 42% der Befragten sehen die Inflationsrate in den kommenden Jahren zwischen 2 und 5%. 29% setzen diese zwischen 5 und 10% an und immerhin noch 8% der Teilnehmer glauben an eine Inflation von mehr als 10%.
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