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Artikel Tagged ‘Geld’

Neues Gesetz gegen ‚ÄěAbzocke‚Äú

23. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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So manch ein Verbraucher wurde bereits nerv√∂s, wenn unberechtigte Zahlungsaufforderungen oder Schreiben mit hohen Abmahngeb√ľhren ins Haus flattern. Wie bereits das eine oder andere Mal an dieser Stelle berichtet, kommt ein neues Gesetz gegen solche Methoden der ‚ÄěAbzocke‚Äú. Dieses hat am vergangenen Freitag den Bundesrat passiert.

Konkret sehen die neuen Regeln vor, dass zum Beispiel Inkasso-Unternehmen in Zukunft genau erkl√§ren m√ľssen, f√ľr wen und warum sie das Geld eintreiben. Die Branche soll zudem grunds√§tzlich strenger beobachtet werden. Der Bu√ügeldh√∂chstsatz bei Verst√∂√üen wurde von 5.000 auf 50.000 Euro erh√∂ht. Bei Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen privater Internetnutzer d√ľrfen Anw√§lte bald nur noch Geb√ľhren in H√∂he von maximal 148 Euro berechnen. Bisher wurden hier schnell mehrere hundert Euro f√§llig.

Desweiteren sind Gewinnspielvertr√§ge nur g√ľltig, wenn sie in Schriftform, also per Fax, Brief oder Mail, abgeschlossen wurden. Am Telefon ist dies nicht mehr m√∂glich. So steigt bei unerlaubten Werbeanrufen das Bu√ügeld von 30.000 Euro auf 300.000 Euro, was k√ľnftig auch f√ľr den Einsatz von automatischen Anrufmaschinen gilt. Die Neuregelungen sollen noch in diesem Herbst in Kraft treten. Nur der Bereich der Inkasso-Schreiben soll im kommenden Jahr neu geregelt werden.

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Betriebliche Altersvorsorge: Jeder Arbeitnehmer hat ein Anrecht

13. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Das Thema Altersvorsorge ist heute so wichtig wie nie. So fr√ľh wie m√∂glich sollte man sich gut informieren und mit dem Sparen f√ľr das Alter beginnen, denn bei vielen Arbeitnehmern wird das Geld am Ende wom√∂glich nicht reichen um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren. Eine M√∂glichkeit f√ľr alle sozialversicherungspflichtig Angestellten ist die betriebliche Altersvorsorge.

Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer nach Absprache mit seinem Chef einen Teil seines Bruttogehalts in eine Rentenversicherung umwandelt. Dies k√∂nnen bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung sein. Dieser Betrag wird direkt vom Lohn abgezogen. Entweder kommt der Arbeitnehmer alleine daf√ľr auf oder der Arbeitgeber leistet ebenfalls einen Beitrag. Weder Chef noch Angestellter m√ľssen die Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge versteuern.

In der Regel entscheidet das Unternehmen, wie die betriebliche Altersvorsorge verwaltete wird. Nur wenn der Arbeitgeber keinen Weg aufzeigt, kann der Arbeitnehmer einen vorschlagen. Dabei gibt es f√ľnf M√∂glichkeiten: Bei einer Direktversicherung, einer Pensionskasse oder einem Pensionsfonds wird das Geld durch eine Versicherungsgesellschaft angelegt. Hinter der Unterst√ľtzungskasse steckt ein Versorgungstr√§ger, der normalerweise ein Tochterunternehmen eines Versicherers ist und bei der sogenannten Pensionszusage k√ľmmert sich der Arbeitgeber selbst um die R√ľcklagen und sichert diese durch eine R√ľckdeckungsversicherung ab.

Wer zu einem anderen Arbeitgeber wechselt, kann seine erworbenen Anspr√ľche auf die betriebliche Altersvorsorge in der Regel mitnehmen. Generell empfiehlt es sich, sich hier im Vorfeld genau zu informieren und mit dem neuen Arbeitgeber zu sprechen, ob dieser den Vertrag √ľbernimmt. Erh√§lt man dann sp√§ter die Rente aus der betrieblichen Altersvorsorge, muss diese versteuert werden. Zudem fallen Krankenkassenbeitr√§ge an, sobald die Einnahmen den Mindestbetrag der Versorgungsbez√ľge √ľberschreiten.

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Doppelbesteuerung bei Erbschaft im Ausland!

9. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Laut aktuellen Zahlen gibt es immer mehr Deutsche, die Verm√∂gen im Ausland haben. Dabei kann es sich um das Ferienh√§uschen handeln, aber nat√ľrlich auch um Dinge wie Kapitalanlagen. Experten raten in solch einem Fall unbedingt dazu, sich rechtzeitig Gedanken √ľber sein Erbe zu machen, denn ein Erbfall im Ausland kann teuer werden!

Mit wenigen Ländern (Frankreich, Schweiz, Griechenland, Dänemark, Schweden und den USA) hat Deutschland ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Wer hier etwas erbt, wird in Deutschland nicht noch einmal zur Kasse gebeten. In Ländern, mit denen ein Abkommen jedoch nicht besteht, kann es passieren, dass der deutsche Fiskus die im Ausland bereits gezahlte Erbschaftssteuer nicht anerkennt und daher noch einmal die Hand aufhält.

Wer also Verm√∂gen im Ausland besitzt, egal in welcher Form, sollte sich fr√ľhzeitig √ľber die entsprechenden Bedingungen erkundigen und gegebenenfalls handeln. Eine Schenkung zu Lebzeiten w√§re eine M√∂glichkeit oder das Kapital umzuschichten.

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Altersvorsorge: Schadenersatz nach Falschberatung

4. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Viele Bankkunden sind von den Empfehlungen ihres Beraters abhängig. Dass solche Beratungen auch schon einmal nach hinten losgehen können, ist bekannt. Besonders schlimm ist es jedoch, wenn man bei solch einer wichtigen Anlageform wie der Altersvorsorge Geld verliert. Das Oberlandesgericht Oldenburg hat nun entschieden, dass in solch einem Fall der Berater zu einer Schadenersatzzahlung verpflichtet werden kann.

Konkret hatte ein Anlageberater, der nebenberuflich f√ľr einen Finanzdienstleister arbeitete, einem Mann im Jahr 1995 empfohlen, sich als atypischer stiller Gesellschafter an einer Verm√∂gensanlagen GmbH zu beteiligen. Hier wird man jedoch auch am Verlust der Gesellschaft beteiligt und kann dies steuerlich geltend machen. Eine M√∂glichkeit ist also ein Totalverlust seines eingesetzten Kapitals!

In dem verhandelten Fall wollte der Anleger sein Geld f√ľr die Altersvorsorge einsetzen und konnte dies auch durch Zeugen belegen. Hier reichte in den Augen des Gerichts die Beratung nicht aus und der Anlageberater wurde zu einer Schadenersatzzahlung von √ľber 13.000 Euro verurteilt.

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√Ėkotest: Bundesanleihen schneiden besser als Lebensversicherungen ab

2. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Lange Zeit war die Lebensversicherung eine der liebsten Anlage- und Absicherungsformen der Deutschen. Doch in letzter Zeit gibt es in diesem Bereich immer mehr Probleme. ‚Äě√Ėkotest‚Äú hat nun langfristig Lebensversicherungen mit Bundesanleihen verglichen und kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die Versicherungen bereits lange vor der Finanzkrise hinter den Sparpl√§nen mit Bundesanleihen fielen.

In den vergangenen Jahrzehnten sind die Zinsen aus Lebensversicherungen deutlich niedriger ausgefallen als bei Sparpl√§nen mit Bundesanleihen. Verbraucher h√§tten laut ‚Äě√Ėkotest‚Äú auf 1,23 bis 2,35 Prozent Zinsen verzichten m√ľssen. Die Policen h√§tten im Schnitt zwischen 3,10 und 4,49 Prozent pro Jahr gebracht, w√§hrend Schatzbriefe eine Rendite von 4,33 bis 6,73 Prozent abwarfen.

Die Untersuchung st√ľtzt sich auf die Analyse von 76 abgelaufenen Kapitallebensversicherungen und sieben Rentenversicherungen, die zwischen 1963 und 2001 abgeschlossen wurden. Auch wenn die Lebensversicherungen aktuell unter der Niedrigzinsphase leiden, habe fr√ľher bereits ein Problem in hohen Kosten, vor allem in den 1960er und 70er Jahren, bestanden. Gleichzeitig muss man nat√ľrlich sagen, dass aufgrund der niedrigen Zinsen auch Bundesanleihen aktuell nicht besonders viel Rendite bringen…

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