Flugverbote weiten sich auf Industrie aus
Seit Tagen hält die Aschewolke von dem Vulkanausbruch in Island ganz Europa in Atem. Zwar wurden die Luftraumsperren zum Teil aufgehoben, doch in vielen Ländern bleibt sie weiter bestehen bzw. gilt sie nur eingeschränkt wie hier in Deutschland. Langsam weitet sich die Einschränkung des Flugverkehrs von der Luftfahrtindustrie auch auf andere Branchen aus.
Nicht nur, dass in vielen Betrieben Arbeiter fehlen, da sie nicht rechtzeitig nach Hause reisen konnten, sondern auch der Gütertransport wurde lahm gelegt. So muss BMW an manchen Standorten für eine bestimmte Zeit die Bänder stoppen, da bestimmte Bauteile fehlten. Die Produktion von rund 7.000 Fahrzeugen muss verschoben werden.
Die Flughäfen haben in den letzten Tagen rund 200 Millionen Euro verloren und viele Airlines müssen sogar um ihre Existenz bangen. Experten meinen, dass, wenn dies noch weiter anhält, in wenigen Wochen einige der 150 europäischen Airlines pleite seien. Die Rede ist bereits von der schlimmsten Blockade der europäischen Luftfahrt seit dem Zweiten Weltkrieg…
Schon werden auch schon die ersten Stimmen nach staatlichen Hilfen laut. Ob und welche Unternehmen aber Hilfe beantragen werden, könne man erst sagen, wenn sich der Betrieb wieder normalisiert hat. Fakt ist aber, dass das ganze Chaos europaweit besser organisiert werden muss. Das beginnt schon bei finanziellen Spritzen für Verpflegung und Übernachtung der gestrandeten Passagiere.


